Guten Morgen liebe Barbara,
in Eurer Situation würde ich auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen. Wenn Mainz, wie Du sagst, eng mit Heidelberg kooperiert, spräche das aus meiner Sicht für Würzburg.
Außerdem glaube ich nach allem, was ich so im Forum mitbekomme, dass mit Prof. Einsele einer der, wenn nicht DIE Koryphäe für scheinbar ausweglose Situationen in Würzburg sitzt.
M.E. solltet Ihr keine Zeit verlieren. Falls eine allogene SZT in Frage kommt, braucht es Vorlauf, u.a. um einen geeigneten Spender ausfindig zu machen.
Eure aktuellen Ärzte scheinen ja erstmal bis Ende Mai warten zu wollen, um zu sehen, ob die Therapie anschlägt, um dann zu entscheiden. Das scheint mir - jedenfalls für diesen Zweck - nicht unbedingt die beste Strategie.
Wenn Dein Mann tatsächlich in körperlich guter Verfassung ist, was ich nach all den belastenden Therapien sehr bemerkens- und bewundernswert finde, würde ich eine allogene SZT definitiv in Betracht ziehen (ich habe selbst in 2015 eine erfolgreich hinter mich gebracht). Tatsächlich wirkt die SZT am besten, wenn es zuvor gelingt, die Tumorlast möglichst weit "runter zu prügeln" (daher wahrscheinlich der Hinweis, dass erst das Talquetamab wirken muss - aber vielleicht weiß Prof. Einsele dafür ja auch eine andere Möglichkeit?! Das Thema Carfilzomib könntet Ihr in Würzburg sicher ebenfalls ansprechen.
Wenn Ihr schon über einen Hospizplatz nachdenkt, sollte Euch das Risikoprofil der allogenen SZT nicht schrecken - zumal es heute gegenüber früheren Jahren deutlich mehr Expertise in Sachen Betreuung der Patienten während der Aplasie und Prophylaxe/Management schwerer Spender-gegen-Wirt-Reaktionen gibt. Es wird kein Spaziergang, eher ein Kampf - aber m.E. einer, den zu kämpfen sich lohnen kann.
Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute!!!
Liebe Grüße
Triple M
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