Lieber Gast,
ja Sch...., mit dem Problem haben wohl die meisten männlichen Patienten zu tun,wobei fast alle verlegen an die Decke gucken, wenn es angesprochen wird. Ich weiß nicht ob es ein Trost ist, dass es sich bei mir nach einer gewissen Zeit von alleine wieder geregelt hat, es ist halt ein Auf und Ab, je nachdem, wie intensiv ich gerade therapiert werde.
Da die Sexualität nun mal einen großen Einfluss auf die Lebensqualität hat möchte ich dich ermutigen, die behandelnden Ärzte darauf anzusprechen, die reagieren meist sehr verständnisvoll. Auch mit deiner Frau solltest du offen darüber reden,
Bezüglich der gängigen Medikamente wie Viagra und Co. würde ich keinen Alleingang machen, sondern mich ärztlich beraten lassen. In der Patienteninformation zu Viagra steht, dass es bei bestimmten Blutkrebsarten wie z.B. Multiples Myelom nicht genommen werden sollte. Andererseits erinnere ich mich an ein Video vom ASH? oder von der IMF?, in dem ein Arzt durchaus die Einnahme empfahl. Hier solltest du ggf. die Fachleute befragen.
Die Psyche spielt bei Potenzproblemen ja auch mit. Versagensängste und Leistungsdruck, geschürt durch Aussagen von Mitmenschen, die angeblich immer un so oft sie wollen "können" sind aber wohl meist eher Angeberei.
Potenzprobleme sind keine Schande und es ist gut, dass du das Thema hier angesprochen hast.
Ich wünsche dir alles Gute,
Andreas