Liebe Sabine, Jeanny und Margret,
@ Sabine: Oh, danke für das Kompliment :oops::oops::oops: Doch, ehrlich gesagt mache ich mir - gerade jetzt, wo es mir mal ganz gut geht - schon Gedanken. Ich möchte gerne etwas zurückgeben an alle, die mich so umsorgen. Außerdem ist es schwer zu wissen, dass man ausgerechnet die Menschen, die einem am allermeisten bedeuten, in Kummer, Sorge und Angst gestürzt hat, auch wenn man natürlich nichts dafür kann. Ich würde ihnen gerne die Angst nehmen, aber ich weiss, das kann ich nicht. Also werde ich Deiner Aufforderung folgend dem Myelom so lange wie es geht Paroli bieten!! Ach ja, bevormundet werde ich auch heute noch, sobald ich etwas hochhebe, und sei es nur ein Kieselstein (Vorsicht, die Knochen......!). Viele Grüße übrigens auch an Deinen Männe.
@ Jeanny: Ich kann das gut verstehen mit der Angst. Ich bin mittlerweile schon halbwegs hysterisch, wenn mein Mann einen Infekt oder irgendwelche Symptome bekommt, weil ich immer denke: Nein, bitte nicht er auch etwas schlimmes.... Wie viel mehr müsst Ihr aushalten? Ich hoffe, dass Du und Deine Mutter trotz allem Freude im Alltag finden könnt.
@ Margret: Man meint als Patient immer, man muss um jeden Preis Zuversicht verbreiten (ich meine damit nicht Diagnosen oder Prognosen verschweigen oder beschönigen, sondern eher "gute Stimmung" machen), aber wahrscheinlich hast Du völlig Recht. Gemeinsam lachen geht super, gemeinsam weinen .... naja... mein Mann gehört eher zu der weit verbreiteten Spezies, die alles mit sich selber ausmachen wollen. Fragt man mal explizit nach dem Befinden, bekommt man Antworten wie grummel, brummel, in den Bart, geht schon.

Und das mit dem Helfen lassen, da muss ich wohl an mir arbeiten, ich bin nämlich eher so gestrickt wie unsere Sabine, alles anpacken und selber machen....
Euch allen liebe Grüße,
Lucy