Zum Hauptinhalt springen
08 Dez. 2010 12:57
  • GiselaKöenig
  • Offline
  • 378 Beiträge seit
    26 Oktober 2009
Mehr
Hallo Alixa,

darf man fragen warum dein mann schon über 10 Jahre Bisposphonate bekommt? das ist ja eine verdammt lange Zeit.

Viele Grüße

Gisela

  • Alixa
  • 0 Beiträge seit
    01 August 2026
Mehr
Hallo,

mein Mann erhält seit 10 Jahren Bisphosphonate (erst Aredia, dann Bondronat, was er besser verträgt). Nur zufällig wurde er auf das erhöte Risiko von Kiefernekrosen und Problemen bei invasiven Zahnbehandlungen aufmerksam. Leider ist die Aufklärung bei Onkologen und vor allem Zahnärzten noch nicht weit fortgeschritten. Hierzu hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde eine Stellungnahme mit Behandlungsempfehlungen abgegeben:
www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments...honat-Medikation.pdf
Hier noch die Hinweise aus Mainz: www.unimedizin-mainz.de/mkg/patienten/in...sphonattherapie.html
Vielleicht hilft es ja, wenn Patienten dies mit zu ihrem Zahnarzt nehmen. Der dürfte durchaus häufiger Patienten haben, die Bisphosphonate erhalten.

Uns hat ein akutes Problem im Frühjahr ans Uniklinikum Mainz geführt, zu Dr. Walter, der auf diesem speziellen Feld arbeitet und eine regelmäßige MKG-Bisphosphonatsprechstunde anbietet.

Jeder Eingriff, der blutet, sollte vermieden werden. Wenn er unumgänglich wird, sollte er von einem Kieferchirurgen unter besonderen Bedingungen durchgeführt werden. Eingriffe sollten nur unter Antibiose erfolgen. Zudem sollten offene Wunden vermieden werden (Lappenplastik etc.). Die Zahnklinik der Uniklinik Köln (dort wohnen wir) hat spezielle OP-Techniken entwickelt.

Mein Mann hat sich übrigens gegen eine OP entschieden. Der fragliche Zahn (für den entweder Wurzelspitzenresektion oder Extraktion empfohlen war) macht seit Antibiotikaeinnahme im Februar keine Beschwerden mehr und das Röntgenbild zeigt kein Anzeichen für eine Infektion mehr - Glück gehabt, wir hoffen, das bleibt so.
Solches Glück wünsche ich allen anderen Zahngeplagten.
Viele Grüße
Alixa

PS: Dass eine Kiefernekrose im radiologischen Befund sichtbar sein soll, bezweifelt Dr. Walter übrigens, und er sollte dies wissen. Allenfalls wenn sie Cavernen gebildet hat, könne sie auf einem Röntgenbild zu sehen sein. Was man auf Röntgenbildern sehe, seien idR Infektionsherde.

  • gast
  • 0 Beiträge seit
    01 August 2026
Mehr
Betr. Bisphosphonate--ZOMETA--
Wir- Pat. mein Mann- haben nur negative Erfahrungen mit Bisph gemacht.
Erst vergangene Woche waren wir wieder zum x-ten mal in der Zahnklinik --nicht erhaltungswürdiger Zahn- wurde gezogen, zum Glück, denn falls dies nicht geklappt hätte- wird der Kiefer geöffnet und die Zahnwurzel wird operativ entfernt- hatte er schon öfters.
Nach drei Tagen ist auf der anderen Seite beim Zähneputzen ein Zahn abgebrochen-- muß die Wurzel wieder operativ entfernt werden.
Dieses gesamte Zahn Drama begann nach 1. Bisphosphonat Gabe-intravenös, diese wurde verabreicht nur Propylaktisch, also zur Vorsorge, denn er hat keine einzige Osteolyse

bis dahin waren seine Zähne vollkommen in Ordnung-- trotz Chemo-- äußerst gut noch mit 60 Jahren, nur 1 Plombe.
Dies habe ich auch schon öfters geschrieben!!
Nun kann er kaum noch genussvoll Essen!! Alles drehen wir durch den Fleischwolf, Obst mixen usw.
Essen gehen- Fehlanzeige!!
denn das Problem ist, er kann auch nicht auf dem Kiefer kauen, da im Oberkiefer noch 8 Zähne vorhanden sind (nach 2 Jahren DRAMA), außerdem mußte der nekrotische Unterkiefer abgetragen werden. Da hält auch kein Gebiss!!!! :bang:Haben wir versucht..
Auch eine andere Dame mit MM las ich einen Leserbrief, den Sie an die Firma von Zometa schrieb, dass ihre Probleme erst mit Zometa anfingen.
Nun aber ein fundierter Link der Uni Bonn:
//www.myelom.net/
Info zur Kieferknochenschädigung durch B...
LG Hildegard



19 Okt. 2010 23:24
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    01 August 2026
Mehr
Deßhalb liegt der Schluß nahe, daß man in CR Zustand die BIFIS eher absetzen kann.

