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lisa_kotschi antwortete auf Toxidität und Kleinkinder
03 Jan. 2010 12:23
  • lisa_kotschi
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    27 Oktober 2009
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Meine Lieben,

ich danke sehr für die vielen hilfreichen Hinweise zu diesem Thema.

Bisher war ich eher so "gepolt", vor allem jegliche Infektionsgefahren für den Betroffenen auszuschließen. Mir war allerdings auch klar, dass alle "Medikamente" u.a. über die Haut ausgeschieden werden. Aber eine besondere Toxizität von Dexa oder Velcade war mir bisher nicht bewusst.

In jedem Fall werde ich alle eure Überlegungen und Erfahrungen weiterleiten. Gleichzeitig teile ich Margrets Ansicht, dass der Ausschluss von (tröstlichen) Körperkontakten auf das medizinisch absolut notwendige beschränkt werden sollte - und darauf, was der Betroffene für sich entscheidet.

Seid ganz lieb von mir gegrüßt
Lisa

joseph antwortete auf Toxidität und Kleinkinder
03 Jan. 2010 07:30
  • joseph
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    31 Juli 2026
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Hallo Lisa

Erst mal ein frohes Neues Jahr an Dich und all die Anderen in der Runde.

Jeder Patient der Velcade erhält oder erhiehlt reagiert komplet anders. Ich kann nur von mir persöhnlich sprechen, wo ich aber eines vorweg sagen möcht, ich hatte ja nicht nur Velcade / Dexa, sondern zum Dexa (Kortison---bei mir Medrol) gesellte sich ja noch CAELYX

Bei mir war so, dass ich zirka 3--5 Stunden nach der Infusion zu Fieberschüben neigte und somit automatisch ins schwitzen kam, dieses kam 2 bis 3 mal am Infusionstag vor. Geschieht dieses nun bei einem Patienten in deutschen Teststudien, kämen diese Fieberschübe dann 2 mal die Woche

Ein direkter Körperkontakt könnte somit sehr wohl zu einem Flüssigkeitsausstausch führen, was im Kleinkindsalter doch zu einigen nicht bekannten Risiken führen könnte.

Zu diesen nicht bekannten Risiken tendiere ich in beide Richtungen, sowohl der Patient ist extrem gefährdet als auch das Kleinkind !!!

Kleinkinder könnten Schädigungen davon tragen durch die toxischen Stoffe der Chemo-Therapien oder wie Sergio klar schreibt der radioaktiven Stoffe eines PET/Ct/Scans ( wo ich zbs. jedesmal ein Formular bekam um jeglichen Kontakt zu schwangeren Frauen und Kleinkinder unter 24 monaten zu meiden wegen der Strahlengefahr)

Patienten sind am höchsten gefärdet, sie können durch den Flüssigkeitsaustausch (Küsschen, Schweiss, Urin -- Fekalien beim Windel-wechsel, usw.), Infektionsrisiken ausgesetzt werden die dort lauern, von Fieber, über Gelbsucht, Masern, Mumps, Röteln, usw. , Ihr versteht was ich ausdrücken möcht, da Kinder leider Gottes all diese Krankheiten der Reihe nach bekommen um Ihr eigenes Immunsystem zu stärken.

Ein solches Übertragen einer Kinderkrankheit könnte eine Therapie zu nichte machen, aus diesem Grunde , so leid es mir tat, musste mein Neffe von damals 1,5 Jahren zuhause bleiben während meinen Therapiezeiten, nach Beendigung (Abschluss) der jeweiligen Therapie, kam es dann wieder zu näheren Kontakten.

Tröpfchenkontakt ist der schnellste Virusverabreicher, ich denk, aus dem Grunde schaltet hier der Arzt auf Distantz, er kennt ja seine Patienten und deren Verhalten

Ich hoffe dir liebe Lisa ein wenig weiter geholfen zu haben

Liebe Grüsse aus Luxemburg (Kalt aber fast Schneefrei --- 1cm lach)

Joseph

Margret antwortete auf Toxidität und Kleinkinder
02 Jan. 2010 22:26
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Hallo in die Runde,

die Vorsichtsmaßnahme der Arzte scheint mir im konkreten Fall eher von Hysterie bestimmt, als von Wissen. Ich würde dem Patienten empfehlen, bei den Medizinern dezidiert nachzufragen, auf welchen gesicherten Erkenntnissen ihre Warnungen beruhen.

