@elvi
Zu dem Thema: Wer ist ein Hochrisiko Myelom-Patient:...Da stimme ich JürgenK und Bernard nur zu, die Tatsache,welcher Gendefekt/welches Merkmal zum Hochrisiko wird, hängt scheinbar vom befragenden Arzt ab...und dem Schema, welches er verwendet.
Hier ein Ausschnitt aus der Folie von Prof. Dr. med. Hermann Einsele aus einem Vortrag vom Myelom Patiententag in Würzburg. (Hier auf der myelom.org Seite online)
Hochrisiko-Patient d.h. Überleben <2 Jahren.
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ISS stage 3 (?2m > 5.5mg/dl)
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17p deletion
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Poor-risk genomics (gene expression profiling, SNP array)
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Plasmazellleukemie
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del13 mittels FISH ohnet(4;14) und del(17p) nicht prognostisch
Avet-LoiseauH. ASH Education Program Book 2010: 489-4932. Avet-Loiseauet al. Blood 2010 Oct 20. [Epub]
So, nach diesem Schema dürfte ich zB nicht als Hochrisiko-Patient eingestuft werden. Bin ich aber. (In einem Arztbrief hat sich wohl ejmand vertippt, da hatte ich plötzlich ein hohes AML-Risiko*lol*) Ich bin nach Salmon und Durie in Stufe II einzuordnen.
Ich habe zwar eine del17, welche das Protein P53, einen Tumorsuppressor betrifft. (Dies ist nichts ungewöhnliches, man geht davon aus, das bei ca. 50% aller Krebssorten ein Gendefekt in mindestens einem der Allelle für P53 vorliegt...).
Ich habe auch eine del13.in der Region 13q14, dies entspricht dem Tumorsuppressor RB1, das Retinoblastomgen, eher bekannt als Auslöser für Augenkrebs.
Eine Translokation bei (4:14) habe ich nicht, somit wären nach diesem Schema die anderen Deletionen unwichtig.
Eine Plasmazellleukämie, DAS ist sicherlich kein gutes Zeichen...
Aber scheinbar wurde ich nicht nach diesem Schema eingestuft, bei mir hat man etwas anderes verwendet, und BLUBB...Hochrisiko...
Interessant nur, das scheinbar alle ein Hochrisiko-Myelom haben, wo ich doch gerade erst gelesen habe, dass nur 20 % der MM-Kranken davon betroffen sind...
Hier gilt wie immer, traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast...:bang: