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24 Aug. 2024 21:54
  • Johannes1956
  • Offline
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
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Die Behandlung des Multiplen Myeloms geschieht ja nicht durch die Stammzellen, sondern durch eine Hochdosischemotherapie. Da diese neben den Tumorzellen auch alle Blutzellen in ihrer Produktion im Knochenmark zerstört, müssen die Stammzellen, genauer gesagt die Blutstammzellen alles wieder gut machen und neue Blutzellen, also Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten produzieren.

Die autologe Stammzellentransplantation wird mit eigenen Stammzellen durchgeführt, die schon Wochen oder Monate vor der Hochdosischemo mit darauffolgender Stammzellentransplantation geerntet werden.

Dazu muss man mit einer Spritze Filgrastim über mehrere Tage die Blutstammzellen vom Knochenmark mobilisieren, damit sie in ausreichender Menge im Blut vorhanden sind.
Mittels Apharese werden dann diese kostbaren Zellen aus dem Blut gefiltert. Man ist rechts und links an einem Blutabnahme und Rückführungssystem angeschlossen und muss ruhig liegen. Das dauert einige Stunden, um eine genügende Anzahl zu gewinnen, muss man meist zweimal kommen. Bei mir ging es auf einmal in 8 Stunden, das war sehr anstrengend.

Die Stammzellen werden dann eingefroren, man erholt sich danach recht schnell.

Bei der Behandlung mit Hochdosischemo wird ein Gift gegeben, das die Produktion von Tumorzellen, aber eben auch Blutzellen unterbindet. Bereits einen Tag danach bekommt man seine eigenen aufgetauten Stammzellen und die machen alles wieder gut. Auch wenn das sehr anstrengend war, es war für mich ein total beglückendes Gefühl, zu wissen, dass es jetzt meinen Tumorzellen an den Kragen geht und meine Stammzellen brav arbeiten und neue lebensnotwendige Blutzellen produzieren.

Die Stammzellenernte ist zwar etwas mühsam, aber wenig spektakulär.

Die Hochdosischemotherapie ist kein Spaziergang, aber man schafft das gut und nach etwa 2 Wochen darf man wieder nach Hause und in etwa 100 Tagen ist man wieder brauchbar fit. Bei manchen geht es schneller.

Wenn du noch Fragen hast, gerne.

Alles Gute

Johannes

31 Juli 2024 15:56 - 31 Juli 2024 17:28
  • betti52
  • Offline
  • 644 Beiträge seit
    19 September 2023
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Hallo!

Herzlichen willkommen hier im Forum.

Jeder hat ein Profil, da kann man bischen was ueber sich reinschreiben,
wenn man mag. Welche Therapien man schon hinter sich hat usw.

Ich hatte meine Eigenstammzellenspende letzte Woche Di/Mi.

Wenn Du magst, kannst das da nachlesen:
www.myelom.org/forum/therapien/5782-morg...es-los.html?start=96

Wenn Du magst kannst Du auch gerne von Seite 1 an anfangen zu lesen.
Da beschreibe ich meinen Weg, wie meine MM Therapie von Anfang an gelaufen ist.
Den Blog fuehre ich auch noch weiter fort.

Man muss aber dazu sagen, dass es wohl bei jedem ein bischen
anders ablaeuft.

Wenn Du darueber hinaus dann noch Fragen hast, die lassen sich dann sicherlich
auch gerne noch beantworten.

Alles Gute.

Gruss, Bettina
Letzte Änderung: 31 Juli 2024 17:28 von betti52.

31 Juli 2024 13:04
  • Ulrike
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
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Hallo in die Runde,
wer hat eine Eigenstammzellentransplantation hinter sich und kann mir, der sie bevor steht, sagen, wie das abläuft. Ich habe erst in 2 Wochen endlich den Termin in der Myelom-Sprechstunde in Heidelberg und mache mir zunehmend arge Gedanken.
Wie ist der Ablauf?
Erst mehrere Tage ähnlich einer Dialyse stunden lang anhängen und Blut auf Stammzellen filtern? Dann hochdosierte Infusion (mehrere Tage?)? Dann über mehrere Tage wieder Zuführen der aufbereiteten Stammzellen?
Wie fühlt man sich dabei? Ist man schwach, muss man im Bett liegen? Muss man in Quarantäne?
Wie lang ist der stationäre Aufenthalt?
Darf man Besuch empfangen?
Ich habe große Angst, mich ins Krankenhaus zu begeben. Es herrschen derart schlimme Zustände durch den Personalmangel. Dazu kommt, dass ich pflegebedürftig bin, weil ich vom Bewegungsapparat Einschränkungen habe. Ich bin auf den Rollstuhl angewiesen. Ich bin also auf Hilfe angewiesen und da falle ich wohl komplett durchs Raster. Nun, das werde ich versuchen bei meinem Termin abzuchecken.
Es wäre nett, wenn mir jemand aus seinen eigenen Erfahrungen etwas berichten mag, dass mir eine Einschätzung ermöglicht. Ich hoffe dann beim Termin die richtigen Fragen stellen zu können und die Antworten mir ermöglichen, eine Entscheidung pro oder kontra Durchführung der Stammzellentransplantation zu treffen.
Viele Grüße und schon herzlichen Dank
Ulrike