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Jeanny150765 antwortete auf ein wenig Angst
14 März 2011 14:15
  • Jeanny150765
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Lieber Rudi,Liebe Margret

Danke für Eure Zeilen.Ihr habt Recht,ich sollte mich über das
bisher erreichte freuen.Vielleicht ist ja alles garnicht so schlimm,
wie man es sich immer ausmalt.Jeder Tag ist kostbar und so werden
wir die Beschwerdefreie Zeit geniessen.

LG

Jeanny

rudi antwortete auf ein wenig Angst
13 März 2011 13:59
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Hallo Jeanny,
nachdem ich vor 4 Wochen den größten Teil meiner Therapien hinter mich gebracht hatte und wusste, jetzt habe ich 3 Monate Pause bis zur nächsten Kontrolle, da bin ich einerseits sehr zufrieden und erleichtert gewesen, auf der anderen Seite geht es mir aber auch so wie du es hier am Anfang beschrieben hast.
Plötzlich scheint alles erledigt zu sein, die Werte fallen nicht mehr und es beginnt die Angst, daß die Werte jetzt wieder steigen könnten.

Die Angst vor dem Rezidiv kommt ja nicht erst nach einem oder zwei Jahren langsam hoch sondern sie sitzt einem sofort im Nacken.
So wie es Bernd in seinem Buch geschrieben hat läuft man Gefahr zum Hypochonder zu werden. Bei jedem kleinen Anzeichen für eine Verschlechterung des Zustandes denkt man gleich an ein "zurückkehren des MM".
Aber zum Glück hilft uns da auch wieder unser "Verdrängungsvermögen". Wir schaffen es doch Stundenweise und manchmal sogar Tageweise die "drohende Gefahr" zu vergessen oder wenigstens beiseite zu schieben.

Man muß seine Perspektiven und Horizonte kürzer abstecken.
Diesen kommenden Frühling und Sommer will ich voll und ganz genießen - weiter will ich garnicht blicken. Und wenn dann der Herbst kommt dann sehen wir wieder weiter - was da kommt.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Margret antwortete auf ein wenig Angst
13 März 2011 09:22
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Liebe Jeanny,

ich kenne deine Angst - und wer hier im Forum kennt sie nicht?...

Was hilft? Vielleicht ein Perspektivwechsel, auf das Jetzt und Hier:

Freu dich über das Erreichte, geniess die eintretende Entspannung und hol alles Schöne nach, was in der letzten Zeit einfach nicht möglich war. Das beginnende Frühjahr ist ohnehin eine gute Zeit für's Neuentdecken der Lebenskräfte.

Ob wirklich "alles gut wird"? Das kann dir niemand versprechen. Aber dass es aktuell erst mal "gut ist", ist Grund zu Freude und Zuversicht. Nun kann man der Seele "Freude" ja nicht befehlen, aber man kann versuchen, sich den positiven Gedanken zu öffnen. Nicht auf Knopfdruck, aber mit der Zeit und jeden Tag ein bißchen mehr.

Eine lange, ganz lange Zeit ohne Krankheitssorgen und liebe Grüße,
Margret


Jeanny150765 antwortete auf ein wenig Angst
13 März 2011 01:24
  • Jeanny150765
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Hallo liebe Caro,

Du machst immer Mut und bist immer so zuversichtlich,das steckt
an und das ist gut so.Ich hoffe ja auch immer auf "DAS" Medikament.
Irgentwie bin ich ja auch froh,denn ohne Erhaltungstherapie scheint es ja ganz gut auszusehen.Die Ärztin ist sehr zufrieden und das ist wichtig.Sie wird schon wissen,was Sie tut.Sie ist sehr sehr kompetend
und sehr wissend um MM.Ich werde mal jetzt keine Angst mehr haben und mich freuen,das das MM erst einmal weit weg ist.Liebe Grüße auch an Deinen LG und auch einen schönen Sonntag wünscht

Jeanny

Jeanny150765 antwortete auf ein wenig Angst
13 März 2011 00:55
  • Jeanny150765
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Lieber Kai,
Du hast selber so viele Sorgen um Deine Heike,aber
der Satz von Dir "Alles ist gut"hat mich auf den Boden der
Tatsachen zurück geholt.Ja......Alles ist gut!!!!Ich darf nicht immer denken,das es gleich wieder zum Schlimmsten kommt,sondern dankbar sein,so wie es gerade ist.Ich lieb meine Mutti so sehr,hab einfach ebend immer und immer Angst um Sie.Aber auch Du gehst seit Wochen an Deine Grenzen.Ich fand das mit dem Wohnmobil so genial,weil das ich hätte sein können...hauptsache immer in der Nähe sein.Wenn ich von Dir lese,das es Deiner Heike mit kleinen Schritten
aufwärts geht,dann freut man sich so dolle mit Euch,weil jeder hier weiss um was es geht.Manchmal muss man sich schon wundern,was ein Körper so alles durchsteht.Eine Freundin von mir deren Mutter hatte vor zwei Wochen den 3.Schlaganfall,die Ärzte haben keine Hoffnung mehr gegeben.Sie konnte niemanden mehr erkennen,weder selber trinken und essen und und und....Heute 14 Tage später lacht Sie schon wieder ein wenig,kann alles bewegen und auch wieder selbständig für ein paar Sekunden auf Ihren eigenen Beinen stehen...Welch ein Wunder.
Wie geht es denn Deiner Heike?Es ist doch super,das die Werte des MM zurückgegangen sind,also besteht von der Seite erst einmal ja keine Gefahr.Sie spürt ganz bestimmt,das Du immer da bist...und wenn auch nur draussen im Wohnmobil,Sie kennt Dich ja....Alles alles liebe für Euch und jetzt schreie ich mal ganz laut "Ales wird gut".(Wenn ich meine Mutti täglich morgens anrufe,ist das der erste Satz):D

LG
Jeanny

Caro antwortete auf ein wenig Angst
13 März 2011 00:49
  • Caro
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Hallo Jeanny,

das Wichtigste an dieser Krankheit ist, glaube ich - freue dich am heute. Niemand weiß was kommt - wir Gesunden schließlich auch nicht. Mir kann Morgen ein Blumentopf auf den Kopf fallen.... Oder das AKW Biblis hochgehen... usw usw
Wenn dich beunruhigt, dass deine Mutter jetzt doch keine Erhaltungstherapie bekommen soll, löchere die Ärzte solang bis sie dir eine vernünftige Erklärung geben. Ob es der Zustand deiner Mutter ist, oder vielleicht auch von der Diskussion in Amiland herrührt wegen den Zweitmalignomen bei Dauer - Rev.
Bei meinem LG hat die CR auch nur eineinhalb Jahre gehalten, das war zuerst schon zum Verzweifeln. Aber dann hat sich herausgestellt, dass mit relativ milder Therapie - im Gegenteil zur SZT - Bestrahlungen, Revlimid, Velcade, Bestrahlungen - sich das Ganze immer wieder erfolgreich eindämmen ließ. Im Moment geht es ihm richtig gut. Und es sind immerhin schon an die vier Jahre seit Diagnose (auch III A).

Also Kopf hoch, gib deiner Mutter das Gefühl, dass du daran glaubst, dass alles wieder gut wird - und wer weiß, vielleicht wird nächstes Jahr schon DAS MEDIKAMENT gefunden.

Viele liebe Grüße und einen schönen Sonntag

Caro