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leopoldi antwortete auf induktionstherapie
03 Nov. 2010 11:21
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rudi schrieb: Praktische Erfahrungen werde ich hier ab dem 19. November machen, dann kann auch ich aus Erfahrung sprechen ...


Hallo Rudi,

das Leben und seine Erfahrungen ... auf einige davon könnten wir auch ganz gut verzichten.
Bis Weihnachten wird die Gans schon wieder schmecken; andernfalls hilft auch das Wissen, dass sie hervorragend zubereitet ist.

LGe
Monika:lol:

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

rudi antwortete auf induktionstherapie
03 Nov. 2010 11:04
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Hallo,
bis vor kurzem oder heute noch zum Teil sind ja Velcade und Revlimid bei der Erstlinienbehandlung (zuvor noch nie therapiert) nicht zugelassen, sondern nur bei refraktären Patienten, die nach einer Therapie wieder ein Rezidiv haben.
Innerhalb von Studien die seit 2009 oder 2010 laufen (DSMM XII und GMMG HD5) sind die neuen Medikamente in Kombination mit Chemo und Dexa im Einsatz für ErtslinienTherapien.
Wie ihr wisst nehme ich ja aktuell an der DSMM XII in Würzburg teil.
DSMM XII Induktionstherapie ist mit RAD (Revlimid, Adriamyzin= Doxorubicin und Dexamezhason)
GMMG HD5 Induktionstherapie ist mit PAD (Velcade, Adriamyzin= Doxorubicin und Dexamezhason).
In den Induktionstherapien bekommt man in der Regel keinen Haarausfall, weil die Dosis von Doxorubicin nicht hoch genug dafür ist.

Bei der Stammzellmobilisierung und Sammlung erhält man ja Endoxan=Cyclophosphamid und da beginnen 10-14 Tage nach der Chemo die Haare auszugehen, bei mir jetzt gerade aktuell seit einer Woche. Die kann aber ein nur teilweiser Haarausfall sein bis hin zu komplett.
Bei der Hochdosis Melphalan vor der autologen SZT gehen dann die Haare 100% aus durch die hohe Dosis Melphalan.

Doxorubicin verträgt man eigentlich gut, es besteht aber gerade hier das Risiko von Spätfolgen am Herzmuskel. Die kumulierte Gesamtdosis über alle Therapiezyklen darf auf keinen Fall 500mg Doxorubicin überschreiten. Üblich werde bei 4 Zyklen Induktionstherapie 200- 350 mg erreicht, je nach Körperoberfläche.

Cyclophasphamid führt schon eher einige Tage Übelkeit und Erbrechen und jegliche Nahrungsverweigerung mit sich. Vergeht aber relativ schnell nach ein paar Tagen.

Hochdosis Melphalan ist das schlimmste. Hier muß mit einer längeren Übelkeitsphase mit Appetitlosigkeit und Geschmacksverlust gerechnet werden. Praktische Erfahrungen werde ich hier ab dem 19. November machen, dann kann auch ich aus Erfahrung sprechen. An diesem Weihnachtsfest 2010 wird mir die Gans wahrscheinlich nicht so schmecken wie in anderen Jahren zuvor :bang:
Aber auch das geht vorbei:wink:

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

leopoldi antwortete auf induktionstherapie
02 Nov. 2010 21:26
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Liebe Katrin,

im Patienten-Handbuch von Heidelberg vom Oktober 2009 wird PAD als aktueller Standard beschrieben. Sieh mal unter

www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin...atinfo/PatinfoMM.pdf

Ist recht informativ. Auf Seite 26 sind verschiedene Behandlungsprotokolle vorgestellt.
Ich denke das mit den verschiedenen Chemos liegt am Behandlungszeitpunkt bzw. wo behandelt wird; bei uns war gerade eine Studie mit Velcade, Cyclophosphamid und Dexa aktuell am Laufen. So lange noch kein Konzept für eine Heilung gefunden ist, wird man immer weiter kombinieren um hoffentlich bald optimale Behandlungswege zu entwickeln.
:roll:
LGe
Monika

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Katrin antwortete auf induktionstherapie
02 Nov. 2010 13:50
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es scheint mir, als würde jeder eine andere chemo bekommen....zumindest immer in anderen zusammesetzungen??
woran liegt das?
ist das PAD Schema neuer Standart?

glg
Katrin

christine antwortete auf induktionstherapie
02 Nov. 2010 11:20
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Velcade ist hier auch nicht der "Haarkiller", sondern das Zellgift Adriamycin. Zitat Wikipedia: "Zytostatika stören die Stoffwechselvorgänge, die im Zusammenhang mit Zellwachstum oder Zellteilung stehen. Daher schädigen sie vor allem schnell wachsende Zellen wie Epithelzellen- unter anderem Haarwurzelzellen, Schleimhautepithel von Mund und Magen-Darm-Trakt"

Während der Intro werden die Haare nur immer mehr oder weniger dünner. Das erste Anzeichen setzt normalerweise ziemlich genau 21 Tage nach der ersten Chemogabe ein. Endoxan,bzw Cyclophosamid, das in grösserer Dosis kurz vor der Stammzensammlung gegeben wird, gibt dem verbliebenen Schopf in der Regel 21 "danach" den Rest.

Es gibt inzwischen Farbsprays die man gut gegen die ersten Lücken anwenden kann - die Kopfhaut guckt dann nicht hervor und das Harr wirkt nicht schütter. Gegen den letzten Schub samt der HD geht dann nix mehr ausser Perücke oder Gefallen an der Glatze und es empfielt sich, sich vorher die Haare kurz zu schneiden samt Perücke zu organisieren.

carina antwortete auf induktionstherapie
02 Nov. 2010 10:28
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bei Velcade bleiben die Haare dran............................
Gruß Andrea.