Hallo Scholzi.
Eine Erkrankung ist immer auch eine partielle "Ent-Mächtigung" des Patienten, worauf er dann sehr verschieden, je nach Umständen und Persönlichkeit, darauf reagiert. Einige tendieren dazu, die Sphäre und die Grenze der ureigenen "Macht-Befugnisse" in dem Zusammenhang "mit Zähnen und Nägeln" zu verteidigen. Meine Erfahrungen als Arzt und Psychotherapeut haben mich überzeugt, daß solche Patienten prinzipiell eine ziemliche gute Widerstandsprognose aufweisen, und zwar dann wenn ihre Abgrenzung kein eigentlicher aggressiver, sondern eher und betont ein konstruktiv schützender Akt darstellt. Mir kommt so vor, daß es sich auch bei Deinem Vater so verhält. Etwas Dickköpfigkeit kann an einer solchen Lebenswende auch eine Liebeserklärung an das "Nicht-aufgeben-Wollen" sein.
Ich drücke Euch die Daumen.
abifiz