Zur Bestimmung der freien Leichtketten werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt, am weitesten verbreitet sind der Freelite Assay der Firma Binding Site und der N Latex FLC Assay der Firma Siemens Healthineers (Kim HS, et al. Biomed Res Int 2014, Article ID 647238
dx.doi.org/10.1155/2014/647238
).
Im Test von Binding Site werden polyklonale Antikörper verwendet, während der Test von Siemens monoklonale Antikörper einsetzt. Der Siemens-Test ist sensitiver im unteren Messbereich und erreicht präzisere Ergebnisse bei der jeweils nicht involvierten Leichtkette, was zuverlässigere Werte des Quotienten zur Folge hat. Der Freelite-Test kann bei unbekannter Nierenschädigung des Patienten schwer zu interpretieren sein, was beim Siemens-Test nicht der Fall ist.
Mit dem Freelite Test habe ich aktuell einen Wert von ca. 115 mg/dl bei den Kappa-Leichtketten, von 3,0 mg/dl bei den Lambda-LK und einen Quotienten von 38,7. Mit dem Siemens-Test liegen die Kappa-LK bei 37,5 mg/dl, die Lambda-LK bei 3,22 mg/dl und der Quotient bei 11,65.
Problematisch ist daran z.B., dass der IMWG 20-2-20 Risikoscore für das SMM eine LK-Quotient über 20 als Risikofaktor angibt, es ist aber nicht angegeben, mit welchem Verfahren die LK zu messen sind. Also lieber mal nachfragen, wenn man große Differenzen feststellt...
Grüße von CarlaC