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Ibi antwortete auf Erhaltungstherapie neu
17 Jan. 2026 12:56 - 17 Jan. 2026 15:55
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Hallo an Alle,

So sieht man wieder wie unterschiedlich die Kliniken und Praxen alles handhaben.

Mein Mann hat nur die ersten 2 mal (jeweils halbe Dosis) in der Induktion das Dara IV bekommen, danach nur noch als SC Spritze. Der Grund für die IV Verabreichung waren nicht die Kosten, sondern das Risiko auf allergische Reaktionen. Bei einer Infusion hätte man sofort stoppen können, falls eine Reaktion aufgetreten wäre. Bei einer Spritze hat man halt sofort die ganze Dosis im Körper. Die Spritze kostet, wenn ich es richtig im Kopf habe, ca. €5800,- (1800mg). Was die Infusion gekostet hat müsste ich nachschauen, dürfte nicht viel unterschied machen. Und wie Johannes sagt, spart man sich hier auch Personalkosten und Infusionsbesteck. Laut Internet kostet die Infusionslösung ca. €1800,- für 400mg Lösung. Die Dosierung beträgt 16mg/kg Körpergewicht. Eine Person mit 75kg braucht also 3x 400mg Lösung = €5400,-
Also Kostengründen dürften hier sicher keine Rolle spielen. Die Krankenkasse hätte sich auch sicher gemeldet.
Was die Dauer der Verabreichung angeht, die ist bei meinem Mann auch viel kürzer als bei Johannes. Da er einen Termin hat, ist die Spritze von der Apotheke schon fertiggestellt und liegt schon bereit. Blutabnahme und Auswertung vom Blutbild 15-30 Minuten (quasi sofort vor Ort), dann Applikation der Spritze, ca. 10 Minuten. Also mit etwas Warten zwischendurch, insgesamt keine Stunde.
Er kombiniert es an dem Tag allerdings mit Zometa, dass er wegen den Nebenwirkungen bei ihm, über 1,5 Stunden verabreicht bekommt. Er ist also an dem Tag ca. 2,5 Stunden in der Tagesklinik.

Liebe Grüße
Ibi
Letzte Änderung: 17 Jan. 2026 15:55 von Ibi. Begründung: Korrektur und Ergänzung der Kostenangabe

Johannes1956 antwortete auf Erhaltungstherapie neu
17 Jan. 2026 10:26 - 17 Jan. 2026 10:28
  • Johannes1956
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    29 April 2023
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Selbst wenn iv billiger wäre, und nichts gegen sc spricht, sind die Folgekosten der Nebenwirkungen von Cortison höher. Dieses Kostenargument, das leider immer wieder zu hören ist, ist mediznisch nicht vertretbar. Der Arzt kann durchaus das teurere Medikament verschreiben, wenn es medizinisch, evidenzbasiert, Vorteile für den Patienten hat.
Zumindrst ist das bei uns in Österreich so, trotz Sparpaket.

Sollte jedenfalls mit dem behandelnden Onkologen diskutiert werden.

Die ki gibt dazu folgende Information:

Nein, Daratumumab subkutan (SC) ist nicht zwangsläufig billiger als intravenös (IV); der Preisunterschied ist komplex, aber die SC-Formulierung senkt die Gesamtkosten für das Gesundheitssystem durch kürzere Infusionszeiten und weniger Personalaufwand, was die Behandlungskosten pro Patient reduzieren kann, obwohl der Medikamentenpreis selbst oft ähnlich ist.
Kosten-Faktoren:
Medikamentenpreis: Der Preis für Daratumumab SC und IV kann ähnlich sein, aber die SC-Formulierung bietet Effizienzgewinne.
Verwaltungskosten: Die subkutane Injektion (SC) ist schneller (ca. 10 Minuten) und einfacher in der Anwendung als die IV-Infusion, was zu erheblichen Einsparungen bei den Behandlungs- und Personalkosten führt.
Patientenvorteile: Die kürzere Verabreichungszeit und die einfachere Applikation erhöhen die Patientenzufriedenheit und reduzieren die Belastung durch lange Infusionen.
Gesamtkosten (Gesundheitssystem): Studien zeigen, dass Daratumumab SC die Gesamtkosten für das Gesundheitssystem senkt, da weniger Ressourcen pro Dosis benötigt werden.
Zusammenfassend: Auch wenn der Medikamentenpreis pro Dosis ähnlich sein mag, führt die SC-Formulierung zu erheblichen Kosteneinsparungen durch geringere Verwaltungskosten, was sie oft zur wirtschaftlicheren Wahl für Kliniken und Krankenhäuser macht, obwohl die direkten Kosten pro Injektion nicht zwingend niedriger sind.
www.myelom-deutschland.de/wp-content/upl...-von-Daratumumab.pdf
www.ispor.org/docs/default-source/euro20...SC%20and%20dara%2DIV .
www.medmedia.at/intra/onkocongress/eha-2...erung%20gleichwertig .