Die im vorstehenden link (Rudi's Beitrag) genannten Maßnahmen für Pflegepersonal schliessen ja ausdrücklich eine Gefährdung über "Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen" aus. Dazu gehört auch über die Haut ausgeschiedener Schweiss. Der Beipackzettel für das Medikament gibt auch keinerlei Warnhinweise in diese Richtung.

Dass generell die MM-Medikamente keine Bonbons sind, ist gewiss allgemein klar. Nicht umsonst gibt es umfangreiche Aufklärungsvorschriften, Aufbewahrungsanordnungen und Verordnungserschwernisse.

Bei einem normalen familiären Umgang sehe ich aber durch den Hautkontakt keine Gefahr für ein Kleinkind. Der positive psychosoziale Effekt des liebevollen Miteinanders darf übrigens nicht unterschätzt werden.

Krebspatienten sind keine Aussätzigen! Velcade hin oder her.

Liebe grüße,
Margret

sergio antwortete auf Toxidität und Kleinkinder
02 Jan. 2010 22:23
  • sergio
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    27 Oktober 2009
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Bei meiner letzten PET oder MRT wurde mir auch gesagt, ich solle die naechsten Std. oder Tag
den Kontakt zu meinen Kindern meiden, aufgrund der Radioaktivitaet des
Kontrastmittels.
Also die Mittel mit denen wir zu tun haben, ist nicht zu scherzen.
Ich hatte letztes Jahr auch zwei Zyklen Velcade bekommen, mir wurder zwar nichts mitgeteilt,
aber ich habe versucht den Kontakt zu limitieren, auch wenn meine Kinder nicht so klein
sind. Die Mittelchen die wir bekommen, werden natuerlich auch ueber die Haut ausgeschieden,
nicht nur ueber den Harn und man merkt es auch am eigenen Koerpergeruch, deswegen
auch taegliches Duschen, auch wenn es mir manchmal recht schwer fiel.
Auch nach der SZT braucht es seine Zeit, bis das Melphalan total ausgeschieden ist, da ist es
wahrscheinlich auch ratsam, vorsichtig zu sein.
gruss
sergio

Sergio

rudi antwortete auf Toxidität und Kleinkinder
02 Jan. 2010 19:38
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    23 Oktober 2009
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Hallo Lisa,
Im entferntesten Sinne ist ja Velcade auch als Zytostatika bezeichnet bzw. hat Eigenschaften von diesen.
Wie gefährlich über die Haut ausgeschiedene Komponenten von verabreichten Velcade Infusionen sind oder sein können - insbesondere für Kleinkinder - weiß ich nicht und habe auch auf die Schnelle nichts im Internet gefunden.

Aber vieleicht kommt diese Vorsichtsmaßnahme für den Kontakt zu der 1,5 jährigen Tochter ja aus allgemeinen Sicherheitsvorschriften im Umgang mit zytostatischen Medikamenten bzw. Substanzen.

Hier mal ein Dokument zum Lesen, bei dem klar wird, das wir es bei der Krebsbehandlung mit durchaus sehr gefährlichen Substanzen zu tun haben und wo Menschen arbeiten (Zubereitung, Verabreichung, Entsorgung und Reinigung von Arbeitsmitteln und Räumen) werden auch immer wieder Fehler gemacht bzw. schlampig gearbeitet.

freenet-homepage.de/ModerneAltenpflege/S...abungZytostatika.pdf

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Toxidität und Kleinkinder wurde erstellt von lisa_kotschi
02 Jan. 2010 18:50
  • lisa_kotschi
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    27 Oktober 2009
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liebe Betroffene,

heute erreichte mich eine email aus dem Ausland mit einer Anfrage, die ich nicht beantworten konnte. Vielleicht weiß von euch jemand Bescheid.

Patient 47, diagnostiziert im Nov. 09, erhielt zunächst eine Initialbehandlung mit 4 Wochen Dexa, aktuell erhält er Velcade alle 3 Tage. Er hat eine kleine Tochter von 1,5 Jahren.

Ihm wurde mitgeteilt, dass er vorerst keinen Körperkontakt mit seiner kleinen Tochter haben soll, da die über die Haut austretenden toxischen Stoffe seine Tochter gefährden könnte.

Wer weiß etwas Näheres darüber?

Für Infos wäre ich sehr dankbar.
Lisa