Hallo,
Also Forschung soll mehr in der öffentlicher Hand? Dann sind wir aber arm dran. Wenn man so mal überlegt, wie das Funktioniert mit unserer öffentlicher Hand: ein Teil der Mitarbeiter werden nach Betriebszugehörigkeit und Parteibuch befördert, müssen -sofern kein Vorsatz erkennbar- keine Verantwortung für ihr eigenes handeln übernehmen und sind teils unkündbar. Ein andere Teil bekommt nur befristete Verträge und kaum Geld. Wer was drauf hat, sucht sein Heil in der Privatwirtschaft.
Wie toll das funktioniert mit unserer öffentlicher Hand sieht man an der Philharmonie Hamburg (geplante Kosten ca. 80 Mio, Endsumme 371 Mio) und vor allem am Flughafen Berlin: Kosten explodiert, Fertigstellung noch offen. Es gibt ja auch erst ein paar Jahre Verspätung. Nein Danke, dann lieber so. Und durch diese ganze Gesetzte die bei der Pharma Industrie vorgeschrieben sind, kommen viele Medikamente erst nach zig Jahre behördlicher Überprüfung auf dem Markt. Ob da Leute sterben, weil die gesetzliche Krankenkassse bis Tag X die Kosten nicht übernimmt interessiert keiner diese privat versicherte Entscheidungsträger. Die PKV unterliegen ja nicht die gleichen Bedingungen wie die GKV.
Jeder von uns arbeitet um so viel möglich Geld zu verdienen (außer der Staat, der kann es legal aus den Taschen der Bürger und Unternehmen ziehen) die Industrie auch. Und das gilt für ALLE Branchen!
Und zuletzt: Der Druck der Wirtschaft und das Geld setzt die Universitäten nur auch unter Druck Qualität zu liefern und ermöglicht denen Sachen die sonst von unserer öffentlicher Hand nicht genehmigt würden. Siehe Post von Gisela.
Jeder Medaille hat eine Kehrseite, und sowohl Positives als Negatives. Auch bezahlte Forschung hat negative Seiten, aber die öffentliche Hand eben auch.
LG
Mira
Letzte Änderung: 08 Nov. 2016 10:42 von Mira.