Hallo Manuela,
ich lese gerade deinen Hilferuf- du hast ja offenbar 1000 Fragen u. Probleme, wie man an deinen Beiträgen sieht. Viele hier haben vermutlich "Sommerpause", einigen geht es gut und schauen hier kaum rein, so dass die Antworten nicht so prasseln wie sonst oft.
Also: Zunächst muss ich dir sagen, dass du recht locker (verdrängend?) mit deiner Krankheit umgehst, wenn du keine Werte kennst u. nicht weißt was von Bedeutung ist!!! Du bist doch kein Neuling u. hast offenbar eine Menge krankheitsbedingte Probleme. Laborwerte lässt man sich jedesmal aushändigen, genau wie alle anderen Befunde. Was von der Norm abweicht u. was man nicht versteht lässt man sich zeitnah erklären. In erster Linie ist dafür dein Arzt zuständig.
Es kann gut sein, dass für einen Onko "alles bestens" ist, du als Patient aber sehr leidest weil es dir schlecht geht, du Schmerzen hast, du Angst hast u/o depressiv bist. So schätze ich deine Situation ein. Es kann gut sein, dass deine Probleme- teilweise zumindest- vom Velcade kommen, das du ja dauerhaft bekommst. Das Mittel kann (muss nicht) schwere Depressionen auslösen! Müdigkeit usw. passen auch dazu. Deine Schmerzen sollte man ergründen, Ganzkörper CT? Onkos sind nach meiner Erfahrung auch nicht die Fachleute für Knochenschmerzen, da brauchst du einen Orthopäden, wenn die Ursache feststeht am besten einen Schmertherapeuten! Leider stimmen gute Laborwerte nicht unbedingt mit Wohlbefinden überein. Onkos achten auf die Blutwerte, die IGs, die Gammazacke, die Leichtketten Kappas u. Lambdas, die Nierenwerte, das Gesamteiweiß, Kalzium- das sind die relevanten das MM betreffend (natürlich sind es noch mehr). HB Wert, Leukos usw. werden jedesmal sofort festgestellt, bevor du die Spritze bekommst. Das Andere kommt ins Labor u. meist 2 T später die Ergebnisse. Dann rufe ich an u. lass mir alles per Mail schicken. Ich habe mir selbst eine Excel- Tabelle gemacht, da habe ich alles im Blick, jede Veränderung. Ich habe meinerseits schon meine Ärztin auf steigende Werte hingewiesen, die sie nicht bemerkt hatte! Es sind auch einige Werte die durch die Behandlung schlechter werden, dadurch kann man sich auch schlechter fühlen. Wenn du weißt wie bedenklich oder wie stabil deine Werte sind, kannst du mit deiner Onko verhandeln, ob du wirklich dauerhaft Velcade brauchst. Es ist manchmal auch ein Ausprobieren, so genau kenne ich deinen Fall nicht.
Manuela, bei Diagnosestellung hatten wir vermutlich alle keine Ahnung. Aber das Wissen kann- ich meine muss- man sich aneignen. Es ist deine Krankheit, dein Leben, und mit Nichtwissen u. Nichtkümmern bist du in die jetzige Situation geraten! Ich rate dir dringend ,in deinem Interesse, deine Strategie zu ändern!
Du findest auch eine Menge Info- Broschüren hier, die sollte man schon gelesen haben!
Hoffentlich nimmst du mir meine Direktheit nicht übel, es ist halt meine Sicht.
ICH BIN MEDIZINISCHER LEIE, NUR EINE GUT INFORMIERTE PATIENTIN UND SCHREIBE MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG/ ERFAHRUNG!
L.G.
Undine