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01 Aug. 2016 15:26
  • Caro
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    23 Oktober 2009
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Hallo Volker,

wie Du schreibst, kann daran liegen, dass die Klinik nicht so erfahren ist. Aber ---- mein Lebensgefährte war in 2011 z.B. der Studienteilnehmer Nr. 0001 an der Pomalidomid Studie in Würzburg --- da bleibt Deine Argumentation schon ein bisschen auf der Strecke. Dies hat ihm übrigens damals das Leben für noch einmal fast zwei Jahre geschenkt. Ich denke, eine Klinik sollte sich vor allem dadurch auszeichnen, dass die Ärzte ehrlich sind - und auch zugeben, wenn Sie mal nicht die entsprechende Erfahrung haben. Mein LG war in einem Krankenhaus in Frankfurt/Main und wurde dort optimal betreut, aber wenn die gängigen Therapien versagt haben, hat uns unser Prof. selbst ein Schreiben mitgegeben, z.B. an Prof. Einsele in WÜ, oder auch für Heidelberg, damit wir eine Zweitmeinung einholen können.
Die Qualität an der Anzahl der Studienteilnehmer festzumachen, finde ich, ist es sich viel zu einfach gemacht. Das Gesamtbild und die Versorgung sollten zählen.

LG Caro

31 Juli 2016 23:25
  • Volker07
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    01 August 2026
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Hallo Gisela,
natürlich kann es bei einer multizentrischen Studie dazu kommen, dass nur ein Patient die Bedingungen erfüllt. Außerdem kann die Klinik mit nur einem Patienten genauso gut sein wie eine andere mit 13 Patienten. Aber kann es nicht auch so sein, dass an der Klinik mit nur einem Patienten die "Auswahl" für die Rekrutierung (so nennt man das leider!) nicht so groß war? Und was würde dies im Umkehrschluss bedeuten? Ich vermute mal, dass dort eben nicht so viele Patienten behandelt werden und ergo die Erfahrung eben doch nicht nicht ganz so groß ist. Bei Operationen z.B. verlangen die Krankenkassen schon seit Jahren, dass Kliniken, die nicht pro Jahr eine Mindestanzahl durchführen, diese nicht mehr anbieten sollen / dürfen!
Es ist schon richtig, dass bestimmte Medis nur angeboten / verabreicht werden, wenn man an einer Studie teilnimmt. Aber warum sollte eine Klinik mit nur einem Patienten wohl an einer Studie teilnehmen? Ich argwöhne, dass dabei nicht nur das Patienteninteresse eine Rolle spielt.
Beste Grüße
Volker

31 Juli 2016 11:39
  • Mira
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    03 Februar 2014
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Hallo,
die Frage ist auch was erwarte ich von einer Klinik? Eigentlich sucht man dort Heilung, also sollten die Ärzte und die Zahl der Patienten die mit dieser Krankheit dort behandelt wurden, das wichtigste Kriterium sein. Allerdings der beste Arzt bekommt Probleme, wenn es überall an Personal fehlt.
Für mich zählt in erste Linie die Erfahrung die ein Klinik mit diese Behandlung/OP hat und dann das "Gesamtbild" was abgegeben wird.
Zum Beispiel:
Wenn 20 Leute in der Aufnahme sitzen und von 3 eingerichtete Arbeitsplätze 2 Leer bleiben.
Wenn die Krankenschwestern gehetzt über die Station rennen und auf eine Rückfrage sofort "moment bitte" kommt und weg ist sie.
Wenn ich beim Vorstellungstermin zwei Stunden warten darf, dafür aber keine Zeit ist meine Fragen ausreichend zu beantworten.
Wenn man ewig wartet, aber kein Mensch kommt und sagt "sorry, ist ein Notfall dazwischen gekommen" es wird etwas länger dauern.
Wenn bei der Aufnahme schon "Fehler" passieren oder Unterlagen fehlen.
Denn: ein gutes Krankenhaus ist auch gut organisiert. Fehler passieren überall, aber wenn die Personaldecke minimal ist, dann passieren noch mehr Fehler.
Ist aber auch Glücks- und Ansichtssache. Wenn man die Bewertungen von Krankenhäuser liest, dann findet man auch immer "bin begeistert" und 3 Kommentare später "nie wieder". Ein Hilfe kann da aber auch von der Krankenkasse kommen: die wissen welche Krankenhäuser worauf spezialisiert sind und haben mit manche sogar Sondervereinbarungen z.B. bei der Nachsorge.
Mann muss sich also darum kümmern und auch die Eier in de Hose haben, nach der Besprechung nein Danke zu sagen und ein anderes Krankenhaus zu suchen. Kommt zwar nicht gut an, schon gar nicht wenn man schon aufgenommen wurde. Manche sind nl. so schlau: erst Aufnahme, dann Besprechung. Dann müssen die allerdings auch damit leben, das Leute kurzfristig "umdisponieren".
Lg
Mira

