Liebe alle,
bislang las ich stumm. Zum einen, weil ich nicht so viele Detailbegriffe nennen kann wie ich hier mitunter lese. Zum anderen weil Kopf und Seele auch ohne zusätzlichen Input oft voll sind. Dafür bitte ich um euer Verständnis.
Ich bin Ehefrau, mein Mann (68 Jahre) seit 08/21 am MM erkrankt und gleich arg eingestiegen: multiple Wirbelbrüche, akutes Nierenversagen, Hyperkalzämie, minus 20kg, 80-90% der Knochen porös.
Es folgten Chemotherapie, autologe Stammzelltherapie, Erhaltungstherapie über Lenalidomid, Rezidiv 1 Ende 2023, Dauerchemotherapie seit 01/24, Rezidiv 2 aktuell. Nächster Therapieschritt ist die Car-T-Zelltherapie inklusive genetischer Untersuchung, warum er so schlecht auf die Therapie bisher anspricht. Wir warten aktuell auf den Termin zur Leukapherese.
Nun meine Frage und Bitte um eure Impulse oder Erfahrungen: Wie gehen wir bis dahin und dann auch in der zweiten Wartezeit bis zur Rückgabe der Leukos mit Infektgefahren um? Möglichst viel meiden? Möglichst normal?
Ich bin (noch viele Jahre) berufstätig mit vielen Kontakten (Schulen, Familien). Maske wäre mir lieb, ist aber nicht konsequent durchführbar. Zugleich will ich doch meinen Mann nicht anstecken und seine Behandlung gefährden, die lt. Ärzten alternativlos ist, wenn er hoffentlich Lebenszeit gewinnen will.
Ich bin gerade auf der Suche zwischen seinem Schutz und meiner beruflichen Verpflichtung. Vielleicht könnt und mögt ihr Gedanken beisteuern. Lieben Dank!
Nicole