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Landos antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
06 Juli 2020 21:49
  • Landos
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    29 Juni 2020
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Hallo Marianne,
Viele Therapeuten bieten jetzt in der corona Zeit telefonische und online Beratung an.
Meine Krankenkasse bietet auch ein online Programm zu Krebs und psychologischer Beratung an, vielleicht macht es auch deine Krankenkasse.
Habe mir heute einen Termin in der Praxis für integrative Medizin und Naturheilkunde im Klinikum Bamberg geben lassen. Mein onkologe befürwortet es, leider muss man es selber zahlen. Werde aber mal bei der Krankenkasse nachfragen ob sie einen Zuschuss gibt.
Ich hoffe sie können was gegen meine Nebenwirkungen tun.

Alles gute
Marion

Marianne antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
06 Juli 2020 20:14
  • Marianne
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    31 Juli 2026
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Liebe Marion, liebe Kundry,

ich habe mich sehr, sehr gefreut über Eure Nachfrage wegen meinem Befinden!
Tja, was soll ich sagen - es nimmt einfach kein Ende mit der Krankheit, der Verzweiflung, den Schmerzen und den Therapien (wobei es ein Glück ist, daß es so gute Behandlungsmethoden gibt) und den daraus resultierenden Nebenwirkungen und der Psycho-Belastung.
Gerade hat für mich wieder eine Daratumumab Monotherapie begonnen - Dexa natürlich dazu. Je älter ich werde desto mehr Nebenwirkungen treten auf. Hoffentlich halte ich durch. Antidepessiva vertrage ich nicht. Gut, daß Du es nehmen kannst, Kundry!
Eine Erhaltungstherapie hatte ich nie.
Ich finde Euch zwei total tapfer. Ich hoffe, daß Ihr Menschen habt, die das alles mit Euch tragen. Ich habe zum Glück noch meinen Mann. Meine erwachsenen Kinder bringen sich leider nicht so ein.
Wir müssen jeden Tag suchen, wo wir ein bißchen Freude finden. Das ist so wichtig - aber manchmal sehr schwer, wenn alles grau in grau erscheint.
Kundry, ein Lebenssinn ist in unserer Situation nicht leicht zu finden. Mir hilft es, jeden Tag einfach zu leben wie er kommt. Apropros Singen: Letzte Nacht, als ich nicht schlafen konnte, bin ich auf den Balkon gegangen und habe laut gesungen. Das war schön. Leider fand sich niemand, der mitgesungen hat.Nur der runde Vollmond stand am Himmel und hat dem Gesang gelauscht.
Weinen tue ich auch oft. Ich fühle mich danach oft erleichtert. Das ist keine Schwäche sondern total normal in unserer Lage.

Das Buch von Cristina Brode habe ich mir heute sofort bestellt. Ich liebe solche hilfreichen Bücher . Danke für den Tipp, Marion.

Ich wünsche Euch viel Kraft, alles Gute für Euer Befinden und immer, immer wieder eine gute Portion Lebensfreude!

Liebe Grüße
Marianne

Kundry antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
05 Juli 2020 18:00
  • Kundry
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    31 Juli 2026
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Hallo Marion, hallo Marianne,

gegenwärtig leide ich unter einer generalisierten Angststörung. Und durch eine schwere psychische Erkrankung vor langer Zeit bin ich leicht behindert. Ich nehme Duloxetin. Danke für den Hinweis auf C. Brode! Suche auch nach einem Lebenssinn. Bekomme Ergotherapie und Physiotherapie und zur Zeit eine ambulante psychiatrische Betreuung. Was das Myelom angeht, bin ich nach der Hochdosischemo jetzt in der Erhaltungstherapie, also von daher merke ich körperlich außer leicht reduzierter Kraft und Müdigkeit nichts. Mir hilft Musik und Bewegung. Ich versuche aus der Doppeldiagnose, Krebserkrankung und psychiatrische Erkrankung irgendwie das Beste zu machen.

