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Logopädin antwortete auf Umgang mit nicht geimpften Enkelkind
21 Feb. 2019 19:58
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    06 Februar 2016
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Hallo Kikki,
wie ich an anderer Stelle bereits geschrieben habe, muss man unterscheiden zwischen den - meist jüngeren - Leuten, die gegen die sogenannten"Kinderkrankheiten" ( Masern,Mumps,Röteln,Keuchhusten ) geimpft wurden und denen, die siese Krankheiten durchlebt haben. Da dein Mann 70 ist und es damals gar keine Impfungen gegen jene Krankheiten gab ( und man es auch gar nicht für nötig hielt, dagegen zu impfen ), könnte es durchaus sein, dass er noch Immunität gegen die eine oder andere dieser Krankheiten hat, denn nur sämtliche Impfschutze gehen durch die HD verloren - Immunität gegen durchlebte Erkrankungen kann durchaus noch vorhanden sein, da im Immunsystem des Darmes ebenfalls Immunantworten gespeichert werden und dieses Immunsystem nicht durch die HD zerstört wird ( nur das im Knochenmark wird zerstört ). Gilt aber aus irgendwelchen Gründen nur für durchlebte Erkrankungen. Insofern könnte es also durchaus sinnvoll sein, Titer für Masern,Mumps und Keuchhusten bestimmen zu lassen, denn ganz abgesehen von den Erkältungen eurer Enkelkinder könnten solche Kinderkrankheiten tödlich für deinen Mann ausgehen und eine Impfung dagegen ist zur Zeit ja eh nicht möglich wegen des kurzen Abstandes zur HD. Sonst wäre jeglicher Umgang mit den Enkelkindern gefährlich. Ich z.B. arbeite beruflich mit Kindern, deren Impfstatus mir in der Regel nicht bekannt ist. Daher haben Titer ergeben, dass ich gegen Masern - m.E. die für uns MMler gefährlichste und verbreiteteste Kinderkrankheit - noch genügend Immunschutz habe. Das könnte deinem Mann vielleicht Sicherheit im Umgang mit den Enkelkindern geben, solange er sich noch nicht impfen lassen kann. Die Titerbestimmung kann durch eine simple Blutabnahme beim Hausarzt erfolgen.
Liebe Grüße
Nicole

Tetti1958 antwortete auf Umgang mit nicht geimpften Enkelkind
21 Feb. 2019 17:57
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Danke Ingrid! Dachte ich mir schon...wäre auch zu schön gewesen, wenn es nichts mit MM zu tun hätte ;-)
Das mit den Ohren sagt man hier bei uns auch (Niederlande, Nähe NRW) ;-)

Lieben Gruß!

Et häät noch immer joot jejangen

21 Feb. 2019 17:29
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Ich bin da ziemlich gnadenlos: wenn meine Enkelkinder (1 und 3) richtig krank sind, gibt es keinen Besuch. Ich bekomme die Infekte nämlich mindestens in doppelter Länge und es entwickelte sich in den letzten beiden Jahren aus simplen Erkältungen irgendwann eine schwere Bronchitis. Seit der SZT ist meine Immunabwehrnicht so brilliant.
Meine Enkelinnen sind jedoch gegen die gängigen Kinderkrankheiten geimpft und somit muss ich nur aufpassen, wenn in den Kindergärten irgendwas umgeht. Wir sind allerdings alle nicht gegen Grippe geimpft.

Ingrid99 antwortete auf Umgang mit nicht geimpften Enkelkind
21 Feb. 2019 16:53 - 21 Feb. 2019 16:55
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Hallo Kirsten,
Eine Tetanusimpfung bekommst man meistens ungefragt bei „Unfällen“, Bissen etc.
Lokalreaktionen sind für mich lokale Reaktionen um die Einstichstelle und vielleicht kurzfristige Nebenwirkungen.
Der Anstieg vom M-Gradient ist für dich schade und leider unschön, aber ich schätze aufgrund der Impfung Zufall.

Bei uns im Norden heißt es: halt die Ohren steif :cheer:
Gruß Ingrid

Die Zeit für das Glück ist Heute nicht Morgen.
Man kann das Leben nicht verlängern, aber verdichten. (R. Willemsen)

myelom.online
Letzte Änderung: 21 Feb. 2019 16:55 von Ingrid99. Begründung: Nachtrag

Tetti1958 antwortete auf Umgang mit nicht geimpften Enkelkind
21 Feb. 2019 15:05
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Eine Ausnahme ist der lmpftiter gegen Tetanus, da es durch die lmpfung bei protektivem Titer gehäuft zu Lokalreaktionen kommt.

