Hallo,
Die Häufigkeit der unterschiedlichen Immunglobulinisotypen beim Multiplen Myelom entspricht der physiologischen Verteilung: IgG tritt mit 53% am häufigsten auf, gefolgt von IgA mit etwa 25%, während IgD ca. 1% aller Myelome ausmacht.
Leichtkettenmyelome sind unter den MM-Erkrankungen mit ca. 20% recht häufig vertreten. Das niedrige Molekulargewicht der Leichtketten ist der Grund für ihre freie Nierendurchlässigkeit. Beim Leichtkettenmyelom kommt es durch Einlagerung von Eiweißen zu Amyloidablagerungen. Eine Überlastung des Nieren-Filtrationsvermögens kann eine progrediente Nierenschädigung zur Folge haben. Diese für Myelom-Erkrankung typische Myelomniere kann letztendlich zur terminalen Niereninsuffizienz führen. Die Einführung der Diagnostik freier Leichtketten in Serum und Urin erleichtert heute die Verlaufskontrolle der seltenen asekretorischen Myelome (keine Immunglobulin-Spitzen im Blut messbar) (bei 3% der symptomatischen MM).
Viele MM Patienten mit IgG, IgA - Erhöhungen haben normale Leichtkettenwerte innerhalb der Toleranz und der andere Extremfall sind eben diese, die nur Leichtkettenerhöhungen haben aber alle Immunglobuline im Normbereich bzw. nur Immunglobulinmangel aber keine monoklonale Erhöhung.
Ich selbst habe z.B. IgG Lambda Myelom mit zur Zeit IgG so um die 4500. Aber meine Kappa und Lambda Leichtketten sind nicht außer Toleranz und im Urin sind keine erhöhten Eiweißausscheidungen (Bence Jones Eiweiß) meßbar.
LG
Rudi
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
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