Hallo alle miteinander,
wie sich die Erfahrungen doch gleichen. Auch mein allererster Lichtpunkt war Pfarrer Stefan Melcher mit seinem Blog und ich freue mich, dass es ihm weiterhin gut geht. Nach Entdeckung des Forums hier gesellten sich schnell Rudi, Jürgen K., Sergio, und Joseph dazu. Ich habe mich beim ersten Lesen dieses threads auch mit der Frage beschäftigt, ob eine Positivliste Sinn macht und ob auch Verstorbene zu einer Positivliste gehören. Beides kann ich für mich eindeutig bejahen.
Gerade bei Diagnose sucht man doch verzweifelt nach Berichten von Langzeitüberlebenden bzw. guten Verläufen und auch heute noch brauche ich zwischendurch diese Art der Beruhigung, trotz bisher gutem Verlauf. Davon kann sich wohl keiner freimachen, warum auch, wenn es hilft. Ich schließe mich Lisa und Karsten an, dass positiv aber nicht nur eine Frage der Überlebensdauer ist, sondern auch wie man mit der Krankheit umgeht und in dieser Hinsicht habe ich extrem von diesem Forum und den Beiträgen von Rudi, Jürgen, MarcWen, Joseph und einigen anderen gelernt. Und auch die Diddlmaus möchte ich erwähnen, die uns mit ihren humorvollen und urlustigen Beiträgen dran erinnert hat, dass man auch mit einer solchen Krankheit herzhaft lachen kann. Auch das war ein Lichtblick.
Liebe Angela55, ich kann Deine Reaktion auch gut verstehen, aber ich denke, es ging ja nicht darum, nur die positiven Aspekte hervorzuheben und die schlimmen Seiten der Krankheit möglichst zu ignorieren. Beides gehört natürlich hierher. Ich lese jedes Deiner postings und bin immer sehr betroffen über Deinen Therapieverlauf und dass Du so sehr kämpfen musst und wünsche Dir sehr, dass es endlich einmal bergauf gehen könnte.
Zum Schluss (ohje, jetzt wird es doch ein Roman

) noch zu Karstens Frage, warum schreiben viele von den Langzeiterkrankten nicht (mehr). Zum einen ist es generelle Tendenz, dass man in Phasen der Remission schreibfauler wird (bis auf unsere fleissigen Moderatoren), weil man sich wieder verstärkt anderen Aktivitäten zuwendet und weil es manchmal einfach genug ist mit dem Krebs. Dazu kommt, dass manche Dinge gedanklich einfach weit weg sind, z. B. ist meine SZT jetzt fast sechs Jahre her und ich merke bei Fragen dazu im Forum, dass ich gar nicht mehr in diesem Thema drin bin. Und auch zu den neuen Therapien wie z.B. Krypolis kann ich nichts beitragen, da ich sie einfach noch nicht ausprobieren musste. Ja, und manchmal denke ich auch, man muss nicht die gleiche Information zum hundertsten Mal aufschreiben, wenn sie sowieso in der angebotenen Literatur oder mehrfach im Forum zu finden ist.
Dennoch finde ich es beachtlich und einen Verdienst dieses Forums, dass nicht wenige von den Älteren kontinuierlich dabeibleiben, wenn auch (zwischendurch) mehr als Leser. Das findet man nicht oft in Foren. Viele schreiben im Moment nicht so viel, so wie ich auch, aber ich möchte sie nicht missen: Sergio, Pirjo, Chiara, Diddlmaus, Karsten

, Christine, und, und, und ....
Liebe Grüße,
Lucy