Liebe Grüße
Kundry

Landos antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
05 Juli 2020 14:47
  • Landos
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    29 Juni 2020
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Hallo Marianne,
Wie gehts dir denn.
Mir geht es auch oft nicht gut und ich muss weinen. Habe vor dem MM Unter einer angsstörung gelitten und wurde natürlich durch die Erkrankung verstärkt. Bin dann vor der hochdosis Therapie 4 Wochen stationär in eine Klinik für Psychosomatik. Nehme ein antidepressiva
Und was zum schlafen.. lese gerade das Buch von Kristina brode ist sehr interessant. Es gibt auch von ihr ein interessantes Interview auf you Tube , sie ist Psycho onkologin.

Liebe Grüße
Marion.

Marianne antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
21 Mai 2020 16:43
  • Marianne
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    31 Juli 2026
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Liebe Undine, liebe Ma,

danke für eure Antworten mit so vielen Anregungen und danke für eure Empathie!!
Vieles habe ich schon ausprobiert: Aku bei unserer Bad Homburger "Aku-Päpstin",(es hat gar nichts bewirkt).Ich habe es übrigens mehrfach probiert. Bei Meditation o.ä. habe ich 3x soviel Schmerzen wie vorher, weil ich mich so auf meinen Körper und die Schmerzen konzentriere. Ich bin der Typ, dem es besser geht bei Ablenkung: Spaziergänge, Rätsel-Lösen, leichte Hausarbeit und soziale Kontakte.Meine größte Freude sind meine Enkel.
Von meiner Psychotherapeutin bin ich enttäuscht. Ich habe schon erwartet, daß ich nach über einem Jahr Therapie nicht wieder so "absacke". Aber ein Wechsel ist sehr schwierig. Es gibt hier im Ort 2 total überlaufene Onko-Therapeuten, die außerdem nur Privatpatienten nehmen.
Meine Onko-Praxis ist in Ffm. und bietet höchstens eine Psycho-Beratung an. S0 isses!
Da heißt es nur weiter suchen und weiter kämpfen. Nächste Woche ist wieder Labor und dann Befund. Manchmal kann einem schon "das Herz in die Hose rutschen"!

Meine Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind z.Zt. etwas besser. Wie ich diese psychosomatischen Symptome kenne - ewig mache ich damit rum. Und dann immer die Überlegungen: ist das psychisch oder hat es physische Gründe. Das kostet echt Energie.
Über Cannabis werde ich mal mit meinem Onko sprechen.

Ich melde mich wieder !

Euch alles Gute und viel Kraft!!
Marianne

Mapoli antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
20 Mai 2020 11:52 - 20 Mai 2020 11:55
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    18 Juni 2011
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Liebe Marianne,

nein, Du bist nicht alleine mit den Problemen. Uns alle belastet die veränderte Situation und zusätzliche Belastung durch die Coronakrise sehr. Die Distanz zu anderen Leuten läßt leider ja auch viel mehr Zeit zum Grübeln und uns allen fehlen die Mitmenschen um uns herum. Besonders hoch ist aber die Belastung, wenn man weiß, dass eine Behandlung ansteht.

Über die Jahre der Erkrankung gab es bei mir auch ohne Corona schon diese Phasen mit Überlastung, Kopfschmerzen und anderen Symptomen.

In solchen Situationen hilft mir das Meditieren sehr gut. Ich kann die Methode der "Achtsamkeitsmeditation" nach Kabat Zinn empfehlen. Da findet man einiges im Internet, auch youtube Dateien, mit denen man üben kann.

Spaziergänge im Wald sind auch sehr hilfreich.

Ich habe immer noch regelmäßige Gespräche mit einem Psychologen, der sich auf Traumapsychologie spezialisiert hat. Zur Zeit per Videosprechstunde. Das klappt sehr gut. Es gibt in den hämatoönkologischen Praxen auch oft Psychoonkologen, die sich dort angeschlossen haben. Frag Deinen Arzt danach.

Yoga ist auch eine gute alternative, z.B. das "Tarumasensitive Yoge". Hier findest Du zwei gute Videos zum täglichen Üben mit sehr einfachen und schonenenden Übungen: www.trauma-institut.eu/traumasensitives-yoga

Liebe Grüße und gute Besserung

Ma
Letzte Änderung: 20 Mai 2020 11:55 von Mapoli.