Margret hat mir aus der Seele gesprochen. Es ist menschenverachtend, wenn man Krebs erkrankten Patienten suggeriert, sie seien daran selber schuld. Wenn das so einfach wäre, dann bräuchten wir keine Forschung und auch keine Medikamente. Die Kranken könnte man dann zur Strafe sich selber überlassen. Alle gesunden Menschen würden dann ein ewiges Leben führen und die Welt wäre überfüllt mit Hundertjährigen. Ne, so funktioniert das Leben nicht. Wir müssen ausnahmslos alle sterben. Niemand entgeht diesem Schicksal.
In meiner Familie sind einige relativ jung an Darmkrebs gestorben. Übrigens auch jemand der drei Monate vorher eine Darmspiegelung hat machen lassen, bei der alles in Ordnung war. Vor ein paar Jahren bin ich mit sehr starken Magen Darm Krämpfen zum Arzt gegangen. Ich hatte innerhalb weniger Wochen vier Kilo abgenommen, da ich kaum noch essen konnte. Angsterfüllt saß ich im Wartezimmer. Es stellte sich dann heraus, daß es sich ums eine Darmgrippe handelte, die hartnäckig war . Bei dieser Gelegenheit diskutierte ich mit dem Arzt, ob eine Genuntersuchung Sinn macht. Er riet mir trotz der familiären Häufung davon ab, weil es einfach nur Angst macht, wenn man weiß, daß man zu XX Prozent auch daran erkranken könnte!
Also habe ich auf eine Genanalyse verzichtet.
Vorsorgeuntersuchungen sollte man machen lassen, alles andere liegt nicht in unseren Händen.
Dankbar kann man werden für jeden Tag und versuchen, emotionale Kompetenz zu entwickeln, um andere Menschen besser zu verstehen und ihnen zu helfen.
Chiara
Ich versuche stark zu sein und das Beste daraus zu machen.