Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Margret Winkler" am 4. Juni 2009 um 09:43 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Sabine" geschrieben am 3. Juni 2009 um 09:45 Uhr.
Liebe Sabine,
ich hatte gestern eine Antwort vorbereitet, aber der APMM-Server hat gestreikt und so konnte ich sie nicht einstellen. Inzwischen haben andere Fories schon das Meiste geklärt - daher hier nur 'kurz':
Dein Mann braucht
1.) zunächst mal eine ordentliche Schmerztherapie - die man leider in D nur bekommt, wenn man sie vehement einfordert. Schmerzen an sich sind ja nicht lebensbedrohlich - daher legen die Ärzte leider immer noch zu wenig Wert auf eine angemessene Therapie. Also hier bitte mit Nachruck dran bleiben.
2.) eine kompetente Versorgung seiner Wirbelbrüche und sonstigen Knochenschäden. Dazu sollte zusammen mit Orthopäden und Neurologen ein "Sanierungsplan" erarbeitet und dann abgearbeitet werden. Zuvor muss natürlich vom Gesamtzustand her überhaupt "Operationsreife" bestehen. Bitte darauf bestehen, nachfassen.
3.) einen Behandlungsplan für das MM. Gibt es diesen schon? Wenn nein, was hat bisher daran gehindert? Nachfassen, dranbleiben!
Zur Informationsbeschaffung:
Jeder Patient muss in D bei einer stationären Aufnahme angeben, wer sein nächster Angehöriger ist und wer worüber informiert werden darf/soll - oder eben nicht. Ich nehme an, dass dein Mann dabei dich und deine Adresse/Telefon etc. angegeben hat.
Vermutlich ist den Ärtzen aber eure sehr besondere Situation nicht klar. Daher empfehle ich dir dringend, dich direkt - am besten per mail (Nachweis!) - an Prof. Dr. Ho zu wenden. Schildere ihm bitte eindringlich eure besondere Lage, verlange einen für euch zuständigen festen Ansprechpartner und vereinbare mit diesem, wann, worüber und auch welchem Weg ihr euch austauscht bzw. Informationen übersendet. Eine geordnete Kommunikationsstruktur ist von entscheidender Bedeutung für euch! Das sollte per mail heutzutage alles problemlos möglich sein. Auch Kopien von Berichten, Befunden, Bilder etc. kann man dir als pdf per mail übersenden und du kannst sie dir drucken.
Generell scheint dein Mann in Heidelberg aber medizinisch in guten Händen zu sein - so zumindest viele andere Fories, die darüber berichteten. Aber auch in guten Temas gibt es immer mal einen, der ... na ja ... eben nicht gut funktioniert.
Ich kann mich hier nur KretaKater anschliessen. Auch ich stehe im Ruf, eine unbequeme (=unangenehme) Ehefrau zu sein. Das muss frau aushalten können... (schmunzel) Gib nicht auf, gibt nicht nach. Bleibe im Ton verbindlich und in der Sache hart. Du wirst damit Erfolg haben. Du schaffst das und wirst auf Ärzte treffen, mit denen man gut und vernünftig arbeiten kann.
Alles Gute und liebe Grüße,
Margret Winkler
www.klinikum.uni-heidelberg.de/AErztlich...ktor.9773.0.html?&L=