Lieber Rudi

Auch in CR, bin ich 100% überzeugt, muss man bei Knochenläsionen die man vor jeglicher Therapie hatte, immer BIFIs nehmen, zwar nicht im 4 Wochentakt, aber mindestens alle 10...12 Wochen

Ich bin in nachweislicher CR, aber meine Knochen machen sich bemerkbar ab Woche 10, ob ich will oder nicht

Persöhnlich denk ich auch, waren deine BIFIs Einnahmen im Interwal zu gross........leider, aber das ist meine persöhnliche Meinung, ich bin kein Doc, wälze das nur aus persöhnlicher Erfahrung am eigenen Körper ab.

Liebe Grüsse

Joseph




19 Okt. 2010 14:10
  • GiselaKöenig
  • Offline
  • 378 Beiträge seit
    26 Oktober 2009
Mehr
Hallo Rudi,

Dir lieber Rudi muß ich sicherlich nicht erklären, dass eine CR nicht bedeutet, dass keine Tumorzellen mehr im Körper vorhanden sind ! Gerade in der rezidivfreien Zeit werden die Bifis erfolgreich bei Mamma Ca und Prostata Ca Patienten eingesetzt. Ich stelle mir vor je mehr von den Bifis am Knochen angelagert sind und werden, um so schwerer haben es die Klasten ihn abzubauen. Nun muß man nur noch die richtige Menge herausfinden, wieviel man, jeder einzelne Körper an Bifis braucht...............lach, wenn es mal so einfach wäre.
Ich habe nach meiner autologen Stammzellentherapie in Heidelberg keine Erhaltungstherapie bekommen, aber es wurde mir empfohlen die Bifis alle 4 Wochen weiter zu nehmen. Ob es richtig ist oder war, wer weiß es? Ich denke es ist sehr schwierig zu entscheiden, aber festzulegen bei CR sind keine Bifis nötig halte ich für gewagt. Rudi, evtl. war die Entscheidung nicht richtig alle 3 oder 4 Monate nur Bifis zu nehmen. Wer weiß es? Vielleicht ist es auch nicht richtig wie bei mir die ersten 2 Jahr nch Therapie alle 4 Wochen danach alle 8 Wochen Bifis zu nehmen? Aber wie schon geschrieben, manchmal hat man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, schlimm aber wahr.
In dem Bericht von Christer steht zum Schluß :" Dr. Hofmeister hatte nicht das Gefühl, dass die Behandlung von Leitlinien für Bisphosphonate bei Multiplem Myelom auf der FDA Warnung geändert werden sollte. Viel häufiger, bei Myelom-Patienten mit Bisphosphonaten sind die Risiken der Niereninsuffizienz, etwa 10 % und Osteonekrose des Kiefers 0,4 bis 4 %.
Er riet, dass es wichtiger ist bei der Bifi Einnahme monatlich die Nierenfunktion zu überprüfen und angemessene zahnmedizinische Präventionsmaßnahmen durchzuführen.
Ich werde dieses Thema im Dezember intensiv mit meinem Onkologen besprechen, der, wenn er bis dahin nichts Neues vom ASH gehört hat, auch sicherlich nochmals Rücksprache mit Prof. Goldschmidt halten wird.
Dieses Thema könnte man ja auch mal bei der nächsten Tagung in Heidelberg ansprechen und dann hier im Forum darüber berichten, wie der neuste Stand dazu ist.

Viele Grüße

Gisela:P

  • rudi
  • Offline
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Mehr
Hallo,
ich habe ja auch zum Teil aus logistischen Gründen die BIFIS immer nur alle 3-4 Monate geben lassen. Ich habe immer selbst bestimmt, wann ich sie mir geben lassen will und auch welches BIFI.
Die verstärkte Ostoklastenaktivität wird ja von den MM Zellen und deren freigesetzten Botenstoffen ausgelöst. Wenn man in CR ist, dann werden auch so gut wie keine Osteoklasten mehr angeregt verstärkt aktiv zu werden. Dann werden wahrscheinlich auch keine neuen Ostolysen gebildet und bestehende nicht vergrößert. Deßhalb liegt der Schluß nahe, daß man in CR Zustand die BIFIS eher absetzen kann.
Aber mit allen Mitteln gegen das MM hat man oft nur die Wahl zwischen Pest und Cholera-so ist es nun mal:bang:
Ich habe jetzt die letzten Tage 3 Infusionen Etoposid erhalten und davor Cyclo. Im Netz kann man schnell herausfinden, daß in Tierversuchen und sogar schon in Studien mit Menschen dem Etoposid ein nicht geringes mutagenes Potential und Potential zu Zweitneoplasien (Zweittumoren) nachgewiesen wurde. Und in Kombination mit Cyclo kann dieses noch verstärkt werden. Tja - was soll ich denn davon halten - eben Pest oder Cholera.
Es ist da schon reine Glüchssache nach all den Therapiestrapazen in eine möglichst lange Remission ohne Zweitneoplasien und weiteren MM Genveränderungen zu kommen.
Aber was bleibt mir und uns anderes übrig ?

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com