Der Impfplan wird individuell angepasst, je nach weiterer Therapie, Erhaltung, Konsolidierung, unterliegt aber einem Schema.
Nach 3 Monaten kann grundsätzlich mit den Impfungen begonnen werden, Pneumokokken, FSME, Grippe, Covid, Herpes zoster. Grippe soll 2x geimpft werden, erst mit dem verstärkten 3 Fach Impfstoff, frühestens einen Monat später mit dem 4 Fach Impfstoff, zur Grippesaison, also Ende Oktober die erste und vor Weihnachten die zweite Impfung.
Der Herprs zoster Impfstoff (inaktiviert) schützt auch vor Windpocken, wenn man seronegativ ist, das ist allerdings off label. Windpocken Kann erst nach 24 Monaten geimpft werden, da es ein Lebendimpfstoff ist.
Nach 6 Monaten Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Polio, HiB, Hepatitis A und B, Meningokokken.
Die Lebendimpfstoffe Masern, Mumps, Röteln können erst nach 24 Monaten verabreicht werden, da das Immunsystem erst dann ausgereift ist und ansonsten es zu einem krankheitsähnlichem Verlauf kommen würde.
So steht es in den Impfempfehlungen für MM Patienten nach HSZT von Univ. - Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt von der Med Uni Wien (Stand 2019). Ich werde im April beginnen und kann dann berichten, wie sich der Impfplan und die Titer-Kontrollen bei mir gestaltet haben. Ich denke, bei Varizellen und Herpes zoster gibt es Änderungen und zumindest Fiskussionsbedarf. Das ganze Programm kostet etwa 1.000 Euro und kann in Österreich zur Rückerstattung unter dem Titel "Vorgezogene Krankenbehandlung" eingereicht werden.
Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass der Impfstatus der im Haushalt lebenden Personen und im beruflichen sowie privaten Kontaktbereich wichtig ist, was was bei einer impfmüden, teils wissenschaftsfeindlichen Gesellschaft immer schwieriger wird.
Johannes