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23 Jan. 2011 14:34
  • WalterB
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Hallo Harry,

auch ich bin ja Hochrisikopatient und hab die Allo mit mittelmäßigem
Erfolg hinter mir. Aber ein Schritt in die richtige Richtung ist sie für
uns in jedem Fall und schafft damit eine bessere Ausgangssituation
für die nachfolgende Erhaltungstherapie.
In diesem Sinne: Augen zu und durch und dann weiter!
Ich wünsche dir jedenfalls den best möglichen Erfolg und drücke dir alle Daumen!

Liebe Grüße, Walter

23 Jan. 2011 13:46
  • Kuddel57
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Hallo zusammen

Für mich möchte ich gar keine abgestimmte Aufklärung über bevorstehende Behandlungen. Die Vielfalt der Möglichkeiten im Verlauf spiegelt sich in den Äußerungen der Mediziner. Das ist in Ordnung so.
Zeichnet ein Stationsarzt jedoch die Chancen in trübem Grau um diese ohne erkennbare neue Information kurz danach in gefälligen Farben zu schildern, stellt er sich ins Abseits.
Harry schrieb
<<Jetzt kommts: Heute bei der Visite hat der Stationsarzt mir gesagt, dass ich doch gute Chancen hätte und und und..>>
Einiges wurde in diesem Tread zur Unterstützung von Harry geschrieben.
Gisela schrieb
<<Ich bin auch Hochrisikopatient laut FISH, aber bis jetzt ist noch nichts von dem was hätte schon alles passieren müssen eingetreten.>>
Rudi verwies auf die weiter fallenden Werte durch die jetzige Behandlung und Monika auf das neue Blatt das nun ausgeteilt wird.
Mir selbst sagten Ärzte den letzten Tag auch schon wiederholt vorher.
Dazu Harry kommt Dein „jetzt erst recht“, damit kannst Du Deine Karten entspannt ausspielen und auch ein vielleicht weniger gutes Blatt gewinnen. Die ungünstigen Kommentare der in praktischer Psychologie mitunter wenig sensiblen Mediziner sind nur Meinungen, lass Dir die Karten nicht schlecht reden.

Alles Gute

Jürgen

22 Jan. 2011 18:15
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Hallo,

ich glaube, das Würzburger Ärzteteam um Einsele sollte die Aussagen, die einem Patienten gegenüber gemacht werden, intern koordinieren. Nicht gut ist, wenn man mit so unterschiedlichen Meinungen konfrontiert wird, je nachdem, wer gerade Dienst hat.

Ein Freund von mir, der in Würzburg allogen transplantiert wurde, durchlebte ein Wechselbad der Gefühle: Die unteren Ränge der Ärzte sagten seit Wochen, dass er es nicht schaffen wird, wurden dann aber immer von oberster Stelle zum Zurückrudern gezwungen. so sollte es nicht sein. Und Jürgen: Klar - die Aufklärung über die Risiken sollte zu einem früheren Zeitpunkt stattfinden, nicht erst, wenn die Therapie schon läuft. Das meinte ich vorhin als ich schrieb, dass man über die Art und Weise schon etwas irritiert sein kann.

Andreas R

GiselaKöenig antwortete auf 1. Zwischenbericht "allo" (Schlechte Karten?!)
22 Jan. 2011 18:12
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Margret schrieb: Aber wie Andreas schon schrieb: Mündigkeit, vollständige Aufkärung und Gespräche auf Augenhöhe sind nun mal kein Schmusekurs. Nicht nur beim Myelom.

Liebe Margret,

ich habe nichts dagegen wenn Patienten aufgeklärt werden. Das dies auch oft kein Musekurs ist weiß hier sicherlich auch jeder; nur meiner Meinung nach kommt es auf das wie und wann an. Die Risiken einer Allo sollten bei der Therapieauswahl besprochen werden und nicht wenn der Patient schon dazu stationär aufgenommen worden ist. Die nervliche Anspannung ist dann so groß, dass man eh keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe es selbst erlebt. Als bei mir die Chemos so gut angeschlagen hatten, habe ich mir erlaubt bei dem behandelnden Prof. nachzufragen warum ich denn jetzt noch eine Autologe bräuchte!? Damals war ich "Neuling" auf dem Gebiet MM. Die Antwort war "er wäre nicht dafür da um mich zu überreden die Autologe machen zu lassen. Entweder ich mache diese Therapie oder nicht. Was ich sagen will, es geht um die Art, wie man mit Patieten umgeht.Was ist das denn für eine Art einem Patieten in dieser Lage zu sagen "Sie stehen mit dem Rücken an der Wand". Hallo? Alles zu seiner Zeit!!! Aufklärung ja o.k. Gespräche auf Augenhöhe o.k. aber alles zu seiner Zeit.

Viele liebe Grüße

Gisela

Habe das erste Mal versucht einen Teil zu zitieren, ob es klappt werden wir sehen.Hat nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe.

22 Jan. 2011 16:59
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Kuddel57 schrieb: ...damit macht er sich selbst zum Trottel und kann kaum ernst genommen werden....


Lieber Jürgen, es handelt sich bei den gegenläufigen Aussagen nicht um einen Arzt, sondern um 2 Mediziner, die unabhängig voneinander fachlich entgegengesetzte Standpunkte einnehmen. Was, so finde ich, zulässig ist.
Hier hat sich niemand von den Ärzten zum Trottel gemacht.
Ob die negative Aussage kurz vor Beginn der allo psychologisch sehr weise war, ist eine andere Frage...
Aber wie Andreas schon schrieb: Mündigkeit, vollständige Aufkärung und Gespräche auf Augenhöhe sind nun mal kein Schmusekurs. Nicht nur beim Myelom.

Lieber Harry, von mir bekommst du alle gedrückten Daumen für deine allo. Zeig dem MM die Zähne und denk dran: "Handtuchwerfen ist nur ein Sport für Pessimisten." Liebe Grüße!

Margret


22 Jan. 2011 16:31
  • Kuddel57
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Hallo Andreas,

Du hast ja Recht, der Arzt sollte mit offenen Karten spielen.
Aber hat er das in diesem Fall?
Zwischen ganz schlechte Karten und doch gute Chancen sind mindestens uns keine neuen Kriterien bekannt, damit macht er sich selbst zum Trottel und kann kaum ernst genommen werden.
Wir bemühen uns hier um Zuversicht vor einer Behandlung, die Äußerungen des Stationsarztes erschweren mindestens diese wichtige Haltung des Patienten zur Unterstützung der Behandlung.

Allen ein schönes Wochenende

Jürgen