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15 Apr. 2009 18:29
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Rudi S" am 15. April 2009 um 18:29 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "allo + autologer HD von christine" geschrieben am 14. April 2009 um 20:12 Uhr.

Hallo,
die volle Allo -SZTP kommt ja nur für einen kleineren Teil von jüngeren Patienten (unter 55) in Frage (und diese müssen noch einen Spender haben) und kommt für die meisten MM Patienten erst gar nicht in Frage. (es sei denn eine Mini-Allo, die kann vielleicht noch bis zum Alter von 70 gemacht werden - ist aber nicht so wirksam).

Ich habe die allogene SZTP immer mit "russisch Rolette" mit 2 Patronen in der Revolvertrommel verglichen. Ganz schönes Abenteuer sich den Revolver an den Kopf zu halten und abzudrücken.
Aber wenn man Glück hat - hat man vielleicht gewonnen. Dann kann aber immer noch der "russische Geheimdienst - GVHD" einem das Leben schwer machen. Also keine leichte Sache!!!!

Und für die Allogene sollte man sich frühzeitig entscheiden. Optimal ist eine Autologe sofort gefolgt von einer Allogenen.

Wenn man erst alle Therapieoptionen ausschöpft und dann in der Allogenen den "letzten Rettungsanker" sieht, dann ist man meistens schon so "austherapiert", daß es sowieso nichts mehr bringt oder mit viel höherer Mortalität verbunden ist. Oder man ist nach vielen Jahren Vortherapien sowieso schon viel zu alt für eine Allogene.

Also die Allogene bleibt weiterhin eine "Niesche" für wenige Studienprojekte der MM-Zentren.

LG
Rudi

15 Apr. 2009 13:55
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "christine" am 15. April 2009 um 13:55 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "allo + autologer HD von Raimund Ferber" geschrieben am 15. April 2009 um 13:29 Uhr.

Hallo,
hm, ja es sicher so, dass es 100 und mehr Meinungen gibt, aber die "bis zu 20% behandlungsbedingten Todesfälle" sind ja nicht aus der Luft genommen und werden ja auch von den Befürwortern der allogenen nicht bestritten .

- deine Geschichte passt doch zum Fazit: Nachdem alles andere nicht so gut geklappt hat und in sonst gutem körperlichen Zustand ist eine allogene der einzige Weg nach vorne. Man kann da ja nichts mehr verlieren, was nicht ohnehin schon bald verloren wäre.

15 Apr. 2009 13:29
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Raimund Ferber" am 15. April 2009 um 13:29 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "allo + autologer HD von muckel" geschrieben am 15. April 2009 um 07:07 Uhr.










Hallo zusammen,
ich habe mit grossem Interesse den Bericht über den Vergleich auto - allo Transplantation gelesen.
Grundsätzlichg mag das ja ok sein - aber - Studie hin Studie her, hier gibt es sicher hunderte von diversen Aussagen.
Ich bin seit 2002 Patient IGA mit einem Einstiegswert von 12.500 also schon in der Championsliga.
Nach den üblichen VAD-s usw 2 x autolog in 2003.Kein grosser Erfolg, schon Ende 2003 wieder ansteigende Werte. In diversen Gesprächen in der UNI Klinik Bonn mit Hr. Dr Glasmacher haben wir erruiert, was ist zu tun. Meine Richtung war klar, ich möchte nicht jahrelang Chemos erdulden usw. ohne Erfolg. Also habe ich mich entschlossen, den Weg der allo zugehen. Im NOV 2004 begann die Suche nach einem Spender, ein zu 80 % passender wurde in Deutschland gefunden, ein fast 100 % passendern dann schließlich in England.
Ich habe mehrere Kliniken kontaktiert, so z. B. Heidelberg, Uni Hamburg, Hr. Prof.Dr. Kröger, nach dessen Namen das sog. Kröger Protokoll benannt ist, und schließlich die DKD Wiesbaden, Hr. Dr. Schwertfeger.Hier wusste ich, wenn - dann dort.
Am 30.05.2005 war es soweit, Die Transplantation war für den 07.06.2005 eingeplant. Also begann das ganze Vorspiel in Form von "Zerstörung" des Immunsystems und die anschliessende Transplantation am 07.06.2005.
Ich feiere somit in wenigen Wochen meinen 4. Geburtstag.....
Natürlich gab es einige Probleme, z. B. Herpes, Mundschleimhaut, Haut generell, usw. ABER, nach 5 Wochen war ich zu Hause, bekam dann einen Herpes, ging in Kur und war Ende August wieder zu Hause. Anfang OKT meine erste Geschäftsreise nach Österreich, ohne Probleme...

