Hallo Margret,
ich verstehe den Artikel und was da angeblich neu in einer Datenauswertung gefunden wurde ist eigentlich schon lange bekannt und in vielen Auswertungen auch so dargestellt worden.
Z.B. die altersabhängigen Überlebenskurven von den USA-SEER Reports
seer.cancer.gov/
Im Grunde soll der Satz "mit zunehmendem Lebensalter sinkt die Lebenserwartung" folgendes heißen.
Je älter ein MM Patient beim Therapiebeginn ist um so geringer ist sein statistisches Gesamtüberleben ab Start der Therapie und damit ab dem Beginn der Datenerfassung für die Statistik.
Das hat damit zu tun, das ältere Patienten nur eine konventionelle Chemotherapie erhalten und keine Transplantation und das ältere Patienten eben nicht mehr so wiederstandsfähig bei der Bewältigung von Infektionen jeglicher Art sind (klassisch ist hier die Lungenentzündung zu nennen). Viele ältere MM Patienten sterben auch in der Nachsorgephase von Therapien nicht am MM selbst sondern an sogenannten "natürlichen Todesursachen" - wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Altersdiabetis , Influenza und was es sonst noch so gibt.
Diese gehen dann allzuoft als "an MM verstorben" in die Überlebensstatistik von MM ein - was eigentlich so nicht richtig ist und die Datenlage verfälschen kann.
Fazit um es kurz zusammenufassen:
Die Morbidität nimmt mit dem Alter zu und damit das Risiko an Begleiterscheinungen der Therapien oder eben altersspezifischen Gesundheitsrisiken zu versterben.
Ich hoffe, das die Sache jetzt klarer erscheint.
LG