Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Raimund Ferber" am 15. April 2009 um 13:29 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "allo + autologer HD von muckel" geschrieben am 15. April 2009 um 07:07 Uhr.
Hallo zusammen,
ich habe mit grossem Interesse den Bericht über den Vergleich auto - allo Transplantation gelesen.
Grundsätzlichg mag das ja ok sein - aber - Studie hin Studie her, hier gibt es sicher hunderte von diversen Aussagen.
Ich bin seit 2002 Patient IGA mit einem Einstiegswert von 12.500 also schon in der Championsliga.
Nach den üblichen VAD-s usw 2 x autolog in 2003.Kein grosser Erfolg, schon Ende 2003 wieder ansteigende Werte. In diversen Gesprächen in der UNI Klinik Bonn mit Hr. Dr Glasmacher haben wir erruiert, was ist zu tun. Meine Richtung war klar, ich möchte nicht jahrelang Chemos erdulden usw. ohne Erfolg. Also habe ich mich entschlossen, den Weg der allo zugehen. Im NOV 2004 begann die Suche nach einem Spender, ein zu 80 % passender wurde in Deutschland gefunden, ein fast 100 % passendern dann schließlich in England.
Ich habe mehrere Kliniken kontaktiert, so z. B. Heidelberg, Uni Hamburg, Hr. Prof.Dr. Kröger, nach dessen Namen das sog. Kröger Protokoll benannt ist, und schließlich die DKD Wiesbaden, Hr. Dr. Schwertfeger.Hier wusste ich, wenn - dann dort.
Am 30.05.2005 war es soweit, Die Transplantation war für den 07.06.2005 eingeplant. Also begann das ganze Vorspiel in Form von "Zerstörung" des Immunsystems und die anschliessende Transplantation am 07.06.2005.
Ich feiere somit in wenigen Wochen meinen 4. Geburtstag.....
Natürlich gab es einige Probleme, z. B. Herpes, Mundschleimhaut, Haut generell, usw. ABER, nach 5 Wochen war ich zu Hause, bekam dann einen Herpes, ging in Kur und war Ende August wieder zu Hause. Anfang OKT meine erste Geschäftsreise nach Österreich, ohne Probleme...
Jetzt bin ich 62 Jahre, gehe täglich mit meinem Hund ca. 2 - 3 Stunden "Gassi", habe hier und da ein Problem mit Haut usw. - aber nichts grosses, nehme keinerlei Medikamante betr. des Myeloms..
Die Ärzte sind zufrieden mit mir, ich auch mit ihnen, ich arbeite- selbstständige Vertretung, und denke grundsätzlich nicht über Behindertenausweise von 50 - 75 oder 100 % nach, sondern habe mir zum Wahlspruch gemach, dass ich mit der Krankheit lebe, aber nicht für die Krankheit.
. Inzwischen betreue ich mehrere Betroffene und versuche hier zu helfen - individuell.
Ich glaube, dass jeder für sich entscheiden muss, welchen Weg gehe ich, jeder hat sein "eigenes" Myelom, aber wichtig erscheint mir, dass wir alle gemeinsam nach VORNE schauen und nicht zurück, dass wir natürlich jedem seinem eigenen Weg zugestehen und es sicher keinen Königsweg gibt.
Gerne spreche ich mit Ihnen auch persönlich, hier meine TGel. Nur. 02636-9316-30.
Allen einen schönen Tag und sonnige Grüße aus 56626b Andernach