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ChrisMUC antwortete auf Recovery
08 Okt. 2023 16:50
  • ChrisMUC
  • Offline
  • 11 Beiträge seit
    16 März 2023
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Vielen Dank, dass Du Deine Gedanken teilst. Ich kenne das leider nur zu gut und befinde mich im absoluten Ausnahmezustand und muss dringend zusehen, dass ich wieder klarkomme. Dauernd Kopfschmerzen, leichter Schwindel und Tinitus. Hoffe, dass ich bald einen guten Therapeuten finde, mit dem ich an mir arbeiten kann. Nochmals danke für Deinen Beitrag.

Niki antwortete auf Recovery
20 Aug. 2023 12:57
  • Niki
  • Offline
  • 58 Beiträge seit
    25 August 2019
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Herzlichen Dank für diesen weisen Beitrag!

Recovery wurde erstellt von MyelomaTrier
20 Aug. 2023 08:59 - 20 Aug. 2023 09:10
  • MyelomaTrier
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
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Voller Dankbarkeit blicke ich nun auf sechs Jahre in kompletter Remission zurück und fühle mich privilegiert angesichts eines vergleichsweise milden Krankheitsverlaufes. Ich hoffe, die Lage bleibt so stabil. Eine Erfahrung möchte ich mit euch teilen: So ziemlich alles rund um die Erkrankung war bei mir mit einer überwältigenden Dichte an negativen emotionalen Zuständen verbunden. Es brauchte mehrere Jahre, um mir dessen bewusst zu werden und mich davon zu erholen. Ich spreche von Trauma. Über viele Monate hinweg war der ganze Organismus in einer Notlage und das hinterlässt Spuren auf ganz vielen Ebenen. Mir hat es gut getan, mich im Anschluss an die Behandlung gezielt um meine Erholung zu kümmern - seelisch und körperlich (wobei es vermutlich nicht sinnvoll ist, diese beiden Perspektiven zu trennen, aber das ist ein anderes Thema).
Im Anschluss an die belastende und langwierige Therapie wollte ich zunächst einfach "in Ruhe gelassen" werden und habe diesem Bedürfnis auch viel Zeit gegeben. Danach bin ich aber wieder in Bewegung gekommen und habe angefangen, gesund zu werden (also nicht nur nicht mehr krank zu sein). Auch hier gehöre ich zu den privilegierten PatientInnen, konnte Arbeitszeit reduzieren und mir dennoch Urlaub am Meer, Osteopathie, Faszienbehandlung, hochwertige Ernährung, Bewegungstherapie und Darmsanierung leisten, was meinem Körper unendlich gut gaten hat. Jahrelang anhaltende Neben-/Folgewirkungen haben sich überraschend deutlich verbessert. Spaziergänge in der Natur, Yoga/Meditation und Kampfsport fanden wieder Platz im Wochenverlauf. Sehr wichtig war auch die Verbundenheit mit anderen Menschen, die beim Thema Krebs nicht die Schlappen verlieren, Krankheit und Tod nicht reflexartig vor sich her schieben. Der traumasensible Umgang mit mir selbst hat mir geholfen, meine Lebensqualität nochmals zu verbessern. Soweit das Wort zu diesem Sonntag.
Letzte Änderung: 20 Aug. 2023 09:10 von MyelomaTrier.