Hallo Birgit,
ich habe 2017 einen Vortrag eines Mund-,Kiefer, -Gesichtschirurgen gehört, speziell zur Kiefernekrose nach Bisphosphonat-Gabe.
Und er sagte, dass man die Wahrscheinlichkeit einer Kiefernekrose auf einem Röntgenbild gar nicht sehen könne.
Erst, wenn der Knochen durch die Nekrose bereits weg ist, dann sieht man das. Und das passiert ja erst nach einer Zahnextraktion, nicht vorher. Ich habe es so verstanden - solange keiner am Kiefer rumfummelt, ist da auch keine Nekrose. Die kommt erst dadurch bzw. durch Bakterien, die in die Wunde dringen.
Und er sagte auch, dass er bei Myelompatienten ausschließlich stationär Zahnextraktionen oder sonstige OPs durchführen würde - unter Antibiose und mit Magensonde...
Dein Zahnarzt hat evtl.nur die übliche Röntgenuntersuchung des Kieferknochens durchgeführt vor einer Implantatsetzung. Dabei wird geklärt, ob vorher ein Knochenaufbau erfolgen muss oder ob der Kieferknochen "dick" genug ist für das Implantat.
Bevor ich diagnostiziert wurde, war auch bei mir ein Implantat geplant - nach der Diagnose meinte die Zahnärztin nur :"Gut, dass wir das nicht gemacht haben. Das hat sich jetzt ja wohl erledigt." Ganz abgesehen davon bist du - wenn ich mich recht erinnere - zur Zeit in Behandlung. Da ist durch die Immunsupression die Gefahr von "unerwünschten Ereignissen" nach Operationen doch sowieso erhöht.
Ich werde nur noch unbedingt notwendige Eingriffe durchführen lassen - ein Implantat gehört definitiv nicht dazu.
Liebe Grüße
Nicole