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16 Dez. 2024 20:51
  • Callosum62
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    18 September 2023
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Hallo, miregal,

jau, stimmt, Carvykti ist auch mein bevorzugter Stoff, den bekomme ich am 21.01.2025 in der Uniklinik Erlangen, endlich, nach fast 8 Monaten Bridging mit DKd. Wartezeit bis zur Genehmigung und dann das ganze Procedere mit Leukapherese und Bauen der CAR-T-Zellen in den USA eben. Ich will das Zeug unbedingt schon in der Zweitlinie.

Richtig, nach der CARTITUDE-4 Studie ist Carvykti "potenter" als Abecma im Hinblick auf die Ansprechrate und das PFS, hat aber eben auch ein anderes Nebenwirkungsprofil, z.B. die Möglichkeit der Entwicklung einer Parkinsonsymptomatik, die nicht reversibel ist. Gut, die Wahrscheinlichkeit ist nur gering, aber so eine Nebenwirkung wird für Abecma eben nicht beschrieben. Da kenne ich schon einige Leute, die auch deswegen lieber Abecma haben wollen. Ein Teilnehmender aus unserer SHG hat mit fast 80 Lebensjahren Abecma bekommen, weil die Ärzte das für ihn für die sanftere Behandlungsoption gehalten haben. Tja. Eine Verdichtung auf Carvykti als einzige verfügbare und zugelassene CAR-T-Zellbehandlung in Deutschland kann möglicherweise auch bedeuten, dass das ein knappes Gut werden könnte. Aber vielleicht einigen sich Bristol & Myer und die Kostenträger noch, das wäre mal einen Neujahrswunsch wert...

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

16 Dez. 2024 20:20 - 16 Dez. 2024 20:22
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Es gäbe da ja noch Carvikty, also Cilta-Cel. lt. der Berichte vom ASH soll es auch noch effektiver wie IDE-Cel wirken
Letzte Änderung: 16 Dez. 2024 20:22 von miregal.

16 Dez. 2024 19:45
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Hallo Callosum,
deutschlandweit scheint es im Moment so zu sein. Allerdings wurde mir heute Vormittag noch gesagt, dass da Verhandlungen laufen. Vielleicht ändert es sich ja irgendwann wieder. In manchen anderen europäischen Ländern ist Abecma weiterhin, bzw. jetzt neu verfügbar.

LG
Ma

16 Dez. 2024 10:19
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Liebe Teilnehmende dieses Forums,

aus verschiedenen Quellen und nach Auskunft meiner CAR-T-Oberärztin aus Erlangen habe ich erfahren müssen, dass die Kostenträger momentan eine neue CAR-T-Zelltherapie mit Abecma bzw. Ide-Cel nicht mehr genehmigen. Gerüchten zufolge wollen die Kostenträger nur noch 100.000 € dafür bezahlen und nicht mehr 280.000 €. Daraufhin haben sich Bristol & Meyer wohl entschieden, Abecma vom deutschen Markt zu nehmen. Bei uns hier in Franken werden nur noch die bereits genehmigten Behandlungen abgearbeitet. Ist das bei euch in den anderen Regionen in Deutschland auch so?
Abecma als CAR-T-Zelltherapie war meines Wissens bereits in der dritten Behandlungslinie zugelassen, und zwar - man möge mich korrigieren - unabhängig davon, ob jemand Lenalidomid-refraktär war. Drei Teilnehmende unserer SHG haben diese Behandlung bereits mit gutem Erfolg bekommen. Ich halte diese BCMA-gerichtete Therapie für sehr wichtig, auch deswegen, weil sie vor einer Behandlung mit Bispezifischen Antikörpern durchgeführt werden kann und somit einiges an zusätzlicher PFS-Zeit ermöglicht. Ich finde, das ist ein Schlag ins Gesicht für alle MM-KollegInnen. Wir kennen das in Deutschland leider auch von vielen anderen Medikamenten (die Rede war dieses Jahr von 500), die nicht erhältlich sind, weil die Kostenträger rumzicken und die Hersteller ihre Medis dann lieber anderswohin verkaufen.
Ich weiß jetzt nicht, ob es sinnvoll ist oder die Möglichkeit gibt, hier irgendwie Einfluss auf die Kostenträger oder die Politik zu nehmen. Wir haben ja in Deutschland keinen überregionalen MM-Verband oder Verein, aber immerhin AMM Online e.V. Ich kann auch nicht einschätzen, ob es da im Hintergrund schon Kostenverhandlungen gibt zwischen Bristol & Meyer und den Kostenträgern - oft wird da ja aus Geldgründen taktiert - und man lieber die Füße stillhalten sollte. Ich bin jedenfalls stinksauer, aber das Weihnachtsfest lasse ich mir dadurch natürlich nicht verderben ;)

LG analle

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