Hallo Dani und Lutz,
die original zugrundeliegende Studie ist seriös und ihr wird eine hohe Qualität bescheinigt, aber die (Um-)Interprätation auf dieser Website für "vollständige Gesundheit und Glückseligkeit" ist es weniger.
In der Studie wurde auschließlich für Männer eine erhöhte MM Fallrate auffällig, nicht aber für Frauen - das wäre moderate Entwarnung für dich, Dani.
Die Autoren der Originalstudie gehen in ihrer Interprätation eher von einer Zufallshäufung aus, da die von ihnen gefundenen Häufungen in Untergruppen (z.B. Geschlecht) inkonsistent waren. Auf dieser Website wird es aber als kausaler Effekt von Aspartam dargestellt ("leads to").
Weiter war die gefundene Non-Hodgkin-Lymphom-Rate bei Männern bei gezuckerten Softdrinks höher als bei süßstoff-gesüßten. Das würde heißen, dass Süßstoff gegenüber Zucker sogar eher im Vorteil wäre. Zwar heißt es dann auf dieser Website: "Perhaps the healthiest soda is no soda at all." (wohl richtig), aber das steht ja im Widerspruch zur Überschrift des Artikels, nach der ja genaue Aspartam das Schlimme sein soll.
Die Original-Studie und weitere Studien zum Thema (Diät-)Softdrinks werden hier:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3497921/
umfassender und seriöser diskutiert. Quintessenz: Softdrinks sind wahrscheinlich generell eher weniger gesund, aber kein klares Bild, ob nun Süßstoffe daran was zum Guten oder Schlechten bewirken.
Immerhin ist da eine Erklärungsmöglichkeit aufgezeigt, warum Männer evtl. doch eher als Frauen betroffen sein könnten: Aspartam zerfällt bei Raumtemeratur teils zu Methanol. Männer verstoffwechseln Methanol viel stärker als Frauen über krebserzeugendes Formaldehyd. Es sei denn, Mann nimmt zusätzlich Ethanol (Alkohol in Getränken) auf, was diesen Mechanismus verringert. Passenderweise fand die Studie, dass nur bei Wenig-Alkohol-Konsumenten die NH-Lymphon Rate erhöht war. Wer über 6g/d Ethanol aufnahm, hatte kein erhöhtes Risiko.
Das heißt für uns Jungs: immer einen ordentlichen Schuß Rum in die Diet-Coke! Prost Weihnacht!
LG Gex