Hallo
Jawohl, Kuddel57 und JürgenK sind eine Person. Genau wie oben zu lesen legte ich JügenK an weil ich über lange Zeit nicht an meine Kennung kam.
Ein halbes Jahr war ich in stationärer Behandlung und überwand dabei jene Querschnittslähmung, die ohne Behandlungsfehler nie entstanden wäre. Diese Zeit hatte einige Herausforderungen für mich parat. So musste ich mich gegen die falschen Diagnosen der Mediziner stemmen, ihnen in den Arm fallen als sie ein für mich lebensgefährliches MRT anordneten, Isolation wegen des Verdachts auf MRST erdulden, erfahren wie sich ein Schlaganfall anfühlt, mich gegen die Einweisung in ein Pflegeheim wehren, einen Professor zur Hilfe holen um in seinen Einflussbereich verlegt zu werden, den Weg erklären der trotz meiner Einschränkungen in eine REHA führt, diese nach zehn Wochen abbrechen weil der Tumor nach vier Monaten ohne Behandlung sein Unwesen im Körper trieb, erneut die Ärzte über den noch verbliebenen Weg aufklären um nach kurzer Unterbrechung endlich wieder qualifizierte Hilfe gegen meinen Tumor zu erhalten.
Die Zeit der Behandlung war gut und es ging langsam aber ständig aufwärts. Nun muss ich hier lesen, als Hoffnungsträger eingesetzt worden zu sein. Erfreulich zu erfahren, dass ich einigen diese geben kann. Dabei mache ich nicht mehr als es jeder von euch auch machen kann und viele wohl tuen. Da denke ich zum Beispiel an Joseph und Karsten.
Kürzlich schrieb ich einer Freundin, die Diagnose MM sein für mich wie ein Sturz in den Abgrund gewesen. Erfreut stellte ich unten liegend fest, zu leben. Vorsichtig prüfte ich was noch funktioniert und machte mich an den Aufstieg. Herrlich, es funktionierte schrittweise und jede genommene Hürde auf dem Weg nach oben machte mich stärker bis ich schließlich wieder oben war und die Sonne sah. Das hatte drei Jahre gedauert. Schöne Jahre denn der Weg war sehr erfolgreich und brachte damit Freude. Jeder Schritt brachte Freude und führte zum Erfolg.
Diese Haltung scheint es zu sein, die mich immer wieder auf die Beine gebracht hat. Schlechte Prognosen von Ärzten konnte ich mehrfach widerlegen. Das gelingt leicht wenn man zuversichtlich ist. Ein Hoffnungsträger kann versagen, eine zuversichtliche Grundhaltung kaum.im forum
Bille, Du siehst Dinge und fragst, warum nicht. Monika, das Glück liegt am Rand des Weges. Beide Sichtweisen können uns aufbauen und bei der Überwindung von Hürden hilfreich sein. Glück und der fixe Arzt gehören sicher dazu, aber wenn es darum geht, was wir selbst tun können, kommen ich immer wieder auf die Freude am Leben. Dafür ist jeder selbst verantwortlich. So wie es Margret schreibt, Leben ist jetzt.
Genießt das Leben, Niemand sonst kann das für euch machen.
Ganz liebe Grüße
Jürgen