Liebe Silke,
die reisserische Behauptung, Naturheilmittel sollten verboten werden, kursiert seit einiger Zeit in den Tiefen des www. Das macht sie aber nicht wahr.
Fakt ist:
Die Sache ist ein "alter Hut", seit 2005!
Es gibt eine EU-Richtlinie in der festgelegt ist, dass, wer gesundheitsbezogene Aussagen für einen Stoff macht, diese Wirkungen auch belegen muß.
Auf deutsch: Niemand verbietet Kamillentee, aber wer Kamillentee als Krebsheilmittel anpreist muß einen positiven Effekt von Kamillentee bei Krebserkrankungen nachweisen.
Das Gesetz ist seit 2005 bekannt, genau wie die Zulassungsbestimmungen und auch die Ausnahmen. Nun tritt es eben vollumfänglich in Kraft und das Meckern beginnt. Nur mal als Beispiel für einen Hustenteee auf Kräuterbasis:
- Der Hersteller muss nachweisen das nichts enthalten ist, was schaden kann.
- Die Mixtur muss immer von gleicher Qualität und gleichem Mischverhältnis sein.
- Es dürfen keine tierischen Produkte (Beispiel Knochenmehl) enthalten sein
- Es dürfen keine Stoffe künstlich zugesetzt werden.
Das Gesetz soll den Verbraucher vor gesundheitsschädlichen und obskuren Mixturen schützen - bei den Preisen die für Naturheilmittel aufgerufen werden, können die Vertreiber dieses Stück Sicherheit auch finanzieren. Für unsere Sicherheit.
Übrigens: Alles, was schon mehr als 30 Jahre bekannt ist und schon 15 Jahre im Bereich der EU vertrieben wird, kann ein vereinfachtes Verfahren durchlaufen.
Auf den entsprechenden Seiten des Bundesgesundheitsministeriums und der EU kann man sich weiter sachkundig machen.
Also kein Grund zur Sorge oder gar Hysterie. Und nicht alles glauben, was im web so verkündet wird...
Entspannte Grüße in die Runde,
Margret