Hallo, Ihr Lieben,
ja, für mich persönlich war es das Wichtigste, wieder die Deutungshoheit über das Geschehen in meinem Körper selbst zu beanspruchen.
Ein Problem habe ich mit den Blutwerten: da ich selbst Künstlerin bin und keine Medizinerin, und da ich mich auch überhaupt nicht viel mit der Krankheit an sich beschäftigen wollte, sondern mehr von der Seite der Lebensqualität mich an Lösungsmöglichkeiten herangepirschen wollte, kann ich nicht mit genauen Werten dienen.
Ich habe nie danach gefragt, weiß aber, dass bei der Erstdiagnose ein IgA-Kappa-Wert von 106 im Gespräch war, was wohl exorbitant hoch sein musste, denn der Doc war ganz entsetzt.
Im Verlauf des nächsten halben Jahres schwankte dieser Wert immer zwischen 50 und 90, und nach der Chemo war es genauso.
Ca. 1/2 Jahr nach der Chemo fiel dieser Wert dann auf 25 ab, und ein weiteres Jahr später, (ich hatte inzwischen durch Stilles Qi Gong gelernt, mich mit der Erde und dem Himmel zu verbinden, war regelmäßig in der Sauna und im Solebad in Soltau) sagte der behandelnde Klinikdoc: "Ihnen muss es ja irre gut gehen! Ich finde hier rein gar nichts mehr." Das kann ich nur interpretieren, weil ich wie gesagt, nicht in die Akte geschaut habe.
Da es mir aber riesig gut ging, ich tolle Seminare leiten konnte in meinem Atelier und auch sonst ganz belastbar war (schwimmen, radfahren, walken) habe ich mich dann aus den Kontrollen verabschiedet.
Da ich seit dem Sommer 2009 immer mehr Schmerzen beim Gehen bekam, und meine Implantate im Oberkiefer ständig eine Art Eiter absonderten, meldete ich mich wieder in der Klinik zur Kontrolle an. Der Doc ist fast umgefallen, weil mein Hb-Wert bei 5,9 (!) lag und der IgA bei 95 (!)
Dazu muss ich aber sagen, dass ich durch Zometa (niemals sollte sich jemand diesen Scheiß andrehen lassen!) Kiefernekrosen hatte. Der Oberkiefer war auf beiden Seiten schmerzfrei fast durchgefault!
Ich hatte Schmerzen beim Laufen, und konnte mich seit über Wochen nur noch mit dem Rollator fortbewegen.
Diese "Abfallüberschwemmung" hat denke ich ein starkes Rezidiv ausgelöst.
Dann habe ich, weil es ja angeblich so wenig Nebenwirkungen hat, noch eine Thalidomide-Therapie gemacht. Leider mit dem Erfolg, dass das Cortison, das unbedingt dazugehört, meine armen Kieferknochen und auch die ohnehin schon verkürzten Rückenwirbel noch mal weiter angefressen hat! Da bin ich noch mal 2 cm kleiner geworden. Die IgAs gingen auf 47 zurück. Aber was nützt es mir, wenn die Blutwerte besser sind, aber die Knochen trotzdem verschwinden?????
Ich hatte mich im März 2010 zur Operation des Oberkiefers angemeldet und seit dem bin ich komplett schmerzfrei.
Heute weiß ich nur meinen Hb-Wert, der eigentlich immer mit dem IgA korrelierte. Er liegt etwa bei 10, ist also etwas niedrig, aber das war bei mir eigentlich schon immer so.
Die nächsten Untersuchungsergebnisse werde ich Euch in jedem Fall mitteilen.
Eins kann ich aber sicher sagen: Nach Kranksein fühlt sich mein Leben nicht an!