Zum Hauptinhalt springen
07 Mai 2020 22:56
  • Ado
  • Offline
  • 62 Beiträge seit
    21 August 2016
Mehr
Hallo in die Runde!

Gestern ist eine neue Veröffentlichung in Nature zum Zusammenhang von COVID-19 und hämatologischen Erkrankungen erschienen.
Es wird insbesondere auf die problematische immunsuppressive Wirkung der Steroide und den besonderen Bedarf an Infektionsschutz bei den Erkrankten hingewiesen:

"We observed an overrepresentation of patients with MM in our cohort (although MM is not overrepresented in our department), suggesting that such patients are particularly vulnerable, owning to the immunosuppression associated with the disease and its treatment, in particular steroids. In fact, the detrimental effect of steroids on patient outcome has been established during previous coronavirus outbreaks (SARS-CoV-1 and MERS-CoV) [10, 11], and a similar impact is expected in patients infected with SARS-CoV-2 [12]."

www.nature.com/articles/s41409-020-0931-4

Viele Grüße
Klaus

28 Apr. 2020 13:40
  • Emi
  • Offline
  • 230 Beiträge seit
    17 Dezember 2015
Mehr
Im Übrigen ist bei schweren COVID19-Verläufen u.a. auch Lenalidomid als ein Immunmodulator, der den pathogenetisch bedeutsamen Zytokinsturm mindern soll, als ein Medikament in der Diskussion.

"Immunmodulatoren und Immuntherapien

Antivirale Medikamente könnten am ehesten verhindern, dass sich leichte COVID-19-Erkrankungen verschlechtern. Bei schwerkranken Patienten sind andere, adjuvante Strategien notwendig. Coronaviren induzieren überschießende und aberrante, letztlich unwirksame Immunantworten des Wirts, die mit schweren Lungenschäden verbunden sind (43). Ähnlich wie bei SARS und MERS entwickeln einige COVID-19-Patienten ein akutes Atemnotsyndrom (ARDS), oft verbunden mit einem Zytokinsturm (44)."

"Weitere immunmodulatorische und andere Ansätze in klinischer Testung sind unter anderem Bevacizumab, Brilacidin, Cyclosporin, Fingolimod, Lenalidomid und Thalidomid, Sildenafil, Teicoplanin sowie diverse monoklonale Antikörper "

www.aerzteblatt.de/archiv/213376/COVID-1...nisse-und-Hypothesen

VG
Emi

We don't know how strong we are until being strong is the only choice we have.

27 Apr. 2020 20:25
  • miregal
  • Offline
  • 1021 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Mehr
Was ich von dem Webinar, was ich mir gerade offline angehört habe, mitnehme sind folgende
- sehr gute Erklärung zur Covid-Erkrankung und die Zusammenhänge (Infektionsverlauf etc.)
- Sars-CoV-2 Test vor der nächsten ambulanten Behandlung machen lassen (habe seit meinem abgesagten HD Termin Anfang März morgens leichtes Halsschmerzen)
- ein sehr schwerer CoViD Verlauf ist bei chemotherapierten Patienten geringer weil eine überschäumende Entzündung durch geringere Interleukin-6 Ausschüttung eher schwächer verläuft (laienhaft ausgedrückt der Körper ist an "Eindringlinge" gewohnt und reagiert gelassener) , trotzdem beeinflussen alle Medis die Covid erkrankung ungünstig. (Revlimid-> Trombosen, Carfilzomib-> Herz, Antikörper -> Immunantwort, etc.
- Revlimid wird nur bei akuter Erkrankung abgesetzt. Dexa sollte nicht reduziert werden
- Die Hochdosistherapie wird wieder durchgeführt, da die Covid-Welle in D überschaubar ist (in USA wird nicht behandelt)
- Trotzdem verschieben rund 40% der Webinarteilnehmer die Therapie
- KRD ist in USA inzwischen Standard-Ersttherapie
- CART Zelltherapie sehr vielversprechend , Studien laufen

27 Apr. 2020 14:43
  • MAKI EIS
  • Offline
  • 136 Beiträge seit
    08 Juni 2019
Mehr
Ganz herzlichen Dank für eure Ratschläge. Ich habe mir einen neuen Termin , am 2. Juni , für die Zometa Infusion geben lassen.
Am 6. Juni wollte wir zwei Wochen Urlaub in Dänemark machen.
Ich bin einfach mal optimistisch dass alles so klappt wie ich es mir vorstelle.

27 Apr. 2020 14:06
  • Diddlmaus
  • Offline
  • 1300 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
Mehr
Hallo

Auch ich würde auf den Rat hören und einen neuen Termin vereinbaren.

Wenn ich aktuell nicht in Behandlung wäre, würd ich ganz sicher nicht "nur" für Zometa in die Praxis gehen.

Mein Onkologe hat mir auch erzählt, dass sie Kontrollabstände von stabilen Patienten ausdehnen um möglichst wenig "Kundschaft" im Onkozentrum zu haben. Klingt für mich logisch und eher zum Schutz des Patienten/aller Patienten gedacht...

Alles Gute

Diddlmaus

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

26 Apr. 2020 20:26
  • Martin.Q
  • Offline
  • 512 Beiträge seit
    18 August 2009
Mehr
Liebe Alle,

heute gab es ein Webinar der KML-Studiengruppen bei der auch Herr Prof. Dr. Einsele zum Thema Myelom im Kontext COVID-19 berichtet hat.

lymphome.de/mediathek/videos/kml-webinar...2020-dgim-symposium/

In diesem Zusammhang möchte ich auch nochmals auf die „Corona Umfrage“ hinweisen:

Infos zur Umfrage:
www.myelom.org/component/jdownloads/send...vid-19-pandemie.html

Link zur Umfrage:
oncologyinformationservice.sslsurvey.de/...fragebogenCOVID-19MM

Viele Grüsse