Jetzt bin ich 62 Jahre, gehe täglich mit meinem Hund ca. 2 - 3 Stunden "Gassi", habe hier und da ein Problem mit Haut usw. - aber nichts grosses, nehme keinerlei Medikamante betr. des Myeloms..
Die Ärzte sind zufrieden mit mir, ich auch mit ihnen, ich arbeite- selbstständige Vertretung, und denke grundsätzlich nicht über Behindertenausweise von 50 - 75 oder 100 % nach, sondern habe mir zum Wahlspruch gemach, dass ich mit der Krankheit lebe, aber nicht für die Krankheit.
. Inzwischen betreue ich mehrere Betroffene und versuche hier zu helfen - individuell.

Ich glaube, dass jeder für sich entscheiden muss, welchen Weg gehe ich, jeder hat sein "eigenes" Myelom, aber wichtig erscheint mir, dass wir alle gemeinsam nach VORNE schauen und nicht zurück, dass wir natürlich jedem seinem eigenen Weg zugestehen und es sicher keinen Königsweg gibt.

Gerne spreche ich mit Ihnen auch persönlich, hier meine TGel. Nur. 02636-9316-30.

Allen einen schönen Tag und sonnige Grüße aus 56626b Andernach

15 Apr. 2009 11:08
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "christine" am 15. April 2009 um 11:08 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "allo + autologer HD von christine" geschrieben am 15. April 2009 um 09:47 Uhr.


Hallo Muckel, ich lese gerade dass Ihr bald einen Termin in Heidelberg haben werdet.Ich würde Dir wirklich sehr sehr raten, alle deine Fragen jetzt schon zu sammeln und aufzuschrieben. Gerade solche Fragen zur Wahl der HD (...ähmt Hochdosistherapie mit Stamzellentransplantation)

15 Apr. 2009 10:00
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "christine" am 15. April 2009 um 10:00 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "allo + autologer HD von christine" geschrieben am 15. April 2009 um 09:47 Uhr.


Hallo Muckel, ich lese gerade dass Ihr bald einen Termin in Heidelberg haben werdet.Ich würde Dir wirklich raten, alle deine Fragen jetzt schon zu sammeln und aufzuschrieben.

Gerade solche Fragen zur Wahl der HD (...ähmt Hochdosistherapie mit Stamzellentransplantation)

15 Apr. 2009 09:47
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "christine" am 15. April 2009 um 09:47 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "allo + autologer HD von muckel" geschrieben am 15. April 2009 um 07:07 Uhr.

Hallo Muckel,
hier findest du die Abkürzungen (ausser HD-Hochdosis = das wird gerne - mehr oder weniger richtigigerweise - genommen um "Stammzellentransplantation" abzukürzen.

www.myelom.org/unterseiten/fachwort/g.html

Die wichtigesten Ergebnisse habe ich ja schon mal zusammengefasst und übersetzt. Hier wird nach 3 Studien zusammengefasst, dass die allogene Transplantation nur dann empfohlen werden könnte, wenn der Patient ein Hochrisikoprofil hat, anderes wenig anschlägt (also die zu erwartende Lebenszeit ohne diese Behandlung mit grosser Wahrscheinlichkeit sehr kurz wäre) und ausserdem sonst recht fit ist. Die Behandlung ist sehr hart und sie kann zu grossen Nebenwirkungen führen (aber genau das wisst Ihr alles schon, weil es die Ärzte sicherlich erklärt genau haben.....oder?) Liebe Grüsse Christine