Ich bringe das Li-Fraumeni-Syndrom mal ins Spiel. Bei meinem Mann gab es in der Familie (Bruder ,Schwester) ja schon einige (unterschiedliche) Krebserkrankungen in jungen Jahren (unter 45). Bisher war das von keinem Arzt als relevant eingestuft worden. Aktuell hat (im Rahmen einer ganz anderen Geschichte in der Familie) aber ein Humangenetiker auf o.g. Thematik hingewiesen.
Das Syndrom ist ein dominant verrerbbarer Gendefekt. Wir wissen noch nicht, ob der Gendefekt bei meinem Mann vorhanden ist, werden es jetzt zeitnah (auch wegen der Kinder) testen lassen (Wir müssen erstmal klären, ob das im Rahmen des FISH-Tests nicht sowieso getestet wurde... halte euch gerne auf den Laufenden).
Ich lese mich gerade in das Thema ein. Ein Symptom ist u.a. dass man an verschiedenen Krebsarten hintereinander oder gleichzeitig erkranken kann. z.B. Brustkrebs und Hautkrebs, Hirntumore... Das macht mich z.b. parallel zu den Revlimid-Nebenwirkungen hellhörig aber auch, weil man hier im Forum schon manchmal von mehreren Krebserkrankungen liest. Auch ist eine "junge" Erkrankung (außerhalb des üblichen Altersschemas) typisch dafür.
Bringt uns dieses Wissen um den möglichen Gendefekt irgendwie weiter? Jein.
Das Gefühl, der "Krebs kommt (wieder)" kennen alle hier im Forum. Sehr gerne würde ich mir und meinen Kindern dieses Gefühl ersparen. Ein Grund, das nicht wissen zu wollen. ABER: Sollte der Defekt vorliegen, wäre die Krebsvorsorge (schon im Kindesalter) auf einem ganz anderen Niveau anzusiedeln (engmaschig, umfassende Vorsorge). Da ist außerdem die Aussage: "In diesem Alter bekommt man sowas ganz selten" dann einfach nicht mehr richtig - und manche ursprünglich abwegigen Verdachte müssen konsequent gecheckt werden (was dann hoffentlich auch von der KK gedeckt wird). Auch hat es wohl Auswirkungen auf die Therapie und sogar die Diagnoseart (z.B. Vermeidung von Röntgenstrahlung).
LG
Emi
We don't know how strong we are until being strong is the only choice we have.