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27 Nov. 2010 13:13
  • gast
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    02 August 2026
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Hallo,

Danke auch Dir für die Antwort. Meine Mutter ist Gott schon die ganze Zeit eine, die den Kopf nicht hängen lässt. Wir können nur versuchen ihr bei zu stehen aber es ist schon sehr schlimm für uns Kinder, ihr außer zuhören,trösten und aufbauen nicht helfen zu können.:bang:
Wir hoffen alles wird gut gehen, am Dienstag geht es los.

26 Nov. 2010 13:44
  • Karsten
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  • 482 Beiträge seit
    22 April 2010
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Hallo,

der Erläuterung von Monika ist soweit nichts zuzufügen.
Ich möchte der Sache aber mal ne Hausnummer geben,sprich den Zeitraum erwähnen wie lange eine solche Therapie dauert bzw. dauern kann.
Bei mir verlief es folgendermaßen,
Mai-Juni Vorbehandlung beim Onkologen.
Ende Juni Stammzellmobilisierung und Apharese(Abnahme) Aufenthalt im KKH 12 Tage.
Anfang August HD-Chemo und erste autologe TP. Aufenthalt im KKH 19 Tage.
Meine Haare begannen ca. 10 Wochen danach explosionsartig zu wachsen.
Anfang November HD-Chemo und zweite autologe TP. Aufenthalt,bedingt durch ungünstiges Wochenende 20 Tage.

Du siehst ein halbes Jahr ist schnell dahin.
Eins möchte ich aber noch loswerden bevor du bei deiner Mutter diesen Therapiezeitraum erwähnst und sie sich ein halbes Jahr ans Bett gefesselt sieht.
In dieser Zeit hatte ich effektiv 6 Tage an denen ich richtig platt war.
Hauptsächlich nach meiner ersten TP.
Versuche mit deiner Mutter in der Thrapiefreien Zeit viel für einen gesunden Kreislauf und starke Muskeln zu tun. Auch wenn es manchmal schwerfällt,sie muss immer aktiv bleiben!!

Alles Gute
Karsten


26 Nov. 2010 09:01
  • gast
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    02 August 2026
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Liebe Monika,

vielen Dank für Deine lange ausführliche Antwort!

Du hast mir sehr geholfen.

25 Nov. 2010 22:30
  • leopoldi
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    23 Oktober 2009
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Hallo Gast,

die autologe Stammzelltransplantation als Einzel- oder Tandemtransplantation gehört mit zur Standardtherapie beim Multiplen Myelom. Deine Mutter wird erst eine Mobilisierungschemotherapie erhalten und in den folgenden Tagen Wachstumsfaktoren verabreicht bekommen. Dadurch werden vermehrt Stammzellen gebildet, die dann vom Knochenmark ins Blut ausgeschwemmt werden. Dort werden sie in einer Apherese wie bei einer Dialyse aus dem Blut gefiltert, danach konserviert und aufbewahrt. Wenn die Stammzellmobilisierung gut klappt, sollte sie darauf drängen, dass für drei Transplantationen gesammelt wird. Die Zellen werden kryokonserviert und sind lange (10 Jahre?) haltbar. Nach dieser ganzen Prozedur wird man nur noch sehr schwer für eine eventuell später notwendige Transplantation Zellen sammeln können.
Bald darauf wird sie die Hochdosischemotherapie bekommen. In der Regel über zwei bis drei Tage, dann einen Tag Pause, bis die Zellen mittels einer ,Spritze' langsam in die Vene zurückgeführt werden.
Ja, sie wird die Haare verlieren. Vielleicht könnte sie sich bereits im Vorfeld eine Perücke anfertigen lassen. Meines Wissens übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Perücke.
Nach der Hochdosischemo kann es ihr einige Zeit etwas schlecht gehen. Viele klagen über Appetitlosigkeit bis hin zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Erbrechen, Probleme mit der Mundschleimhaut, Durchfall, Fieber. Manche Patienten gehen aber auch relativ reibungslos durch diese Therapie.
Das eigentliche Ziel der Behandlung ist mit der Hochdosistherapie bestmöglich alle Myelomzellen zu zerstören. Da nach dieser Hochdosischemo kaum noch Blutbildung möglich ist, müssen dann die vorher geernteten Stammzellen zurückgeführt werden. Es dauert einige Tage, bis diese anwachsen. Während dieser Zeit ist Deine Mutter in der Aplasie. Die Leukozyten sind ganz unten und sie hat quasi kein Immunsystem. Deshalb wird sie keimarmes Essen bekommen und sollte generell mit so wenig Keimen wie möglich konfrontiert werden.
Je nachdem wie gut das Ergebnis ist, wird diese Behandlung nach einigen Wochen nochmal wiederholt.
Auch nach der Entlassung kann Deine Mutter wahrscheinlich noch etwas erschöpft sein. Durch anfangs kurze Spaziergänge wird sie sich von Woche zu Woche erholen. Ich glaube mein Mann war nach ca. drei Monaten wieder halbwegs belastbar, aber auch das ist sehr individuell.

Sehr gute Erfahrungsberichte findest Du in diesem Forum, wenn Du in der linken Spalte auf Therapien < Erfahrungsberichte (Betroffene) klickst. Geh das mal in Ruhe durch, da sind einige gute Tagebücher, wo speziell auch über die Zeit der autologen Transplantation berichtet wird.

Nach der Therapie kann sie eine lange therapiefreie Zeit haben und in einigen Jahren werden die Möglichkeiten vielleicht noch viel besser sein. Ich wünsche Deiner Mutter alles Gute für die Behandlung und Dir viel Kraft, sie zu begleiten.

LGe
Monika :wink:




~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

25 Nov. 2010 20:43
  • gast
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    02 August 2026
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Hallo,

meine Mutter hat seit Sommer die Diagnose Plasmozytom und hat bis jetzt eine neidrigdosierte Chemo bekommen ( ich glaube an die 20Stück) nun soll eine Stammzellentransplantation gemacht werden. Mit Eigenen Stammzellen, hat jemand von Euch Erfahrung damit? Was kommt auf sie zu? Sie bekommt vorher eine Chemo, wo auch die Haare ausgehen, und sie muß 3 Wochen stationär bleiben.
Wäre dankbar für Antworten von Euch