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Sevil_Ffm antwortete auf ASCO 2024
15 Juni 2024 06:30
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    17 Juli 2023
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Während der Präsentation der Sequenzierung wurde erwähnt, dass ein ASCO-Lehrbuch veröffentlicht werden würde. Jetzt ist es veröffentlicht. Als Patienten können wir nicht alles verstehen. Wenn ich 10-20 % verstehe und wenn es mir bei meinen Gesprächen mit meiner Ärztin hilft, bin ich zufrieden.

ascopubs-org.translate.goog/doi/10.1200/...en-US&_x_tr_pto=wapp

Sevil_Ffm antwortete auf ASCO 2024
11 Juni 2024 09:32
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Zum Thema MRD habe ich in den letzten Monaten und auch während der ASCO viel gehört. Wir werden noch viel hören.

Vielleicht ein paar Punkte, die ich als Patientin wichtig fand.

- In Zukunft wird es hoffentlich sehr empfindliche MRD-Tests aus Blut und nicht aus Knochenmark geben.

- Eine einfache Blutentnahme ist kostengünstiger als eine CT oder eine Knochenmarkbiopsie.

-Durch den Einsatz von MRD in klinischen Studien können diese verkürzt werden. Patienten leben heute viel länger. Das Warten auf das PFS, um ein Medikament zu evaluieren, würde zu sehr langen klinischen Studien führen. Das ist übrigens auch ein Grund, warum Hochrisikopatienten für klinische Studien wichtig werden. Wir erleiden schneller einen Rückfall.

- Die MRD-Methodik und das Wissen über MM werden bei soliden Tumoren angewendet. Der starke Fokus auf MRD bedeutet, dass wir bald weitere Innovationen sehen werden.

- Nicht jeder möchte seinen MRD-Status wissen

Sevil_Ffm antwortete auf ASCO 2024
11 Juni 2024 09:08
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    17 Juli 2023
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“MRD2STOP: Discontinuation of maintenance therapy in MM guided by Multimodal Measurable Residual Disease Negativity”

“MRD2STOP: Absetzen der Erhaltungstherapie bei MM unter Berücksichtigung der multimodalen messbaren Restkrankheit Negativität “

Benjamin A. Derman (Universität von Chicago, USA)

MRD-Negativität steht in starkem Zusammenhang mit einer verbesserten Prognose beim Myelom

MRD < 10 (-6) (<1 klonale Zelle innerhalb einer Million Zellen) ist mit einer besseren Prognose verbunden als weniger empfindliche Grenzenwerte. Bei einigen Patienten kommt es jedoch selbst bei tiefster MRD-Negativität zu einer Progression der Erkrankung (Studien: IFM-2009, GEM2012MENOS65/GEM2014MAIN)

Eine Erhaltungstherapie kann eine MRD-positive Erkrankung in eine MRD-negative umwandeln UND diese erhalten.
Ausgangswert nach ASZT 55,4%
1 Jahr später 72,6 %
2 Jahre später 72,1 %

ABER…
- die Erhaltungstherapie (Lenolidamid) hat kein festgelegtes Enddatum
- Kann die Lebensqualität beeinträchtigen (Nebenwirkungen)
- Wird mit sekundären Krebserkrankungen in Verbindung gebracht
- Verursacht finanzielle Toxizität (immer noch teuer in den USA)

MRD2STOP verwendet prospektiv MRD-Negativität als Richtwert für die Beendigung der MM-Erhaltungstherapie

Eine multimodale MRD < 10 (-6) geleitete Absetzung führte zu einer niedrigen Rate an Krankheitsprogression und/oder MRD-Wiederauftreten innerhalb von 3 Jahren nach Absetzen der Therapie

Dr Derman und Kollegen stellten die Hypothese auf, dass Patienten mit einer MRD < 10 (-7) eine geringere Rate an Rückfall der Krankheit aufweisen würden.

