Hallo,
wie Christine schon geschrieben hat ist es grundsätzlich richtig, dass man nach der ersten HD noch eine weitere machen kann.
Die Frage nach der "richtigen" Strategie kann dir leider hier keiner abnehmen. In eure Entscheidung solltet ihr aber u.a. folgendes berücksichtigen.
Alter des Patienten ?!
Dauer der Remission ?!
Art der Induktion vor der HD !?
"Riskopatient" ?!
schließt deine Mutter eine (RIC) allo aus?
Neuropathien ?!
etc.
Klar ist: Dauert die erste Remission nach der autologen HD mehrere Jahre, dann macht sicherlich eine erneute HD Sinn. Ich meine, dass einige Ärzte eine neue autologe HD empfehlen, wenn die erste Remission 16 MOnate gehalten hat. Andere Empfehlen es nach 24 Monaten - natürlich immer in Anhängigkeit individueller Beürfnisse ("sanftere Therapie" vs aggressivere Therapie). Ich weiß aber auch nicht wie weit Revlimid etc. in diesen Studien schon berücksichtigt wurden??!
In meinen Augen ist aber auch nicht klar, ob eine HD im Rezidiv nach z.B. 3 Zyklen Induktion erfolgen sollte oder ob der Zeitpunkt der HD im Rezidiv weniger wichtig ist. Diese Frage soll die ReLApsE Studie beantworten:
www.myelom.org/studien/uebersicht/relapse.html
Eine Therapieentscheidung kann dir hier daher leider keiner Abnehmen, aber Möglichkeiten wären, z.B.
1. eine erneute Induktion mit den erhaltenen Mitteln + HD +/- Revlimid Erhaltung
2. Induktion mit einer anderen Kombination + HD +/ Revlimid Erhaltung
3. Revlimid Dauertherapie
4. Teilnahme an einer Studie
5. Induktion + auto / allo
6. Induktion + (RIC) allo
7. ...
8. ...
Du siehst es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, die auf eure Wünsche / Bedürfnisse abgepasst werden müssen. Holt euch in jedem Fall eine Zweitmeinung und ggf. auch Drittmeinung ein. Ich empfehle immer Heidelberg und Würzburg, weil beide Zentren in meinen Augen unterschiedliche Strategien verfolgen.
Ich drücke euch ganz dolle die Daumen.