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15 Nov. 2010 17:42
  • GiselaKöenig
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Hallo Rudi,
Danke für die Antworten.
zu 1. "Aber die Schilddrüsenhormone alleine waren es wohl nicht".
Wenn ca. 20 y nur vom Körper verarbeitet wurde und bei sonst völlig normaler Funktion der Schilddrüse, bekommt man kein Vorhofflimmern.
Aber ob es evtl. nicht doch mit der Schilddrüse zu tun hat bin ich mir nicht so ganz sicher.
Beispiel: Man kann nicht nur "Läuse sondern auch Flöhe" in seinem Leben bekommen, will sagen, du hattest als junger Mensch eine Struma die wurde behandelt und du hast jahrelang L-Thyroxin eingenommen, sei froh das du diese so brav genommen hast, sonst wärst du nach Jahren wieder beim Chir. gelandet, denn die Schilddrüsenhormone bekommt man nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden nach einer SD- OP
(schreibe für Schilddrüse nur noch SD), sondern dafür, dass diese nicht erneut wächst.
So, das ist aber ja Schnee von gestern, denn nun bist du ja ein Mann in den besten Jahren....lach und hast es ohne Vergrößerung der SD in das Alter geschafft.
Nun zu den Flöhen: Man kann (ist evtl. bekannt) wird aber oft übersehen oder nicht daran gedacht, auch eine Autonomie entwickelt haben. Ein einziges autonomes Adenom der SD ist heute leicht du diagnostizieren, aber wenn es multiple kleine Adenome sind wird es schwieriger. Diese müssen auch erstmal keine Probleme machen,oder was noch blöder ist sie machen nur ab und zu Probleme. Bei manchen Pat. ist es ganz einfach, ab einem gewissen Zeitpunkt machen diese Adenome immer Beschwerden, viele ganz kleine sind dann schwierig szintigraphisch darzustellen, aber oft hat man das Glück einen TSH basal von 0,1 oder 0,2 .nachzuweisen.
Laß dir doch bei dem nächsten Vorhofflimmern (hoffentlich bekommst du erst gar keines mehr) also während der Beschwerden, Blut abnehmen und daraus das TSH basal bestimmen. Sollte dieser dann auch weiter normal sein, kannst du fast sicher sein, das die Beschwerden nicht von der SD kommen. Sollte dieser aber erniedrigt sein 0,1-0,3 würde ich der Sache doch nochmal nach gehen.
Und du bist dir sicher, kein KM bekommen zu haben? Hast du vor der Port-OP nichts unterschrieben?

Viele Grüße

Gisela

15 Nov. 2010 16:40
  • rudi
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    23 Oktober 2009
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Hallo Gisela,
ich versuche mal die Fragen zu beantworten:

1. Was meinst du denn warum du immer noch Vorhofflimmern hast?
Wenn ich das wüsste, wäre ich dankbar! Aber die Schildrüsenhormone alleine waren es wohl nicht. Ich vermute eher, das ich einer der wenigen bin, die schon nach einer Infusion Doxorubicin einen Herzmuskelschaden erlitten haben und meine Erregerleitbahnen in der Vorhofkammer jetzt verrückt spielen und ab und zu dem Sinussignal nicht gehorchen wollen.

2. Warum hast du denn das L-Thyroxin einfach genommen und nicht vorher nochmals mit dem Arzt gesprochen?
Tja, man soll ja nehmen was in der Box Morgens, Mittags , Abends drin ist.
Ich habe es aber nicht eine Stunde vor dem Frühstück genommen sonder kurz davor und so war die "Verfügbarkeit" stark heruntergesetzt.

3. Meinst du es ist gut für den Körper mal ein paar Tage L-Thyroxin 100 y zu nehmen (ich nehme an von jetzt auf gleich 100y) und nicht einschleichend.
Natürlich sollte man erst mal eine halbe Tablette nehmen oder wie oben geschrieben unmittelbar vor oder zum Frühstück, dann nimmt man nur ca. 20% davon im Serum auf.

4. wann ist denn dein TSH basal das letzte mal bestimmt worden.
Vor Würzburg wurde ab und zu in Tübingen und vom Hausarzt der TSH bestimmt und auch das freie T3, T4.
Und seit Mai 2010 wird es jetzt pro Monat mindestens einmal bestimmt.

