Hallo Ihr jüngeren MM´ler,
wie gut einerseits, dass Ihr Euch hier meldet und damit die Möglichkeit der gegenseitigen Kontaktaufnahme unter Betroffenen nutzt. Andererseits bin auch ich geschockt, dass es so viele Jüngere gibt.
Nach 7 Jahren Nachdenken, Luftholen, Gelassenheit erarbeiten und auch Grübeln seit Erstdiagnose bin ich der Meinung, dass es sogar wichtig ist, frühzeitig von der Diagnose zu wissen.
Ich beispielsweise hätte mir viele therapeutische Maßnahmen für die lange schon vorher bestehenden Rückenschmerzen nicht geben lassen oder kritischer betrachtet und so vielleicht das Rutschen der Osteolyse, des Krebses vom Wirbel in den Rückenmarkskanal und in Folge den Fast-Querschnitt vermeiden können. Mein Blut zeigte nämlich schon 10 Jahre vor der Diagnose die Blutauffälligkeiten des Myeloms und kein Arzt sagte es mir, wieso weiss ich nicht. Rücksicht oder Unkenntnis?.
Auch ich hätte vielleicht wie Du bewußter, genießender gelebt. Mich nicht um jeden möglichen Mist gekümmert, sondern an mich gedacht.
Die schnellere Diagnose heute liegt vielleicht mit daran, daß seit Anfang des Jahrtausends z.B. bei Osteoporose-Verdacht die Elektrophorese zum Diagnosestandard gehört. Leider wird sie oft versäumt.
Durch unser Aufmerksammachen aller von uns besuchten Fachärzte und vor allem der Hausärzte, helfen wir der nächsten Generation und uns selbst. Ich denke, je mehr Betroffene erkannt werden, desto mehr Ärzte forschen vielleicht an helfenden Medikamenten, die uns dann wieder paar lebenswerte Jahre schenken.
In diesem Sinne alles Liebe für die, die so intensiv im Patientenforum unterwegs sind.
Wie gut, daß es Euch gibt
elisea