Vielleicht gibt es auf der Station eine Patientenküche? Da kann man dann Wasser kochen soviel man will und muss nichts mit in die Klinik schleppen.
Bei uns wurde das vor fünf Jahren noch alles ganz streng gehandhabt, da gab es sogar ganz eigenes Wasser, in Flaschen, das nur für die Isolierstation abgefüllt wurde. Wenn ich für meinen Mann in der Wohnung Tee gekocht habe, musste ich das normale Wasser mindestens 5 Minuten lang kochen, normal im Topf, keinesfalls in einem Wasserkocher. Brot oder Semmeln durften nur von exakt dem gleichen Tag sein, oder scheibenweise am Backtag eingefroren und jeden Tag neu aufgetaut werden. Das frisch gekochte Mittagessen musste ich auf der Station noch mal in der Mikrowelle gründlich durcherhitzen. Es durften keine alten Sachen mitgenommen werden, alles sollte neu oder frisch gewaschen bzw. desinfiziert sein. Wenn etwas auf den Boden fiel, sollte man es mit Handschuhe aufheben und desinfizieren. Fenster waren nicht zu öffnen, es gab also keinerlei Frischluft. Man musste jegliches frische Obst und Gemüse vor Verzehr schälen, die Schwester von der Brückenpflege (oder wie die Schwestern heißen, die einem erklären was an Lebensmitteln erlaubt ist oder nicht), wollte mir sogar verbieten frisches, geschältes Gemüse mitzubringen, weil man das mit einem Sparschäler schälen muss und die wären angeblich immer mit Keimen verseucht.
Ich glaube seitdem hat sich eine Menge verändert, oder?
LG
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.