* 47 Patienten (7 davon MRD (-6) negativ, MRD (-7) positiv)
* Median 30 Monate Beobachtung
* 36 kein Rückfall, MRD < 10 (-6) erhalten
* 11 Rückfall (5) und/oder MRD > 10 (-6) (6)

Fazit:
- Das Absetzen der Erhaltungstherapie bei Patienten mit MM und einer multimodalen MRD < 10 (-6) führte zu einer niedrigen Rate von Krankheitsprogression und/oder MRD-Wiederauftreten innerhalb von 3 Jahren nach Absetzen der Therapie.
- CD138+ Selektion von Knochenmarkaspirat wurde erfolgreich eingesetzt, um eine Sensitivität von 10 (-7) zu erreichen.
- Mit MRD < 10 (-7) (+) wurden Patienten mit hohem Risiko für ein Wiederauftreten der MRD oder ein klinisches Fortschreiten der Erkrankung nach Absetzen der Behandlung besser identifiziert.
- Ein MRD-gesteuerter Abbruch der Erhaltungstherapie kann zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu Kosteneinsparungen führen.

Sevil_Ffm antwortete auf ASCO 2024
08 Juni 2024 17:23
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Ich denke ja, aber ich habe dazu im Moment keine Information. Es gibt einige „basic science“ Themen, die für alle Krebsarten oder die für alle Blutkrebsarten relevant sind. Vielleicht gehört dieses Thema dazu.

Etwas Ähnliches habe ich bei einem Stammtisch gefragt. Durch Medikamente oder verstärkte T-Zellen töten wir die bösen Plasmazellen ab, aber unser Körper produziert immer weiter diese Zellen. Ob es nicht möglich wäre, die Produktion dieser Krebszellen zu stoppen. Die Antwort war damals nein.

Ich denke es ist eine gute Frage für die Würzburg und Heidelberg Teams.

miregal antwortete auf ASCO 2024
08 Juni 2024 14:35
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    17 Mai 2019
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Gibt es eigentlich Fortschritte in der Ursachenforschung, z.B. in welchen Nischen Myelomzellen überleben und wo die Myelomzelle 0 entstand?

Sevil_Ffm antwortete auf ASCO 2024
07 Juni 2024 13:14 - 07 Juni 2024 17:20
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3. SEQUENZIERUNG DER IMMUNTHERAPIE

Leider gibt es Rückfälle nach CAR-T und bsABs. Deswegen ist es wichtig zu verstehen wie die Sequenzierung der T-Zell Therapien bei MM funktionieren kann.

A. Rückfall nach CAR-T
PFS (12-36 Monate) für zugelassene CAR-Ts. Therapiepause bis zum Rückfall. Eine sofortige Reinfusion desselben CAR-T Produkts ist nicht wirksam, ein Wechsel zu einem anderen Anti-BCMA-CAR-T ist möglich.
Der Zeitpunkt der nächsten CAR-T nach vorheriger BCMA-Therapie ist wichtig – längere Intervalle sind besser. Eine stark proliferierte Krankheit spricht weniger auf die 2. CAR-T an.
Die Patienten bekommen auch Zytopenien. In diesem Fall ist ASZT eine gute Option.
Da diese Patienten eine Zeit lang keine Therapien erhalten haben, kommt es zu einer geringeren Erschöpfung der T-Zellen. Deshalb funktionieren bsABs gut.

B. Rückfall nach bsABs
PFS (12 Monate) für zugelassene bsABs. Die Patienten sind kontinuierlich in Behandlung. Rezidive treten während der Behandlung auf. Zunehmender Antigenverlust, Mutation durch Selektionsdruck. Im Moment gibt es zwei Optionen für Antigen-Targeting - deswegen ise ein Wechsel möglich (BCMA, GPRC5D)
CAR-T ist möglich, wenn BCMA++ (kann sBCMA (lösliches BCMA) testen)
ASZT kann als Brücke zu CAR-T oder bsAB dienen.
Immunumgebung - regulatorische T-Zellen können Resistenzen verursachen (Auswirkungen auf Kombinationstherapie in der Zukunft).

Er berichtete über eine Studie über „Interventionen und Ergebnisse bei Patienten mit multiplem Myelom, die eine Salvage-Therapie nach BCMA-gerichteter CAR T-Therapie erhalten.
ashpublications.org/blood/article/141/7/...mes-of-patients-with

Sie untersuchten 79 von 140 Patienten, die nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Behandlung einen Rückfall erlitten hatten. Bei 35 Patienten, die anschließend eine T-Zell-Therapie (CAR T oder bispezifischer Antikörper) erhielten, lag die Ansprechrate bei 91,4 % und das mediane Gesamtüberleben wurde nicht erreicht. Die Patienten, die eine autologe/allo-Stammzelltransplantation erhielten, erreichten ein Gesamtüberlebensdauer von 23,2 Monaten. Bei den Patienten, die Doppel- oder Dreifachtherapien erhielten, war die PFS mit 3,5 Monaten jedoch nicht so gut.

