Ein interessantes Thema, keine Frage. Und eines, das uns in den kommenden Jahren noch sehr beschäftigen wird und aus dem sich weitere Fragen ergeben werden.
Auf die individuelle Genetik zugeschnittene Medikamente sind der Traum jedes Erkrankten. Aber...
... wie steht es um Gentests, ohne dass eine Erkrankung ausgebrochen wäre?
Will man sein persönliches Risiko kennen?
Was ändert das Wissen um ein statistisches Krankheitsrisiko an meiner Lebensweise, Lebensfreude?
Lebe ich dauerhaft in der Angst, in ein paar Jahren an Krebs zu erkranken - was vielleicht gar nicht eintritt, weil ich vorher an einem Herzinfarkt sterbe?
Wo/wie werden die erhobenen Daten gesammelt und gespeichert?
Wie hoch ist das Risiko von Datenlecks?
Wird mir ein Arbeitgeber eine Anstellung verweigern, weil ich ein Krankheitsrisiko trage?
Werden Krankenkassen/Lebensversicherungen die Aufnahme und die Beträge vom genetischen Risikoprofil abhängig machen?
Sollte man vor der Eheschliessung oder dem geplanten Nachwuchs Gentests durchführen lassen? Wenn ja: Wie geht man mit dem Ergebnis um?
Schwierige Fragen. Wir werden uns ihnen gesamtgesellschaftlich stellen müssen.
Letzte Änderung: 24 Mai 2016 13:18 von Margret.