Hallo allerseits,
wenn ich in letzter Zeit das Forum besuche, habe ich zumeist ein schlechtes Gewissen. Die Abstände in denen ich hier vorbei schaue sind zudem immer größer geworden. Die Zeiten in denen ich hier täglich online war liegen lange zurück. Ich habe damals hier Hilfe, Trost und Unterstützung gesucht. Im Moment geht es Heike so gut, wie schon lange nicht mehr. Und somit bin ich dann doch eher selten hier online.
Bei unseren regelmäßigen Aufhenthalten in der Uniklinik in Würzburg traf ich rein zufällig Sergio im Aufzug. Noch am selbigen Tage habe ich ihn besucht. Natürlich sind wir auch auf das Forum zu sprechen gekommen. Gemeinsamer Tenor war, dass die Anzahl der positiven Berichte im Vergleich zu anderen Beträgen eher gering ist. Aber das ist bestimmt keine Besonderheit dieses Forums, sondern ist eher allgemein gültig. Und so habe ich beschlossen diese Quote zugunsten der positiven Berichte wenigstens um einen Bericht zu vergrößern

(lieber Sergio, ich hoffe das ist ok, dass ich dich hier namentlich nenne. Bitte korrigiere mich, falls ich etwas falsch wieder gegeben habe)
Wer meine Beträge von vor zwei Jahren gelesen hat, wird sich erinnern, das ich gebangt und gefleht habe. Heikes Leben hing am seidenen Faden. Nachdem die akute Lebensbedrohung abgewendet war, machten uns die massiven Lähmungen größte Sorgen und der Blick in die Zukunft war eher düster. Selbst Fachärzte haben uns damals keine großen Hoffnungen gemacht. Heute sieht unser Leben anders als erwartet aus: Heike ist wieder sehr gut bei Kräften und fast uneingeschränkt mobil. Wir sind glücklich und genießen das Leben. Es ist bei weitem nicht wie früher und wir sind uns dessen bewußt, dass diese glückliche Zeit nicht ewig anhalten wird. Aber wir sind zufrieden und dankbar, für das, was wir bisher erreicht haben.
Das Leben kann so schön sein.
Heike & Kai-Uwe