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joseph antwortete auf autolog-allogene Transplantation
14 Jan. 2010 10:51
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08.01.2010
Schutz vor Cytomegalovirus-Infektion nach Strammzelltransplantation

Eine Stammzelltransplantation ist für viele Patienten mit malignen Erkrankungen die einzige lebensrettende Maßnahme. Als Folge dieser Therapie sind die Patienten jedoch für Monate bis Jahre immunsupprimiert. Während dieser Zeit sind sie einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Erkrankungen, die durch das humane Cytomegalovirus (HCMV), einem Herpesvirus, ausgelöst werden, sind eine gefürchtete Komplikation, da es hier zu lebensbedrohlichen Infektionsverläufen kommen kann.

Die Chemotherapie des Erregers ist problematisch, da die verfügbaren Substanzen erhebliche Nebenwirkungen haben. Deshalb wird in den letzten Jahren verstärkt an Strategien gearbeitet, die Immunantwort gegen das Virus im Patienten zu verbessern. In einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt suchen Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Mediziner der Universitätsklinik Würzburg gemeinsam nach einem neuen Konzept der Immuntherapie der HCMV-Infektion bei Transplantationspatienten.

Herpesviren sind weltweit verbreitete Erreger mit hohen Durchseuchungsraten von 40% bis zu nahezu 100% bei den einzelnen Vertretern. Die primäre Infektion verläuft in der Regel ohne klinische Symptome, so daß in der Mehrzahl der Infizierten die Infektion nicht bemerkt oder diagnostiziert wird. Kommt es zu einer symptomatischen Infektion, treten so unterschiedliche Erkrankungen auf wie z.B. Windpocken (hervorgerufen durch das Varizella-Zoster-Virus), Herpes labialis (Herpes simplex Virus) oder Pfeiffersches Drüsenfieber (Epstein-Barr-Virus). Die primäre Infektion mit HCMV in einem gesunden Menschen kann sich in seltenen Fällen in Grippe-ähnlichen Symptomen bemerkbar machen.

Allen Herpesviren gemeinsam ist die spezifische Eigenschaft, nach der Primärinfektion lebenslang im Körper zu verbleiben. Während dieser sog. Persistenz werden keine nennenswerten Mengen an infektiösen Viren gebildet und es treten keine Krankheitssymptome auf. Ursache dafür ist die Kontrolle des Virus durch das Immunsystem. Vor allem zwei unterschiedliche Mechanismen tragen zu dieser Kontrolle bei: Zytotoxische T-Zellen ("Killer Zellen"), die Virus-infizierten Körperzellen eliminieren und Antikörper, die in der Lage sind, die Infektiosität von freien Viren zu neutralisieren. Treten Defekte in einzelnen Komponenten der Immunantwort oder im gesamten Immunsystem auf, kann es zu einer Reaktivierung der Virusvermehrung, die zu einer symptomatischen Erkrankung führen kann, kommen. Paradebeispiel ist hier der immer wiederkehrende Lippenherpes (Herpes labialis). Patienten nach der Transplantation von Stammzellen des blutbildenden Systems haben in der frühen Phase nach der Transplantation kein voll funktionsfähiges Immunsystem. Endogen persistierende Herpesviren können sich in dieser Phase ungehemmt vermehren. Eine exogene Infektionsquelle ist hierfür nicht notwendig.

Vorarbeiten der beteiligten Wissenschaftler hatten ergeben, dass Gedächtnis B-Zellen (GBZ) vor dem tödlichen Verlauf einer Cytomegalovirus-Infektion in immunsupprimierten Tieren schützen können. GBZ sind eine zentrale Komponente des Immunsystems. Sie werden nach jedem Kontakt mit Infektionserregern gebildet und überleben für Jahrzehnte im Körper. Sie sind wichtige Zellen für die Produktion von Antikörpern, die wiederum Virusinfektionen neutralisieren können. Über die Regeneration und Bedeutung von GBZ für den Verlauf einer Virusinfektion nach Stammzell-Transplantation ist sehr wenig bekannt. In dem Forschungsprojekt wird daher die Rekonstitution der GBZ in Transplantationspatienten untersucht. Die Ergebnisse sollen die Basis für eine neuartige Therapie mit Hilfe von GBZ zur Immunprophylaxe von Infektionen darstellen.

Quelle: Wilhelm Sander-Stiftung

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LG

Joseph




archiv antwortete auf autolog-allogene Transplantation
06 Apr. 2009 22:22
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "ikattner" am 6. April 2009 um 22:22 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Chris" geschrieben am 17. Februar 2009 um 14:40 Uhr.


Hallo Chris, mir wurde aktuell die gleiche Studie vorgeschlagen. Wie hast du Dich entschieden und wie geht es Dir? Liebe Grüße Ingrid

archiv antwortete auf autolog-allogene Transplantation
06 Apr. 2009 22:21
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "ikattner" am 6. April 2009 um 22:21 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Chris" geschrieben am 17. Februar 2009 um 14:40 Uhr.


Hallo Chris, mir wurde aktuell die gleiche Studie vorgeschlagen. Wie hast du Dich entschieden und wie geht es Dir? Liebe Grüße Ingrid

archiv antwortete auf autolog-allogene Transplantation
28 Feb. 2009 09:24
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Andreas Raj." am 28. Februar 2009 um 09:24 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Andreas Raj." geschrieben am 27. Februar 2009 um 21:37 Uhr.

Den Patientenbericht von Sabine Schock hast Du gelesen? Sie ist in Hamburg allo-transplantiert worden. Wie es scheint, mit gutem Erfolg.

Vielleicht nimmst Du mal mit ihr Kontakt auf. Ihre Kontaktdaten findest Du etwas weiter unten im Forum unter dem Thema "Opstipaption" (so um den 13.2. herum)


Andreas

archiv antwortete auf autolog-allogene Transplantation
27 Feb. 2009 21:37
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Andreas Raj." am 27. Februar 2009 um 21:37 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Chris" geschrieben am 27. Februar 2009 um 16:33 Uhr.

Liebe Christiane,

wenige Tage nachdem mir im Rahmen der mini-allo die Stammzellen meiner Schwester übertragen wurden, habe ich im Isolationszimmer meinen 47. Geburtstag gefeiert. Meine Frau kam dann mit Kuchen und Abendessen zu mir. Naja, ist ja auch mal eine Erfahrung, aber zu Hause oder im Restaurant feiert es sich eindeutig schöner :-)).

Andreas

archiv antwortete auf autolog-allogene Transplantation
27 Feb. 2009 16:33
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Chris" am 27. Februar 2009 um 16:33 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Andreas Raj." geschrieben am 22. Februar 2009 um 17:30 Uhr.




vielen Dank für deine Erläuterungen. Du hast mir sehr weitergeholfen. Ich werde versuchen, deinen Vorschlag, bezüglich der Informationen, umzusetzen. Eine Frage hätte ich aber noch. Ich bin 48 Jahre. Wie alt warst du bei deinen Transplantationen?

Herzliche Grüße aus Hessen
Christiane