Hallo,
mein Mann erhält seit 10 Jahren Bisphosphonate (erst Aredia, dann Bondronat, was er besser verträgt). Nur zufällig wurde er auf das erhöte Risiko von Kiefernekrosen und Problemen bei invasiven Zahnbehandlungen aufmerksam. Leider ist die Aufklärung bei Onkologen und vor allem Zahnärzten noch nicht weit fortgeschritten. Hierzu hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde eine Stellungnahme mit Behandlungsempfehlungen abgegeben:
www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments...honat-Medikation.pdf
Hier noch die Hinweise aus Mainz:
www.unimedizin-mainz.de/mkg/patienten/in...sphonattherapie.html
Vielleicht hilft es ja, wenn Patienten dies mit zu ihrem Zahnarzt nehmen. Der dürfte durchaus häufiger Patienten haben, die Bisphosphonate erhalten.
Uns hat ein akutes Problem im Frühjahr ans Uniklinikum Mainz geführt, zu Dr. Walter, der auf diesem speziellen Feld arbeitet und eine regelmäßige MKG-Bisphosphonatsprechstunde anbietet.
Jeder Eingriff, der blutet, sollte vermieden werden. Wenn er unumgänglich wird, sollte er von einem Kieferchirurgen unter besonderen Bedingungen durchgeführt werden. Eingriffe sollten nur unter Antibiose erfolgen. Zudem sollten offene Wunden vermieden werden (Lappenplastik etc.). Die Zahnklinik der Uniklinik Köln (dort wohnen wir) hat spezielle OP-Techniken entwickelt.
Mein Mann hat sich übrigens gegen eine OP entschieden. Der fragliche Zahn (für den entweder Wurzelspitzenresektion oder Extraktion empfohlen war) macht seit Antibiotikaeinnahme im Februar keine Beschwerden mehr und das Röntgenbild zeigt kein Anzeichen für eine Infektion mehr - Glück gehabt, wir hoffen, das bleibt so.
Solches Glück wünsche ich allen anderen Zahngeplagten.
Viele Grüße
Alixa
PS: Dass eine Kiefernekrose im radiologischen Befund sichtbar sein soll, bezweifelt Dr. Walter übrigens, und er sollte dies wissen. Allenfalls wenn sie Cavernen gebildet hat, könne sie auf einem Röntgenbild zu sehen sein. Was man auf Röntgenbildern sehe, seien idR Infektionsherde.