Er berichtete über einige weitere Studien, darunter:
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38429087/

Dies zeigt auch, dass CAR-T und bispezifische Präparate wieder die beste Leistung erbringen.

bsAB Therapie nach CAR-T ist erfolgreich. Sowohl Teclistamab als auch Elranatamab zeigten >50 % ORR nach vorherigem BCMA-CAR-T.

Was ist mit Patienten, bei denen bsABs versagen? Auch hier schnitten Patienten, die weitere CAR-T und bispezifische Präparate erhielten, im Vergleich zu Menschen, die eine Chemotherapie erhielten, viel besser ab.

Jetzt werden bispezifische Substanzen kombiniert … z. B. Tal+Dara in TRIMM 2 oder Tal+Tec oder Tal+Pom. Beeindruckende Reaktionsraten. Besser als nur Tal. Dara reduziert T-Reg-Zellen. Durch die Reduzierung des Resistenzmechanismus wird die Dauerhaftigkeit der Reaktion erhöht.

Resistenzmechanismen gegen T-Zell Therapien:
Wenn CAR-T funktioniert, erhalten wir eine gute Tumorantigenerkennung, CAR-T-Zellaktivierung und Aktivierung der Tumormikroumgebung. Wenn CAR-T versagt, haben wir einen Antigenverlust, der durch den Wechsel zu einem anderen Antigen oder die Verabreichung einer Kombinationstherapie, z. B. eines zweiten bispezifischen Wirkstoffs, überwunden werden kann. Wenn die CAR-T-Zellen erschöpft sind, können wir den Zeitpunkt der Therapie verschieben, autologe Stammzellen verabreichen oder in Zukunft neuere Checkpoint-Inhibitoren einsetzen, die ebenfalls eingesetzt werden könnten. Um die immunsupprimierende Tumorumgebung zu überwinden, könnten wir Daratumumab, Chemotherapie oder neuere Therapien verwenden.

Fazit:
* Optimismus bei der Sequenzierungstherapie
* Das Versagen eines bispezifischen Antikörpers oder CAR-T schließt eine Reaktion auf einen anderen nicht aus
* CAR-T-Rettung durch bispezifische Antikörper ist im Allgemeinen erfolgreicher als umgekehrt
* Resistenzmechanismen sind wichtig. Antigenexpression prüfen – lösliches BCMA kann ein Ersatz sein. Wiederholter Selektionsdruck durch bispezifische Antikörper kann zu mehr Antigenverlust führen
* Timing und T-Zell-Fitness sind wichtig. T-Zell "Ruhe" verbessert Fitness. Rezidiv nach kurzer Zeit kann auf aggressivere Krankheit hinweisen. ASZT kann Patienten retten und möglicherweise eine Brücke zur nächsten T-Zell-Umleitungstherapie bilden
* Klinische Merkmale bleiben für die Entscheidungsfindung wichtig – Gebrechlichkeit, Krankheitstempo, Infektionsrisiko usw.
* Kombinationstherapie wird die Ergebnisse in Zukunft wahrscheinlich verbessern

Meiner Meinung nach... ist die Sequenzierung nicht festgelegt. Da jeder Patient MM anders erlebt, werden unsere Ärzte auch individuelle Entscheidungen für uns treffen. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, was z.B. ein Antigenverlust ist. Die Myelomzellen können ohne BCMA-Protein weiter leben. Die T-Zellen können die Myelomzellen dann nicht erkennen und abtöten. Wenn also Teclistamab (Anti-BCMA) nicht wirkt, dann könnte Talquetamab (Anti-GPRC5D) wirken. Bei einer Freundin von mir war das der Fall. Im Nachhinein verstehe ich es jetzt.

Dr. Parekh arbeitet bei einem Forschungsinstitut, wo man testen kann, ob die Myelomzellen noch BCMA haben oder nicht. Dr. Mohan arbeitet in der klinischen Praxis, wo dies nicht möglich ist. Therapieentscheidungen werden auch durch solche Tests beeinflusst.

2/2
Letzte Änderung: 07 Juni 2024 17:20 von Sevil_Ffm.