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archiv antwortete auf Informationspolitik
05 Juni 2009 16:21
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Sabine" am 5. Juni 2009 um 16:21 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Margret Winkler" geschrieben am 4. Juni 2009 um 09:43 Uhr.

Liebe Margret,

Deine Antwort ist "super" - soviel Präzision und Essenz pro Satz trifft man selten.
Dir und Euch anderen hilfsbereiten Antwortern danke ich von Herzen und ich gehe gestärkt, quasi mit Rückendeckung, ab sofort für unsere Informationen kämpfen.
CARPE DIEM!

archiv antwortete auf Informationspolitik
04 Juni 2009 12:28
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Maja" am 4. Juni 2009 um 12:28 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Margret Winkler" geschrieben am 4. Juni 2009 um 09:43 Uhr.

Wie immer eine ganz fantastische Antwort, liebe Margret! Was wäre dieses Forum ohne Dich! Das musste mal gesagt werden :)

Was das "Nerven" angeht: Ich bin ganz der Meinung, dass das eigentlich nicht nötig sein sollte. Leider sieht der Alltag manchmal anders aus. Unsere Erfahrung ist aber gewesen, dass die guten Ärzte (und wir haben ein paar davon getroffen) mit einem kompetenten Patienten bzw. Angehörigen gut umgehen können.

Liebe Sabine, ich wünsche Dir, dass Du Kraft und Möglichkeiten findest die von Margret aufgezeigten Schritte anzugehen. Damit seid ihr dann wirklich auf einem guten Weg.

Alles Gute

Maja

























archiv antwortete auf Informationspolitik
04 Juni 2009 09:43
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Margret Winkler" am 4. Juni 2009 um 09:43 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Sabine" geschrieben am 3. Juni 2009 um 09:45 Uhr.

Liebe Sabine,

ich hatte gestern eine Antwort vorbereitet, aber der APMM-Server hat gestreikt und so konnte ich sie nicht einstellen. Inzwischen haben andere Fories schon das Meiste geklärt - daher hier nur 'kurz':

Dein Mann braucht

1.) zunächst mal eine ordentliche Schmerztherapie - die man leider in D nur bekommt, wenn man sie vehement einfordert. Schmerzen an sich sind ja nicht lebensbedrohlich - daher legen die Ärzte leider immer noch zu wenig Wert auf eine angemessene Therapie. Also hier bitte mit Nachruck dran bleiben.

2.) eine kompetente Versorgung seiner Wirbelbrüche und sonstigen Knochenschäden. Dazu sollte zusammen mit Orthopäden und Neurologen ein "Sanierungsplan" erarbeitet und dann abgearbeitet werden. Zuvor muss natürlich vom Gesamtzustand her überhaupt "Operationsreife" bestehen. Bitte darauf bestehen, nachfassen.

3.) einen Behandlungsplan für das MM. Gibt es diesen schon? Wenn nein, was hat bisher daran gehindert? Nachfassen, dranbleiben!

Zur Informationsbeschaffung:

Jeder Patient muss in D bei einer stationären Aufnahme angeben, wer sein nächster Angehöriger ist und wer worüber informiert werden darf/soll - oder eben nicht. Ich nehme an, dass dein Mann dabei dich und deine Adresse/Telefon etc. angegeben hat.

Vermutlich ist den Ärtzen aber eure sehr besondere Situation nicht klar. Daher empfehle ich dir dringend, dich direkt - am besten per mail (Nachweis!) - an Prof. Dr. Ho zu wenden. Schildere ihm bitte eindringlich eure besondere Lage, verlange einen für euch zuständigen festen Ansprechpartner und vereinbare mit diesem, wann, worüber und auch welchem Weg ihr euch austauscht bzw. Informationen übersendet. Eine geordnete Kommunikationsstruktur ist von entscheidender Bedeutung für euch! Das sollte per mail heutzutage alles problemlos möglich sein. Auch Kopien von Berichten, Befunden, Bilder etc. kann man dir als pdf per mail übersenden und du kannst sie dir drucken.

Generell scheint dein Mann in Heidelberg aber medizinisch in guten Händen zu sein - so zumindest viele andere Fories, die darüber berichteten. Aber auch in guten Temas gibt es immer mal einen, der ... na ja ... eben nicht gut funktioniert.

Ich kann mich hier nur KretaKater anschliessen. Auch ich stehe im Ruf, eine unbequeme (=unangenehme) Ehefrau zu sein. Das muss frau aushalten können... (schmunzel) Gib nicht auf, gibt nicht nach. Bleibe im Ton verbindlich und in der Sache hart. Du wirst damit Erfolg haben. Du schaffst das und wirst auf Ärzte treffen, mit denen man gut und vernünftig arbeiten kann.

Alles Gute und liebe Grüße,
Margret Winkler







www.klinikum.uni-heidelberg.de/AErztlich...ktor.9773.0.html?&L=

archiv antwortete auf Informationspolitik
04 Juni 2009 09:22
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "KretaKater" am 4. Juni 2009 um 09:22 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Sabine" geschrieben am 3. Juni 2009 um 09:45 Uhr.

