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Jockel258 antwortete auf Stammzellen Entnahme fehlgeschlagen
29 März 2025 12:40
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    22 September 2022
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Hallo Desiree,

es tut mir auch sehr leid, dass bei deiner Mama die Stammzellsammlung gescheitert ist. Aber es gibt natürlich noch viele andere Optionen.
Vor einigen Jahren gab es für solche Fälle noch die Möglichkeit der alogenen Stammzelltransplantation, das heißt, es werden Stammzellen von einem Fremdspender genommen. Diese Therapie birgt allerdings sehr hohe Risiken. Zuerst mal muss man einen geeigneten Spender finden, dann liegt die Überlebensrate nach einem Jahr bei ca 65%, die haben dann aber sehr gute Chancen auf eine lange Remission. Soviel ich weiß, ist es bei anderen leukämie-erkrankungen immer noch unumgänglich.

Heute gibt es für Patienten mit Multiple Myelom aber noch eine ganze Reihe bessere Optionen.
Ich weiß leider nicht, wie die Regeln in Österreich sind. In Deutschland kann man jetzt schon in der zweiten Therapielinie CarT-Zellen bekommen. Man muss lediglich refraktionär auf Lenalidomid sein.

Es gibt auch noch eine Reihe bispezifische Antikörper mit einer sehr guten Wirksamkeit und es kommen ständig neue hinzu.

Ihr solltet euch wirklich umgehend an einen Spezialisten wenden, der Erfahrung mit dem Multiple Myelom hat., ich bin sicher, dass es hier im Forum Leute gibt, die den entsprechenden Ansprechpartner kennen.

Viel Erfolg für deine Mama und gute Besserung

Liebe Grüße, Jockel

Wer Tippfehler findet, darf sie behalten

Körper sind vergänglich, Seelen nicht.

leopoldi antwortete auf Stammzellen Entnahme fehlgeschlagen
29 März 2025 11:10 - 29 März 2025 11:12
  • leopoldi
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    23 Oktober 2009
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Hallo Desiree,

die autologen (eigenen) Stammzellen sind nicht die Therapie. Die eigentliche Therapie ist die Hochdosischemo, bei der man die Krebszellen abtötet. Danach brauchts die Stammzellrückgabe um wieder ein Immunsystem aufzubauen.

Anders sieht mans bei allogenen (fremden) Stammzellen. Von denen erhofft man sich neben dem Aufbau eines Immunsystems, dass sie evtl im Körper verbliebene oder wieder auftauchende Krebszellen erkennen und abtöten, quasi neben der Hochdosis noch eine Langzeittherapie.
So wie es ein gesundes Immunsystem im günstigen Fall bei uns allen zeitlebens macht.
Da die allogene Transplantation durch diese Spender gegen Wirt Aufgabe auch immer mit dem Risiko verbunden ist gesunde Zellen abzustoßen, steht sie zur Behandlung des weniger aggressiven Myeloms (im Verhältnis zur akuten Leukämie) nicht unbedingt im Verhältnis. Ich meine man ist heute ganz von der Fremdtransplantation abgekommen.
Bei meinem Mann hat sie gute Dienste getan, jedoch unter Inkaufnahme zahlreicher Nebenwirkungen. Zudem sind seine Rezidive seither immer versteckt aufgetreten, vergleichbar eines isolierten Plasmozytoms.

Ich bin nicht auf dem Laufenden, wollte nur insgesamt die Stammzelltransplantation etwas verständlicher machen.
Meine aber, dass sich hinsichtlich Therapiemöglichkeiten sehr getan hat.

Die Entnahme von Zellen aus dem Beckenkamm wird bei manchen freiwilligen Fremdspendern durchgeführt. Nach meinem Wissensstand sind so gewonnene - nicht durch Wachstumsfaktoren provozierte Zellen weniger effektiv gegen Krebs und werden daher in der Regel bevorzugt nicht gegen Krebs sondern zb bei Immundefekten eingesetzt. Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass auch durch eine Beckenpunktion bei Deiner Mama nicht genügend Zellen gewonnen werden könnten. Die Spritzen von Wachstumsfaktoren, in Eurem Fall Mozobil, dienen der Vermehrung von Stammzellen. Dann haben die vielen Zellen im Knochenmark nicht mehr genügend Platz (deshalb Knochenschmerzen) und schwemmen ins Blut, wo sie mittels Apherese geerntet werden. So gehe ich davon aus, dass Deine Mama einfach zu wenig Zellen produziert hat.

Alles Gute für Euch.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
Letzte Änderung: 29 März 2025 11:12 von leopoldi.

Doris2460 antwortete auf Stammzellen Entnahme fehlgeschlagen
28 März 2025 20:50
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Ich bin 64 Jahre jung und habe vor mindestens den Schulabschluss meiner Enkelkinder 2,5 und 8 Monate zu erleben und zwar trotz dem MM.

Eine Erhaltungstherapie ist nach der Hochdosischemo üblich.

Alles Gute

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt

desiree.uko antwortete auf Stammzellen Entnahme fehlgeschlagen
28 März 2025 10:37
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Danke Doris, das ist eine interessante Art das zu betrachteb, ich hatte mir das nie so gedacht. Dachte die Stammzellen seien die Option auf Heilung und nicht die HD Chemo?

Bin sehr gespannt aufs PET CT, ich hoffe das MM hat sich ordentlich rückgebildet…

Muss denn auch nach einer SZT eine Erhaltungstherapie gemacht werden?

20 Monate ist auch eine sehr lange Zeit :( beruhigend aber zu wissen dass das auch bei anderen MMlern so ist, danke fürs Teilen.

Ich hoffe einfach dass meine Mama noch lange mit dem leben kann 🙏

desiree.uko antwortete auf Stammzellen Entnahme fehlgeschlagen
28 März 2025 10:22
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@miregal danke! Gibt es denn eine operative Entnahme von Stammzellen, das hätten die Ärzte so noch nicht erwähnt?
Wie funktioniert dies?

Doris2460 antwortete auf Stammzellen Entnahme fehlgeschlagen
26 März 2025 07:51 - 26 März 2025 07:55
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Hallo Desi,

vielleicht nimmt es euch den Druck etwas, wenn ihr wisst, dass die Stammzellentransplantation beim MM, im Gegensatz zu Leukämien mit einer Fremdstammzellenspende, nicht die Behandlung ist und einen heilt.

Die Behandlung ich die Hochdosischemo und um danach wieder auf die Beine zu kommen gibt es die eigenen Stammzellen (ganz laienhaft ausgedrückt).

Es gibt auch immer bessere Behandlungsmöglichkeiten ohne eine Hochdosischemo.

Was ich aber auf jeden Fall empfehlen würde, dass, wenn nicht schon geschehen, ihr einen Spezialisten mit ins Boot nehmt.

Deine Mutter soll die Schmerzmittel nehmen, solange es nötig ist, und sich dann irgendwann ohne Druck rausschleichen. ich musste ca. 20 Monate Hydromorphon nehmen, es dauert bis die Knochenschmerzen weg sind.

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt
Letzte Änderung: 26 März 2025 07:55 von Doris2460.