Hallo Klaus,
was meinst du mit ´Lokalreaktionen´. Ich war im letzten Jahr draußen gefallen und mit meinem kaputten Knie zum Hausarzt, dort bekam ich sofort eine Tetanusimpfung in beide Oberarme und ein halbes Jahr später noch eine Impfung in einen Oberarm.
Seitdem ist mein M Gradient gestiegen..Zufall??

Lieben Gruß, Kirsten

Et häät noch immer joot jejangen

21 Feb. 2019 13:08
  • Emi
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Hallo Kikki,

achje, da seid ihr ja ganz schön in der Klemme.

ABER: Wir haben ja selbst noch junge Kinder und damals bei Diagnose und Therapie meines Mannes waren sie 2 und 6 Jahre alt. Sie sind zwiar beide geimpft (wir sind grundsätzlich Impfbefürworter) und als die Diagnose stand, haben wir die Grippeimpfung mit dazugenommen (mache ich auch jetzt noch jährlich mit Kind und Kegel).

Trotzdem bringen Kinder, genauso wie Menschenmengen, Krankenhäuser ein erhöhtes Risiko mit sich.
Meinem Mann war das egal, er wollte die Kids um sich haben (die Kids ihn auch und ich hab mich einfach dem Schicksal ergeben, und fand das natürlich alles verständlich).

Ungeimpfte Kinder hatten wir meines Wissens in der Zeit nicht zu Besuch, ich glaub, die hätte ich komplett auch ausgeladen, wenn ich es gewusst hätte.

Grundsätzlich hatten wir den Besuch (von Kindern und anderen) in der Induktions- und Hochdosiszeit und auch noch danach reduziert. Besucher mussten sich alle beim Reinkommen die Hände desinifizieren und wer krank/verschnupft war, war in der Regel von selbst so nett, nicht bei uns aufzutauchen. Mein Mann benutzte oben die Toilette, Gäste unten. Knuddelverbot soweit möglich, sowieso bei Freunden/Besuch.

Bei unseren Kindern konnte ich das natürlich wie gesagt nicht komplett durchsetzen. Und ich bin tauend Tode gestorben, denn sie waren ja in Kiga und Krippe und da ging in der Zeit wie immer etliches rum: Scharlach, Magen-Darm etc. (allerdings keine Impfkrankheiten!! Hatte ich in der Kita noch nie!). Dumm ist ja auch, das man trotz Impfung manchmal noch den Erreger übertragen kann. War eine harte Zeit. Und was ist passiert? Nichts (erkennbares) außer, dass ich ihn knapp 2 Jahre später nach der Hochdosis über eine Gürtelrose mit Windpocken angesteckt habe... Also später die Grundimmunisierung nachholen!!

Grundsätzlich muss man in so einer Situation auf das Verständis des Umfeldes setzen bzw. es auch mal einfach verlangen, entsprechende Regeln einführen.

Klärt eure Kinder über Regeln und Konsequenzen genau auf:
Unabhängig vom Impfstatus gilt: Während der (Induktions und HD) Therapie sollten Opa und Enkel weniger miteinander knuddeln. Es gelten Hygiene-Regeln (Hände Desinfizieren). Wenn der Kleine erkennbar krank ist, oder wenn in Krippe/Kita gerade Krankheitswellen durchgehen, würde ich darum bitten, Besuche zu vermeiden.

Jetzt ist das Kind grundsätzlich nicht geimpft: damit ist es natürlich in mancher Hinsicht ein größerer Risikofaktor:
Grippeimpfung: Betrifft wohl noch die Monate Februar / März (ein bisschen über das RKI informieren), danach sollte die Grippezeit vorbei sein. Kinder schleppen das schell mal mit: Also kein Besuch in dieser Zeit?

Windpockenimpfung (als Beispiel): Hier kann man TROTZ Imfpung die Krankheit mildest bekommen und übertragen. Macht also keinen Unterschied ob geimpft oder nicht geimpft.

Wie das bei Masern/Röteln/Mupms etc aussieht, weiß ich nicht. Vielleicht kann man generell sagen: wenn er ohne Impfung auch nur leichte Anzeichen von Unwohlsein hat (Müde, Schlapp, oder gar leichtes Fieber) lieber in der harten THerapiezeit nicht kommen und abwarten.

Euer Onkologe soll euch auch mit regelmäßigen Aussagen zum Niveau des Immunsystems deines Mannes unterstützen. Die Kommentare der Uni-Klinik klingen ziemlich banal und undurchdacht... Vielleicht können eure Kinder ja mal mit dem Kinderarzt des Enkels das Problem besprechen?

Und: es sollte ja wieder mal anders werden. Oft erholt sich das Immunsystem und dann ist zumindest eine Zeit lang wieder normales Leben angesagt.

Alles Gute für die Hochdosis!

Emi

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