Liebe Sabine,

ich hab Deine Geschichte gelesen und mir blieb erst einmal die Luft weg. Ich kann Deine Hilflosigkeit geradezu mit Händen greifen. Ich habe das was Du gerade aus hunderten Kilometer Entfernung erleben musst genauso durchgemacht, nur mit dem Unterschied, dass ich direkt neben dem Bett meines Mannes stand. Auch ich habe geglaubt dieses Rollenspiel spielen zu können: mein Mann, das Opfer, und ich, die unbequeme fragende Ehefrau. Das endete damit, dass die Chefärzte mir aus dem Weg gegangen sind. Ich kann die Meinung einiger Schreiber hier absolut nicht teilen, dass man sozusagen NERVEN soll und muss um Informationen zu bekommen. Ich denke dass es Dir als Ehefrau nicht noch zusätzlich aufgeladen werden kann, eigentlich MUSS die Information von den Behandlern selber kommen, eine Selbstverständlichkeit. Diese Art der Kommunikation kann man wohl erwarten, sie leben ja auch nicht schlecht davon. Und ich muss vermuten, dass Dein Mann hier ja auch noch als Selbstzahler eingerückt ist.

Mich macht das nur wütend, was Dir natürlich nicht hilft. Ich konnte mit viel Kraft nur etwas bewirken, weil ich vor Ort war und dauernd auf die Nerven gegangen bin. Glaub mir - eine richtig undankbare Rolle, und einen Oscar bekommt man dafür nicht. Dafür habe ich und uns die nötige Kompetenz erarbeitet, etwas was von angeblich modernen Ärzten ja immer blumig gefordert wird - die Patientenkompetenz. Aber wehe Du widersprichst ganz kompetent und bist nicht mehr der Nur-Fragende :-(

Was die AKTE anbelangt, natürlich müssen sie das "offizielle" Einverständnis Deines Mannes haben, dass sie die Daten an Dich weitergeben. Mit ein wenig gutem Willen dürfte das aber leicht zu bewerkstelligen sein. Und da Du nicht selbst in Heidelberg sein kannst, könntest Du dann auch jemanden vor Ort beauftragen, der sich darum kümmert. Allerdings hast Du damit ja noch nichts wirklich in den Händen und Deinem Mann hilft es auch nicht. Wenn ich richtig verstanden habe, kommt bei Dir Unsicherheit über die Therapie auf, da könnte nur eine Zweitmeinung helfen, zB. bei Prof. Einsele in Würzburg.

Lass Dich auf jeden Fall nicht abspeisen und vor allem: lass Dich nicht beeindrucken von angeblichen Superspezialisten. Das war auch bei meinem Mann das Problem, eben weil der behandelnde Prof. so ein toller Spezialist sei, haben wir zu viel vertraut und zu wenig gefragt.

Ich glaube auch dass Du bei der Suche nach der richtigen Behandlung eher in Wien fündig wirst. Und das läge schon mal beträchtlich näher zu eurem Lebensmittelpunkt in Südungarn. Mach es Dir und Deinem Mann etwas leichter, oft liegen die Lösungen viel näher als man glaubt.

Ich wünsche Dir und Deinem Mann von Herzen alles alles Gute, auch dass ihr das alles wirtschaftlich gut übersteht.

Liebe Grüße
Britta

archiv antwortete auf Informationspolitik
04 Juni 2009 08:42
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Andreas Raj." am 4. Juni 2009 um 08:42 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Sabine" geschrieben am 4. Juni 2009 um 08:09 Uhr.

Liebe Sabine,

so, die technischen Probleme mit dem Forum-Server scheinen überwunden, darum kann ich Dir jetzt wieder über das Forum antworten.

Ich kenne es nur so, dass man Kopien ausgehändigt bekommt und man nicht selber kopieren muss.

Zum Vorgehen: Vielleicht ist es hilfreich, wenn Dein Mann gegenüber den Ärzten und dem Plegepersonal mal ganz klar und deutlich sagt, dass Du die organisatorischen Dinge telefonisch für ihn regelst. Dann fassen sie hoffentlich mehr Vertrauen zu Dir. (Eine gute Gelegenheit für so eine Aussage ist z.B. die Visite.)

Liebe Grüße

Andreas

archiv antwortete auf Informationspolitik
04 Juni 2009 08:09
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Sabine" am 4. Juni 2009 um 08:09 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Maja" geschrieben am 3. Juni 2009 um 18:59 Uhr.


Liebe Maja und Beantwortern meiner Fragen, die aus technischen Gründen nicht über das Forum schreiben konnten: Danke von Herzen für Eure Antworten. Ich werde danach handeln und mich mehr präsent machen, im positiven Sinne "lästig" sein. Konkret: Wie kann ich an die Krankenakte meines Mannes kommen? Kann ich eine Kopie verlangen und von wem? Oder muss ich die Kopien selbst herstellen nachdem man mir die Krankenakte ausgeliehen hat(was ich mir nur schwerlich vorstellen kann)? Wenn ich kein Klinikpersonal mit den Kopien beauftragen kann und darf, bleibt ja nur übrig dass sich ein/e Angehörige/r ans Kopieren macht - Wo? Kann man das in der Klinik? Und, in unseremn Falle könnte ich höchstens meine Freundin, die 120km weg von Heidelberg wohnt, bitten für uns die Kopien zu machen - aber: bekommt sie denn überhaupt die Akte ausgehändigt? Man wollte selbst mir als Ehefrau und aktive Kontaktperson seit Februar 09 dieser Tage keine Antwort geben von Seiten der Ärzte - man müsse erst meinen Mann fragen ob man mir Auskunft geben darf!
Dir Maja noch mein Beileid zum Tode deiner Mutter. Ich wünsche Allen einen schönen Tag und Kraft.