Hallo Jenny,
danke für die Infos ich habe nun auch den Verlauf deiner Mutter quergelesen.
ich bin mit der Behandlung meiner Mutter auch sehr skeptisch- wohne nicht bei ihr vor Ort oder in der Nähe (bin jedoch mittlerweile oft bei ihr, da sie vieles alleine nicht mehr schafft) und die Versuche , mit der Onkologin zu besprechen /etwas zu ändern, wurde von Onkologin im großen und ganzen immer abgelehnt (sowie ein Kampf).
Meine Mutter hatte ca. 3 jahre lang die besprochenen Medis inkl. Lenalidomid bekommen. Mittlerweile erhält sie nur noch Daratumumab mit Kortison , früher mit und den entsprechenden Antihistaminika und Hammerschmerzmitteln. Da konnte ich aber durchsetzen, diese "Nebenmedikamente" abzusetzen, da es meiner Mutter gar nicht gut ging und ich das so sehe, dass die jahrelange Medikamenteinnahme den Körper von innen heraus zerstört 8auch den Darm etc).
Meine Mutter ist nicht leicht zu überzeugen, da sie immer annahm, alles was die Ärztin sagt, ist das Beste. Nun nimmt sie jedoch seit etwas über 1 Jahr wie schon gesagt keine Antibiotika, orales Kortison etc . nicht mehr. Die Ärztin sagte damals, dass meine Mutter diese Medis aufgrund des sehr niedrigen Immunsystems auf keinen Fall absetzen darf. Da es sonst zu Infektionen (und ggf. Tod) führt.
Vielleicht hat deine Mutter ein besseres Immunsystem , höhere/normale Leukozyten und bessere Immunglobulinwerte? (Meine Mutter bekommt mittlerweile 1x im Monat Immunglobuline, da die Werte sehr niedrig sind). Auch denke ich, ist die Ausgangssituation eine andere, da bei meiner Mutter vor bald 5 Jahren das MM im Endstadium entdeckt wurde (3a-b), und sie damals dadurch bereits ein sehr schwaches Immunsystem hatte, welches ja durch die Medis künstlich unten gehalten wird sowie zahlreiche Knochenbrüche, eingebrochene Wirbel, Bestrahlungen bekam, wahnsinnige Knochenschmerzen hatte und hat, so dass sie lange Zeit Fentanyl (wirkt 50-100 Mal stärker als Morphium) nehmen musste etc. Ohne Schmerzmittel wird es nicht mehr gehen. Sie hat nun mittlerweile auch eine Spinalkanalstenose, starke Polyneuroppathie durch die Medikamente, Gangunsicherheit durch Polyneuropathie, das ganze Skelett ist zusätzlich quasi verzogen (durch die Brüche) und geht am Rollator. Sowie mittlerweile auch große Gedächtnisprobleme.
Von daher würde sie natürlich geren wissen, wie es anderen geht, bei denen vor Jahren die Diagnose erst im Stadium 3a-b entdeckt wurde): Zusätzlich gehe ich davon aus, dass ein alter durch die Behandlung sehr viel mehr mitgenommen wird.
Seit neuestem (wurde auch stets abgelehnt) erhält meine Mutter nun Daratummab subkutan und wird nun vermutlich auch das monatliche "Begleit"- Kortison absetzten, da es als Langzeiteinnahme schwere Nebenwirkungen auf Knochen, Muskelabbau, Gehirn etc. hat. Ich denke, etwas zu spät, aber hoffentlcih sind einige Schäden noch etwas reversibel. (zuvor Daratumumab als Infusion ist wohl nur mit Kortison möglich und nicht zu umgehen).
LG
Najana