5. Wie ist denn beim "Portlegen" die Lage unter Durchleuchtung überprüft worden. Hast du Jodhaltiges Kontrastmittel bekommen?
Der Port ist erst beim 2. Zyklus gelegt worden, beim ersten Zyklus RAD wurde aus Zeitgründen noch ein ZVK für 5 Tage gelegt.
Der Port ist nach dem Operieren gleich am OP-Tisch mit einem "Live" Röntgen Apparat (Du weißt besser wie das Ding heißt) auf richtige Lage geprüft worden. Ohne Kontrastmittel.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

15 Nov. 2010 14:42
  • GiselaKöenig
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    26 Oktober 2009
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Hallo Rudi,

ich habe da noch ein paar Fragen zu deinem Beitrag

1. Was meinst du denn warum du immer noch Vorhofflimmern hast?

2. Warum hast du denn das L-Thyroxin einfach genommen und nicht vorher nochmals mit dem Arzt gesprochen?

3. Meinst du es ist gut für den Körper mal ein paar Tage L-Thyroxin 100 y zu nehmen (ich nehme an von jetzt auf gleich 100y) und nicht einschleichend.

4. wann ist denn dein TSH basal das letzte mal bestimmt worden.

5. Wie ist denn beim "Portlegen" die Lage unter Durchleuchtung überprüft worden. Hast du Jodhaltiges Kontrastmittel bekommen?

Viele Grüße

Gisela


15 Nov. 2010 14:25
  • GiselaKöenig
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Hallo,

mit dem Rauchen habe ich es nicht so, aber ich mache mal eine Ausnahme...................lach, handelt sich ja um eine Friedenspfeife!!.:P
Nur, auch auf die Gefahr hin, liebe Jeanny, das du nun denkst, kann sie denn nicht endlich Ruhe geben, oder fängt es jetzt von vorne an, muß ich doch das ein oder andere klarstellen, hoffentlich, ohne das sich jemand sofort wieder angegriffen fühlt.
Es geht nicht darum, das der eine so denkt und der andere anders, das sollte auch so sein; nur ging es nicht um das was jemand gedacht hat, sondern um Erfahrungen die der ein oder andere mit medizinischem Personal gemacht hat und das muß meiner Meinung nach wenn korrekt dargestellt werden.
Konstruktive Kritik sollte erlaubt. sein. Solltet ihr anderer Meinung sein, mir fällt es auch nicht schwer keine Beiträge hier im Forum zu veröffentlichen.
Viele Grüße aus dem verregneten Heidelberg

Gisela

14 Nov. 2010 15:21
  • Jeanny150765
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Liebe Gisela,

wie Rudi schon richtig meinte,wir sollten eine Friedenspfeife
rauchen.Es bringt uns ja nicht weiter,wenn wir uns weiter Vorwürfe
machen.Der eine denkt ebend so und der andere ebend anders.
Wenn ich den Eindruck hinterlassen habe,Dich persönlich angegriffen
zu haben,dann war das bestimmt nicht böse von mir gemeint.
Hab einfach nur meine Empfindungen geschrieben.
Vielleicht sind wir uns ähnlich,was die Richtigstellung mancher Aussagen betrifft.Dann fühlt man sich angegriffen und reagiert dementsprechend emotional darauf.

Ein schönes Restwochenende wünscht

Jeanny

14 Nov. 2010 15:01
  • rudi
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Liebe Gisela, Liebe Jeanny,

zunächst nochmal danke für die guten Wünsche für meine weitere Therapie u.s.w.

Wir sollten jetzt mal wieder "runterkommen" mit unseren Emotionen und die "Friedenspfeife" rauchen.

Jeder hat mal seine 5 Minuten in denen er besonders "emotional" hier einen Text reinstellt. Ein paar Tage später relativiert sich manches und man würde es nicht mehr so "vorwurfsvoll" bzw. dramatisch darstellen.

