Hallo Birgit,
ich versuch dir zu "helfen" als Patient...
1) Wenn das Rezidiv in der ERhaltung kommt, dann es ist prognostisch nicht vorteilhaft, da braucht man, glaube ich keine Studien, andererseits ist es fast sicher, dass frueher oder spaeter fast alle ein Rezidiv in der Erhaltung bekommen, ist natuerlich ein Unterschied ob das nach 12 monaten oder nach 60 monaten passiert. Ich denke dann muss man auf ein anderes medikamente wechseln.
Mir sagte eine haematologin, sie haette eine patienten, der in Erhaltung mit Rev war, musste dann unterbrechen einige monate und die werte stiegen wieder, er wurde dann mit Velcade wieder in CR gebracht und wieder auf Erhaltung mit Rev gesetzt und es wirkt weiterhin... also man kann das nicht generalisieren, aber es ist wichtig zu sehen wie lange die erhaltung wirkt und wie schnell auch die werte sich veraendern;
2) ja das ist das was viele Aerzte meinen, wenn es dann lange unterdrueckt wird kann es sein, dass das rezidivi umso staerker aufkommt...
andererseits lies dir mal den blog von Nick,
nvdmyeloma.blogspot.com/
der wird ja bei B. Barlogie behandelt und ich "staune" nur ueber die Details und und Sorgfalt mit der BB vorgeht. Die erhalten ja nach 2 SZT dann 3 Jahre erhaltung mit Revlimid + Velcade+Dexa.
BB meint, wenn dann nach drei jahren nichts da ist von der krankheit, also nicht nur CR sondern da wird auch das KM sehr genau geprueft...kann man fast von Heilung sprechen...
Problem dieser vorgehensweise ist eben die "Furcht" vieler aerzte, wenn man alles gleich einsetzt, dann hat man spaeter nichts mehr zur Verfuegung, aber die KH ist zu komplex und hinterhaeltig um so vorzugehen, zumindest ist das inzwischen meine Ansicht.
Und BB unterscheidet auch recht genau zwischen Hochrisiko und Niedrigrisiko..
...sorry, aber das "fuer spaeter aufheben" kommt mir so vor, als wenn man 18 jaehrigen Jugendlichen raten wuerde, seine "Hormone" fuer das Rentenalter aufzuheben, da haette man mehr Zeit ...

na ja ein bisschen zynismus sei mir gestattet...
Birgit schrieb: Liebe Forumsteilnehmer,
ich habe 2 Fragen:
1. Kennt eine/r von Euch Untersuchungen zu dem Thema "Behandlung eines Rezidivs in der Revlimid-Erhaltungstherapie". Hintergrund ist für mich die Frage, ob Revlimid als Medikament in höherer Dosis noch wirksam eingesetzt werden kann, wenn man über mehrere Jahre 10 mg als Erhaltungstherapie z.B. auch in CR erhält und es zu einem Progress kommt.
2. Gibt es Aussagen von Myelomexperten hierzu:
Wenn man über längere Zeit mit der Erhaltungstherapie die Myelomzellen "unterdrückt", kann dann das Rezidiv massiver ausfallen als nach unbehandelter Zeit?
Vielen Dank, wenn Ihr mir hierdas weiterhelfen könntet.
Liebe Grüße
Birgit