Hallo, Muckel,
gemach, gemach, ganz so wörtlich sollte man die Aussagen mancher Ärzte dann doch nicht nehmen. Also "Null Thrombozyten", dass ist doch sehr unwahrscheinlich. Ich habe im Verlauf meiner mittlerweile fast 8 Jahre ja schon ziemlich viel hartes Zeug in mich reinlaufen lassen, aber noch niemals waren meine Thrombozyten bei Null, auch nicht bei der Mobilisierungschemo. Aber selbst wenn die Thrombos dauerhaft unter kritische Werte sinken sollten, was beständig kontrolliert werden wird, können die durch Infusionen leicht wieder aufgefüllt werden.
Natürlich muss man bei niedrigen Thrombozytenwerten trotzdem aufpassen, gefährliche körperliche Aktivitäten empfehlen sich nicht, insbesondere innere Blutungen können heimtückisch sein, weil man sie ja nicht sieht. Und natürlich muss man Gerinnungshemmer vorübergehend reduzieren oder absetzen.
Bezüglich der Mobilisierungschemo würde ich dem Rat der Ärzte folgen; bei einem jüngeren MM-Kollegen von mir hat die Standard-Mobilisierungschemo wohl nicht richtig funktioniert, und sie haben im ersten Durchgang nur knapp 2 Millionen Stammzellen sammeln können (es braucht 6 Millionen). Er musste dann noch ein zweites Mal ans Gerät, also nochmal 4 Stunden, und zuvor haben sie ihm Nachts nochmal ordentlich Mozobil Plerixafor gespritzt, das macht auch nicht unbedingt Spaß...
Im Hinblick auf die Dauergabe von ASS100, was ja häufig nach Herzinfarkten gemacht wird, habe ich nach meiner tiefen Beinvenenthrombose die Ärzte gebeten, nach einer Alternative dafür zu suchen. Man weiß ja, dass ASS100 über die Dauer der Zeit gerne mal Magenblutungen hervorrufen kann. Seitdem bekomme ich Apixaban (Eliquis), 2.5 mg 1-0-1, und damit bin ich nebenwirkungsfrei durchgekommen bisher.
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)