Johannes
Letzte Änderung: 17 Jan. 2026 10:28 von Johannes1956.

Callosum62 antwortete auf Erhaltungstherapie neu
17 Jan. 2026 10:15
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Moin, Johannes,

ich habe Dara vorletztes Jahr über einen Zeitraum von 7 Monaten als Bridging vor meiner CAR-T auch nur i.v. bekommen. Begründung: Das sei kostengünstiger. Allerdings in Kombination mit Carfilzomib, und das geht nur per Infusion. Keine Ahnung, ob Dara i.v. jetzt noch billiger ist - weiß da wer mehr?

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

Johannes1956 antwortete auf Erhaltungstherapie neu
17 Jan. 2026 08:32
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Guten Morgen, Nadel. Dara iv erklärt Antiallergikum und Cortison. Die Frage ist, warum iv, wo es doch schon die Spritze sc gibt. Die ist genauso wiksam, schmerzlos und schnell appplizirt. Trotzdem braucht es bei mir jeden Monat einen halben Tag, erst Blutabnahme, Warten auf den hämatologischen Befund, Warten auf das Arztgespräch und Freigabe, Warten auf die Zubereitung der Spritze in der Krankenhausapotheke. Ich bin an diesen Tagen um 7 Uhr im AKH und verlasse es um 12 Uhr. Aber das nehme ich natürlich in Kauf, bekomme ja etwas Gutes und hatte auch schon viele interessante Gespräche mit anderen Patienten und nützlichen Erfahrungsaustausch.

Frag doch einmal, warum du Darzalex nicht sc bekommst, dann kannat du dir Cortison und Antihistaminkum ersparen.

Alles Gute und weiterhin viel Zuversicht.

Johannes

Nadel2109 antwortete auf Erhaltungstherapie neu
17 Jan. 2026 08:04
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Entschuldigt, dass ich jetzt erst antworte, erst ein kränkelnder Teenager und dann Teenagergeburtstagsvorbereitungen.

Ich bekomme Dara noch iv, wahrscheinlich ist das eine Erklärung für das Antiallergikum und vielleicht auf für das Cortison. Dank Euch habe ich viele Anregungen für mein nächstes Gespräch mit dem Hämato-Onkologen. Zu ASS 100 werde ich ihn auch befragen. Es scheinen aber tatsächlich sehr individuelle Faktoren ausschlaggebend zu sein, die ich erfragen werde.
Nun steht erst einmal ein Besuch in Heidelberg an, orthopädische Beratung im Myelomzentrum damit ich das nervige Korsett und die Schmerzen loswerde, darauf bin ich gespannt.

Liebe Grüße und Danke für Eure Ratschläge

Nadel

Ibi antwortete auf Erhaltungstherapie neu
16 Jan. 2026 10:16
  • Ibi
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Hallo Johannes,
mein Mann wurde in der Erhaltungstherapie auch auf ASS100 umgestellt (in der Induktion hatte er Heparinspritzen bekommen).
Laut Hämatologe sei das Risiko unter Lenalidomid in der Erhaltungstherapie nicht mehr sehr groß, da die Dosis viel kleiner ist (10mg) und da würde ASS ausreichen. Das sei auch Leitlinienkonform.
Natürlich hängt das vom persönlichen zusätzlichen Risiko ab, dass vom Arzt abgeklärt werden muss. Du hattest bereits eine Lungenembolie schreibst du, dein zusätzliches Risiko ist also wahrscheinlich höher.
Ich bin mir nicht sicher, ob Xarelto in DE schon eine Zulassung hat als „leichte“ Dauerprophylaxe. Ich habe es selber nach meiner Hüft OP bekommen, dafür ist es auch explizit zugelassen. Dabei wurden auch meine Nierenwerte kontrolliert, denn Xarelto wird zum Teil über die Nieren ausgeschieden und bei schlechter Nierenfunktion kann die Wirkung dadurch verstärkt werden.

Liebe Grüße
Ibi