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leopoldi antwortete auf Antidepressiva (Psychopharmaca)
11 Feb. 2011 10:10
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rudi schrieb: Vor allem die Tatsache, daß man schon Kindern und heranwachsenden Teenagern Antidepressiva ohne Skrupel verabreicht zeigt doch schon den Skandal.


Das beste Beispiel hierfür ist Ritalin & Co gegen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Die "Verhaltensauffälligkeiten"bei Kindern nehmen erschreckend zu. Wo kann man mehr Geld mit verdienen 8), als für Beschwerden die zwar als Beschwerden empfunden werden, aber organisch überhaupt nicht belegt werden können und verunsicherte Eltern, die für ihre Kinder nur das Beste wollen :roll:, dazu noch die Aussage des Arztes: "Ja wenn Sie die Zukunft Ihres Kindes verbauen wollen, können Sie auch auf die Behandlung verzichten.", (während er denkt, noch drei Fallzahlen, dann bin ich bei der "Schulung" in der Dominikanischen dabei:lol:).
Die Wirkung lässt sich nicht von der Hand weisen; dass Patienten sich selbst nicht mehr erkennen und an der Persönlichkeitsspaltung in dieser eh schon so schwierigen Lebensphase der Pubertät zum Teil zerbrechen, steht auf einem andern Blatt.
Sorry, dass ich jetzt so ausführlich vom Thema abgekommen bin ...:wink:

Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

rudi antwortete auf Antidepressiva (Psychopharmaca)
11 Feb. 2011 09:37
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christine schrieb: Bevor einer vom Hochhaus springt oder in Wahnvorstellungen versinkt, kann man ein Absinken der weissen Blukörperchen wohl in Kauf nehmen.


Die FDA hat schon 2006 durch Auswertung von Daten festgestellt, daß jüngere Menschen bis zum Alter von 25 (40) bis zu 2-3 mal häufiger Selbstmord unter Antidepressiva machen als ohne.

Vor allem die Tatsache, daß man schon Kindern und heranwachsenden Teenagern Antidepressiva ohne Skrupel verabreicht zeigt doch schon den Skandal.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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leopoldi antwortete auf Antidepressiva (Psychopharmaca)
10 Feb. 2011 21:29
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rudi schrieb: Wenn ein Medi in der "Hauptwirkung" nicht wirkt, dann macht man einfach eine der Nebenwirkungen zur neuen Hauptwirkung, meldet neues Patent an und schon kann man das Medi wieder neu verkaufen


Hallo,

genau das ist mir neben diversen Praktiken, wie Studien nachträglich geschönt werden, von diesem Buch so deutlich in Erinnerung. Der Autor berichtet, ein Medikament, das als Diätpille entwickelt wurde und als diese keine Zulassung erreichen konnte, wird als Psychopharmaka auf den Markt geworfen mit der Nebenwirkung: Gewichtsverlust. Es sei keinerlei Vorteil nachgewiesen worden, die Zahlen hätten sogar eindeutig belegt, dass unter diesem Medikament mehr Leute Selbstmord begangen haben, als unbehandelt. "An der Studie waren 11.000 Individuen beteiligt." Am Ende seien dann effektiv nur die Daten von 256 Personen ausgewertet worden und wie auch immer hat das Medikament somit die Prüfung bestanden.

Es gibt immer zwei Seiten und ich bin auch überzeugt, dass man psychische Probleme, die in unserer Gesellschaft leider oft nicht anerkannt werden, nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Aber es ist ein sehr schmaler Grat und man muss gut überlegen, ob einem nicht mit guten Gesprächen manchmal besser geholfen ist.

LGe Monika

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christine antwortete auf Antidepressiva (Psychopharmaca)
10 Feb. 2011 17:04
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Man muss eben sehr genau unterscheiden zwischen "Stimmungsaufhellern" und Medikamenten, die z.B. u.a. psychotischen, oder schwer depressiven .... Patienten verabreicht werden ("können",muss man ja schon dankbar sagen). Bevor einer vom Hochhaus springt oder in Wahnvorstellungen versinkt, kann man ein Absinken der weissen Blukörperchen wohl in Kauf nehmen. Das abzuwägen ist dann eben die Heil"kunst", die nicht gleich jeder kann.


Gruss

Rudi, du kannst dich ja schon wieder richtig doll ärgern- es geht dir also viel besser?? SUUUUUUUUper.:-)Das freut mich





Katrin antwortete auf Antidepressiva (Psychopharmaca)
10 Feb. 2011 16:58
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die frage ist ;wieviele menschen ohne medikamente sterben würden?
bzw. ist jedes große geschäft auch immer mit vielen schwarzen schafen verbunden, die profit daraus schlagen.

ich glaube das wichtigste ist, nicht kraut und rüben zu vermischen.
jeder facharzt verschreibt die unterschiedlichsten medikamente,

man nimmt meistens alle auf einmal früh morgens.......na klar das nirgendwo ausgetestet wurde, wie diese 5 medikamente untereinander in korrelation stehen und sich in ihrer wirkung beeinflussen.

ein aufgeklärter patient, der nicht jeder studie glauben schenkt und sich auch mal selber traut "therapieempfehlungen" abzugeben ist meistens am besten beraten;)


rudi antwortete auf Antidepressiva (Psychopharmaca)
10 Feb. 2011 13:19
  • rudi
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Hallo Monika,
unabhängig von aufkommender Polemik ist das Buch "Nebenwirkung Tot" garnicht so abwägig - zumindest für die ca. 50000 die jährlich alleine in Deutschland dran glauben müssen:

Zitat:
Jeder zweite Todesfall durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen wäre vermeidbar.

Überträgt man die Daten einer Studie aus Norwegen auf Deutschland, so sterben jedes Jahr mehr als 50.000 Menschen an unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Die prospektive norwegische Studie an einer dortigen Klinik ergab, dass mehr als 18 % der dort innerhalb von zwei Jahren aufgetretenen Todesfälle durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen bedingt waren und dass ohne Autopsie gerade mal 8 von 133 durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen bedingten Todesfälle auch als solche erkannt wurden.

Quelle:
de.wikipedia.org/wiki/Nebenwirkung
Am Schluß des Wiki Artikels ist eine interessante Story über das Medikament, das zwischendurch auch mal Viagra war.
Wenn ein Medi in der "Hauptwirkung" nicht wirkt, dann macht man einfach eine der Nebenwirkungen zur neuen Hauptwirkung, meldet neues Patent an und schon kann man das Medi wieder neu verkaufen:evil::evil::evil:

Ich habe das Buch "Ein medizinischer Insider packt aus" gelesen.
Die Mafia ist nicht nur in Süditalien und Rußland, sie ist mitten unter uns - tagtäglich :bang:

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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