30 Juli 2016 19:07 - 30 Juli 2016 19:08
  • christine
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    01 August 2026
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Ja - das hast du natürlich recht, was die Zahlen und Vorraussetzungen angeht - man braucht schon eine gewisse Menge um eine korrekte Aussage zu machen!

Ich habe ja seit 2007 mein Zentrum mit meiner Ärztin hier (Rikshospital) und gehe alle paar Jahre nach WB zur Kontrolle. Ich habe schon zu beiden Vertrauen, kann mir aber einige andere aus Deutschland auch gut vorstellen!

Schönes WE!
Letzte Änderung: 30 Juli 2016 19:08 von christine.

30 Juli 2016 18:25 - 30 Juli 2016 18:27
  • GiselaKöenig
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    26 Oktober 2009
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Eine gute Klinik von der Überlebenszeit und Behandlungserfolgen abhängig zu machen, finde ich riskant. Beispiel : 10 Patienten in Klinik A haben eine schlechte Prognose, in Klinik B gemischt und in Klinik C nur Patienten die eine gute Prognose haben. Ich weiß sehr überhöht dargestellt, aber welche Klinik würde danach gut abschneiden!? Ich finde es eh sehr schwer Kliniken untereinander zu bewerten oder vergleichen. Jeder Mensch ist individuell. Pat. A findet evtl. Prof. X sympathisch und Pat B Prof. Y. Ich hatte am Anfang meiner Behandlung auch Probleme mit der Art von Prof. Goldschmidt zurecht zu kommen, trotzdem behaupte ich jetzt nach jahrelanger Erfahrung mit der Erkrankung, er ist hier in Europa einer der Besten auf seinem Gebiet, wenn nicht der Beste.
Ich finde auch so wie Marc , dass die Zentren Würzburg und Heidelberg nicht überbewertet werden. Das heißt aber nicht, das ich Köln und Bonn( aus meiner Erfahrung betrachtet), sehr gut finde. Wenn ich in ein paar Jahren meine Rente hoffentlich genieße, werde ich komplett nach Bad Münstereifel ziehen und nicht mehr pendeln. Dann werde ich mich entweder in Köln oder Bonn weiter therapieren lassen. Aber wiegesagt es ist meine persönliche Meinung.
Liebe Grüße
Gisela
Letzte Änderung: 30 Juli 2016 18:27 von GiselaKöenig.

30 Juli 2016 12:19
  • christine
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    01 August 2026
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Eigentlich erkennt man eine gute Klinik an den Behandlungserfolgen und er Überlebenslänge OS/Qualität und nur weit unten in der Liste an der netten Atmosphäre. In den Staaten gibt es Statistiken, die tatsächlich staatlich - also von National Cancer Institut durchgeführt wurden. Das ist natürlich unmöglich in Europa - sicher kennt man aber Zahlen und hütet sich die zu nennen:kiss: Schad`auch.

Also wie soll man in Europa vorgehen, vorausgesetzt man kann und will wählen? Man untersucht die unterschiedlichen Behandlungsformen und die Möglichkeiten der Studien (wie Gisela schon so gut geschrieben hat, macht man die ja vor allem um an neue Mittel JETZT zu kommen) und liest sich rein in die Erfolge und Ratschläge, die dann auf den Kongressen ...... oder sehr übersichtlich auf Patiententagen wie neulich im Video von Dr. Ludwig, bekannt gegeben werden. Da gibt es vergleichende Tabellen mit Überlebenszeiten! Das sind bei entsprechender Patientenzahl dann ganz neutrale Aussagen über Behandlungsformen---- die Klinik dazu muss man dann eben suchen.


Für alle die sich dafür interessieren und es lesen können, ist hier die Liste der Häuser in den Staaten. www.myelomasurvival.com/index.html

Ich finde es z.B. ganz interessant, auf der Webseite von Dr. Berenson ( www.berensononcology.com ) zu gucken und zu überlegen: Was passiert da, was wo anders nicht gemacht wird?