Wo Menschen tätig sind können immer mal Fehler gemacht werden und keiner von uns hat im Laufe seiner beruflichen oder privaten Tätigkeiten nicht schon zig Fehler begangen, das ist ganz normal. Nur aus gemachten Fehlern kann man lernen und die Vorgehensweisen, Abläufe und Prozesse verbessern.

Wenn der Patient mitdenkt und sich einbringt können auch Fehler vermieden werden.
Ich habe zum Beispiel mit 21 Jahren einen leichten Kropf mit eiem kalten Knoten gehabt. In Ulm wurde ich damals operiert und der kalte Knoten wurde entfernt und überflüssiges Schilddrüsengewebe wurde auch noch entfernt. Dann musste ich lebenslang Schilddrüsenhormone einnehmen zur "Rezidivprophylaxe nach Strumaresektion" - wie die Mediziner es sagen.

Bis 2008 habe ich meine L-Thyroxin 100 auch jeden Tag genommen und in den Arztbriefen stand es auch immer drin, daß ich diese nehme.
Ab 2009 habe ich das L-Thyroxin100 dann nur noch sporadisch genommen und Anfang 2010 fast ganz abgesetzt, weil ich spürte, das ich es nicht mehr brauchte. Man nimt ja auch Jodsalz und anderes zu sich wo Jodspuren drin sind.
In Würzburg bei Beginn der Therapie stand in einem Arztbrief von der Nachsorgeuntersuchung in Tübingen, daß ich L-Thyroxin 100 nehme.
Im elektronischen Rezeptverfahren der Klinik WÜ wurde das eingegeben und Morgens war eine Tablette L-Thyroxin in der Box. Ich habe es eingenommen, obwohl ich dem Stationsarzt so nebenbei gesagt habe, daß ich L-Thyroxin seit einem Jahr immer weniger genommen habe (quasi ausgeschlichen habe).
Dann habe ich im ersten Zyklus RAD zweimal Vorhofflimmern bekommen. Mein Hausarzt hat den TSH bestimmen lassen und der war bei 0,2. Das bedeutet Schildrüsenüberfunktion und damit zuviel L-Thyroxin von außen zugegeben.
In Würzburg sprach ich das dann bei Beginn des 2. Zyklus an, das das Vorhoffflimmern eventuell von einer durch zuviel gegebenes L-Thyroxin erzeugten "Schilddrüsenüberfunktion" (TSH Spiegel zu niedrig) kommt.
Am anderen Tag sagte der Stationsarzt, wir schleichen jetzt das L-Thyroxin über 2 Tage aus und geben noch zweimal 20 ug und dann soll ich gar kein L-Thyroxin mehr nehmen. Daraufhin hat sich mein TSH innerhalb von einer Woche normalisiert und ist jetzt schon 6 Monate im Normbereich - ich benötige also wirklich kein L-Thyroxin mehr.
Hätte ich nichts gesagt und mich nicht selbst gekümmert, dann hätte ich noch Monate jeden Morgen L-Thyroxin 100 bekommen.

Eine offizielle TSH Prüfung stand erst nach dem 4. Zyklus RAD im Studienprotokoll. Erst dann wäre es eventuell festgestellt worden, hätte ich nicht schon im ersten Zyklus darauf aufmerksam gemacht.

Das war jetzt ein Beispiel wie komplex und schwierig eine Medikamentenverabreichung sein kann.

Es ist auch ein Beispiel warum es schief laufen kann, weil die meisten Patienten sich nicht drum kümmern was sie verschrieben bekommen. Sie schlucken es einfach und denken es muß so schon richtig sein.

Deshalb ist eine gute Kommunikation zwischen Patient und Arzt auch wichtig. Man muß ehrlich miteinander umgehen und auch dem Arzt sagen wenn man ein Medikament absichtlich oder aus Vergesslichkeit nicht eingenommen hat. Man muß aber auch kritisch hinterfragen, warum man jetzt plötzlich zum Beispiel Lebenslang täglich neue Medikamente einnehmen soll. Man will es als Patient am Anfang nicht immer einsehen, das man die Medis einnehmen soll. Aber eine gute Aufklärung kann da Überzeugungsarbeit leisten.

Kräftiger Zug aus der Friedenspfeife und weiterreich ---> :wink:



Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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