Mein lieber Rudi,
auf ein neues. Hatte grad ne super lange Antwort geschrieben und dann kackt mein Internet ab, toll.
Ich wollte dir eigentlich nur sagen wie sehr ich dich bewundere, wie gut du das alles wegsteckst. Leider bist du ja noch nicht mal richtig zuhause, um dich psycho onkologisch aufbauen zu lassen ( 2dicke Hundeschmatzis an dieser Stelle;-).
Du beschreibst sehr gut meine grösste Angst. Ich fürchte mich weniger vor Schmerzen oder Medis, aber diesem Apparat ausgeliefert zu sein, das macht mich ganz kirre. Nicht mehr selbst entscheiden zu können, wo ich mich aufhalte, wo ne Nadel gesetzt wird, wo ein Schlauch eingeführt wird usw. diese Vorstellung macht mir Angst. Mein Leben ganz aus meinen Händen geben zu müssen, fremd bestimmt zu werden, jemand anderen so vertrauen zu müssen stell ich mir heftigst vor.
Wie gehts denn bei dir weiter nach Tag 21? Wieder stationär? Fährst du zwischendurch mal nachhause?
Auf alle Fälle schicke ich dir ein wenig Freiheit für die Seele und den Kopf, damit du die Nase in den zu erwartenden Sommer stecken kannst.
Küsschen und auf bald deine Marion
Kopf hoch, Nase in den Wind
Das Leben stinkt
Sterben kann gar nicht so schlimm sein, sonst täten es nicht so viele